Kleinkind Schulkind

Das Geheimnis einer schönen Kindheit

Kindheit
Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Vieles war früher wirklich besser!

Oft wird gesagt, dass Kinder heutzutage anders sind als vor 40 Jahren. Doch eigentlich haben sich die Ansprüche in den letzten Jahrzehnten nicht geändert, nur die Einflüsse haben sich verändert – und das nicht immer zum Guten. Überbesorgte Eltern, Computerspiele und Kinder sind viel zu selten nur unter sich.


Das ist gefährlich, mach‘ das nicht!

Helikoptereltern sind ein weitverbreitetes Phänomen. Eltern, die ihren Kindern alles abnehmen und ihnen kaum etwas zutrauen, wollen zwar nur das Beste für ihre Zwerge, doch mit der Übervorsichtigkeit rauben sie den Kindern wichtige Schritte und Freiheiten in ihrer Entwicklung. Wenn Kinder keine Fehler machen, können sie auch nicht lernen.

Ängste durch einen unsicheren Job oder der ständigen Präsenz von Kriminalität und Terror in den Nachrichten übertragen Eltern automatisch auf ihre Kinder. Kindergärten und Schulen sind nicht mehr in der Lage ein vernünftiges Gegengewicht zu schaffen.

Keine Zeit für Freizeit

Viele Kinder haben kaum noch Zeit für ein spontanes Treffen mit Freunden. Die Woche ist streng durchgetaktet – montags Fußball, dienstags Klavierunterricht, mittwochs Theaterkurs und so weiter. Dabei lernt man soziale Kompetenzen am besten in der Gruppe, wenn Konflikte selbst – ohne elterlichen Einfluss – gelöst werden müssen.

Auch das „mit sich selbst beschäftigen“ fällt dem Nachwuchs immer schwerer, denn kaum wird sich zu Hause über Langeweile beschwert, schalten Eltern den Fernseher, den Computer oder die Spielekonsole an. Darunter leiden die sozialen Kompetenzen enorm.

Zappelphilipp oder ADHS?

Bewegungsmängel, Koordinationsschwierigkeiten, motorische Störungen oder Übergewicht sind wachsende Probleme bei Kindern und Jugendlichen, das wissen alle, doch unternommen wird dagegen nichts. Denn nur zwei Sportstunden pro Woche in der Grundschule tragen leider nicht zur Problemlösung bei.

Kinder müssen sich austoben können. Wenn Kinder nicht lernen ihre Aggressionen spielerisch abzureagieren, kann es passieren, dass sie im Kindergarten oder der Schule auffällig werden. Hier wird oft fälschlicherweise ADHS diagnostiziert und das Kind mit Tabletten „beruhigt“. Diese Diagnose wird oft zu leichtfertig gestellt, natürlich gibt es Kinder, die Medikamente nehmen sollten, aber für einige ist das Toben an der frischen Luft die bessere Medizin.

Zur Kindheit gehören Schürfwunden

Natürlich wollen wir nicht alle Jugendlichen und Eltern über einen Kamm scheren. Es gibt auch noch Eltern, die ihre Kinder im Schlamm spielen lassen, wissen, dass eine Schürfwunde zur Kindheit gehört und ihre Kleinen einfach mal Kind sein lassen.

Bild: © famveldman  – Fotolia.com

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