Familie Kleinkind

Buchvorstellung: Der Igel, der seine Stacheln verloren hat

Igel Stacheln verloren
Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Ein süßer kleiner Igel, der seine Stacheln verloren hat? Ja wo gibt’s denn so was! In einer Geschichte natürlich! Und genau deshalb gibt’s heute die Buchvorstellung dazu. Das Beste daran? Ihr könnt eines von drei handsignierten Büchern oder einen von zwei kuscheligen Hoodies von diesem zuckersüßen Igel, der seine Stacheln verloren hat, für eure Kleinsten gewinnen.


In der Vorweihnachtszeit macht ihr es euch mit euren Zwergen ja ganz gerne mal auf der Couch gemütlich. Eingewickelt in eine warme Decke, mit kuscheligen Socken und einem heißen Kakao hört man sich doch unendlich gern eine tolle Geschichte an, in der Mama und Papa, neben dem eigentlichen Protagonisten aus dem Buch, die Hauptrolle spielen. Denn es ist ja ganz klar, dass ihr dabei mit eurer Stimme und viel Einfühlsamkeit euren Kindern gegenüber die Geschichte erst so richtig zum Leben erweckt. Aus diesem Grund legen wir euch heute die niedliche Geschichte „Der Igel, der seine Stacheln verloren hat“ ans Vorleseherz und wollten von der Autorin Christina Oskui wissen, wie so ein Kinderbuch überhaupt entsteht.

Seit wann schreibst du Geschichten für Kinder und ist „Der Igel der seine Stacheln verloren hat“ dein erstes Buch?

Christina: Ich schreibe schon seit zehn Jahren Kindergeschichten und das ist das erste Buch, das ich nun im Selbstverlag veröffentliche. Ich habe tatsächlich schon über 40 Geschichten geschrieben. Dann schickt mir meine Illustratorin Anja Tittel Bilder und ich schreib ihr eine Geschichte oder umgekehrt- wie es nun bei dem Igel der Fall war. Sie schickte mir das Bild und ich wusste: „Das ist er!“

Wie lange schreibt man daran und arbeitet an den Illustrationen?

Christina: Das ist sehr unterschiedlich! Manchmal ist es nur ein Wort oder eine Geste, die mich zum Schreiben inspiriert. Hier war es ein Igel, der sich in unseren Waschkeller verirrt hatte. Ich habe einen Badvorleger genommen und dicke Gartenhandschuhe angezogen und ihn dann die Kellertreppe hochgetragen in den Garten. Seine Stacheln haben mich immer noch ein wenig gepiekt und dabei kam mir die Idee: „Wie wohl ein Igel ohne Stacheln wäre!“

Anja konnte ich gleich von meiner Idee begeistern und sie machte bereits 2008 die ersten Skizzen. Die Illustrationen sind sehr aufwendig, sie benötigt mehrere Ebenen, damit die Hintergründe, die Figuren und alles, was man auf den Illustrationen sieht, eine Einheit bilden. Der Grundgedanke war geboren, aber nun fehlten eben „nur“ noch die letzten zwei bis drei Seiten. Und zwischendurch passte dann die Zeichnung nicht 100%ig. Natürlich verlangsamt sowas einen Produktionsprozess.

Wie konnten euch eure Leser bei dem Buch unterstützen?

Christina: Wir haben uns für das Crowdfunding Projekt Startnext entschieden, da ich von einem befreundeten Autor darüber gehört habe, der sein Kinderbuch Gabriel und die frechen Affen sogar zum Schluss überfinanziert bekommen hat, so dass er auch gleich noch ein Hörbuch dazu veröffentlichen konnte. Wir haben dann wirklich lange überlegt und auch lange nach einem Verlag gesucht. Meist heißt es dabei Autor oder Illustrator. Dadurch, dass wir aber nun mal die Geschichten wirklich auch gemeinsam entwickeln, kam es nicht in Frage. Deshalb haben wir es mit unserem ersten Buch einfach mal anders herum probiert und mit dem Crowdfunding Projekt getestet, ob der Bedarf bei den Lesern überhaupt da ist. Nach dem Besuch auf der schriftgut Buchmesse kam dann unser Ansichtsexemplar so gut an, dass wir wussten, wir wollen es machen.

Die Leser hatten hier zum einen die Möglichkeit das Buch zu bestellen oder aber uns frei zu unterstützen. Außerdem konnte man sich auch eine Lesung buchen, um diese dann (ab dem Winter) in einem Kindergarten oder einer Grundschule, abzuhalten und uns im Gesamten und eben nicht nur das Buch an sich zu unterstützen.

Worum geht es in der Geschichte?

Christina: Ein kleiner Igel verliert seine Stacheln. Er erlebt eine Menge Abenteuer und trifft dabei auf andere befreundete Tiere, die ihm helfen, weil er ja gerade ohne Stacheln ist. Sie haben unterschiedliche Erlebnisse und stellen dann fest, dass jeder auf seine Art genauso richtig ist, wie er ist und lernen auch eine ganze Menge daraus. Somit erfüllt die Geschichte auch einen moralischen Aspekt. Allerdings nicht so sehr mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern eher auf verspielte und lustige Art und Weise. Mit einer sehr bildlichen Sprache, womit man auch eher ungeübte bzw. unruhige Kinder für sich und zum Zuhören gewinnen kann. Das zeigt dann auch einmal wieder, was Kinder schon ab drei Jahren verstehen und umsetzen können. Offiziell ist das Buch ab dem Alter von vier Jahren geeignet.

Wieso sind Vorlesezeiten unverzichtbar?

Christina: Die Nähe dabei und der direkte Kontakt zum Kind kann einem ein technisches Gerät nicht geben. Natürlich kann ich mein Kind vor einen Bildschirm setzen, aber die lebendige Sprache, Regeln, oder eine verstellte Stimme, sind nur durch Bücher und das Vorlesen möglich. Ich lese sehr oft in Kindergärten vor und merke sofort, welche Kinder regelmäßig in den Genuss kommen, ein Gefühl für das Lesen und Bücher haben und zuhören. Zusätzlich ist die Haptik auch ein großes Thema. Zurückblättern zu können, man kann nachfragen. Ein Buch kann runterfallen und ist dann nicht gleich kaputt. Hinzu kommt die vertraute Stimme der Eltern.

Was macht eine unterhaltsame und pädagogisch gehaltvolle Geschichte aus?

Christina: Wichtig ist mir, dass es immer auf  lustige Art und Weise gemacht wird und indem man das Kind zwischendrin fragt: „Was würdest du jetzt an dieser Stelle machen?“ Wir geben dazu auch ein paar Anregungen in unserem Buch. In unserer Geschichte ist der Hase zum Beispiel ein ganz frecher und man kann durch die Interaktion mit dem Kind und gezieltes Nachfragen zu einem Lerneffekt kommen. Allerdings eben nur, indem man es selbst vorliest und sich auf sein Kind einstellt.

Ihr wollt das Buch sofort bestellen? Dann könnt ihr das derzeit über den Online-Shop der Illustratorin Anja Titel.

Das Gewinnspiel ist leider beendet!

Über den Autor

Redaktion ma-gazin

Redaktion ma-gazin

22 Kommentare

Hinterlasse ein Kommentar