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Das ist der Daumen: Fingerspiele mit Kindern

Das ist der Daumen – Fingerspiele mit Kindern
Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Das ist der Daumen, der schüttelt die Pflaumen …

… der sammelt sie auf, der bringt sie nach Haus und dieser Kleine hier, der isst sie alle alle auf! Erinnert ihr euch noch, dass eure Eltern mit euch Fingerspiele gemacht haben, als ihr klein wart? Mein Favorit war immer der Pflaumen-Reim. Auch wenn die traditionellen Fingerspiele für Kinder vielleicht inzwischen etwas altmodisch anmuten, sollten sie nicht in Vergessenheit geraten, denn sie machen Spaß und fördern die Entwicklung eures Kindes. Und die Kleinen bekommen mehr mit, als ihr vielleicht denkt.


Es ist immer das gleiche abendliche Spiel: Gefüttert werden, in die Badewanne, Schlafanzug an und ab ins Bett. Und zur guten Nacht, dann noch ein Schlaflied oder ein kleines Fingerspiel. Von letzteren gibt es viele und jeder von uns ist vielleicht mit einem anderen aufgewachsen. „Himpelchen und Pimpelchen“, „Die Zappelmänner“ oder „Die liebe Sonne“ sind nur einige wenige Beispiele. Von dem Spaß für die Kleinen einmal abgesehen, fördern diese einfachen Fingerspiele die frühkindliche Entwicklung und die Beziehung zwischen euch und eurem Baby ungemein. Jedes noch so kleine Sing- und Fingerspiel regt ein Kind in unterschiedlichsten Bereichen an. Und die Kleinen bekommen mehr mit, als ihr denkt.

„Spielen ist die Arbeit des Kindes“

So beschrieb Maria Montessori, nach deren pädagogischen Ansätzen noch heute Kindergärten und Schulen ausgerichtet sind, die Wichtigkeit des Spielens für die Entwicklung von Kindern. Denn mit altersgerechten Spielen unterstützt ihr eure Kinder auf positive Weise. Denn es gibt keine bessere Entwicklungsförderung als Spielen. Hauptsächlich bereitet eurem Kind das Spielen natürlich Freude. Zudem erfährt es aber voll konzentriert die Welt, was man besonders schön beobachten kann, wenn man einige Kinder beim Spielen beobachtet. Nichts um sie herum scheint sie abzulenken.

Deshalb eignen sich Fingerspiele ganz hervorragend, weil ihr auf diese Weise einfache Anweisungen und Anregungen zum Spielen geben könnt, ohne zu sehr in die Spiel-Kreativität eures Kindes einzugreifen. Ohne Input, der zum Nachahmen und Weiterspielen animiert, entwickeln sich Kinder langsamer. Mit sinnvollen Spielanregungen und ausgewähltem Spielzeug könnt ihr bereits euer Baby begeistern. Und ein mit Teddys, Puppen und Bauklötzen vollgestopftes Zimmer ist dafür völlig unnötig.

Stimulierung der Sinne

Eure Stimme, der Gesang und die verschiedenen Töne und Geräusche, die ihr beim Fingerspielen mit eurem Baby erzeugt, lassen es aufmerksam verfolgen und beobachten. Zusätzlich könnt ihr auch kleine Fingerpuppen benutzen – damit gestaltet ihr das Spiel noch interessanter. Ganz nebenbei gibt es bei den meisten Spielchen auch Berührungen und Streicheleinheiten. Körperkontakt ist sehr wichtig. Euer Baby wird mit zunehmendem Alter die Fingerpuppen auch anfassen und mit ihnen spielen wollen. Das regt den Tastsinn an und schult die Feinmotorik.

Musik fürs Ohr und zur Entspannung

Es gibt keine bessere Schulung für das Gehör eures Kindes als Musik. Zudem entspannt sie, macht Spaß und animiert die Merkfähigkeit von Kindern, da sie, ebenso wie Sprache, aus Rhythmus und Melodie besteht.

Und glaubt mir, wenn es eurem kleinen Schatz Spaß macht, dann werdet ihr auch Freude daran haben, auch wenn ihr euch vielleicht im ersten Moment komisch vorkommt. Die Ma-gazin-Redaktion konnte sich jedenfalls vor Lachen nicht halten, als die alten Fingerspiele wieder herausgeholt wurden.

Bild: athomass

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