Baby Gesundheit

Brust-Frust: Was tun bei einer Brustentzündung?

Brustentzündung
Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Ihr habt die Geburt eures Kindes endlich überstanden, seid gesund und munter und ihr freut euch aufs Stillen. Auch das klappt hervorragend, aber nun fängt nach und nach eure Brust an zu schmerzen. Da euer Kleines im Idealfall noch keine Zähne hat, kann es sich nur um eine Entzündung eurer Brustwarze handeln. Wie entsteht sie? Und was könnt ihr dagegen tun?


Die Brustentzündung in der Stillzeit heißt im medizinischen Fachjargon „Mastitis puerperalis“ und tritt oft nach den ersten zwei bis vier Wochen der Stillzeit auf. Die Brustwarze ist empfindsam und praktisch „im Dauerbetrieb“. Das macht sie anfälliger für Krankheitserreger, wie Bakterien. Genau genommen handelt es sich hierbei meist um das Bakterium Staphylococcos aureus. Auch in Krankenhäusern und speziell auf Entbindungsstationen tritt dieser Erreger leider häufiger auf.

Wie macht sich die “Mastitis puerperalis” bemerkbar?

Meist beginnt sie mit einer geröteten und geschwollenen Brustwarze, die Brust ist verhärtet und wärmer als sonst. Das Stillen wird dadurch natürlich schmerzhaft. Auch Fieber kann hinzukommen. Nur selten sind beide Brustwarzen von der Entzündung betroffen.

Was ist zu tun?

Ihr braucht nun keine Angst zu haben, dass ihr das Stillen ganz abbrechen müsst. In den meisten Fällen klingt die Entzündung nach wenigen Tagen wieder ab. In dieser Zeit ist ein gutsitzender BH unabdingbar und die Brust sollte möglichst ruhig gehalten werden. Dies bedeutet also, dass ihr ein paar Tage auf das Stillen mit der betroffenen Brust verzichten und die Milch abpumpen solltet. Ist dies aufgrund der Schmerzen gar nicht mehr möglich, solltet ihr euren behandelnden Arzt aufsuchen. Er kann euch Medikamente verschreiben, die den Milcheinschuss, bzw. das dafür verantwortliche Milchbildungshormon hemmen. Eine Antibiotika-Therapie ist nur in ganz hartnäckigen Fällen notwendig.

Wie könnt ihr der Brustentzündung vorbeugen?

Wie schon erwähnt, entzündet sich die Brust meist während des Stillens durch ein bestimmtes Bakterium. Dem könnt ihr entgegenwirken, indem ihr euch gut pflegt. Das bedeutet zum einen die Brust gut einzucremen, damit keine Risse entstehen und zum anderen, dass ihr sie regelmäßig entleert. Wenn ihr mehr Milch habt, als euer Kind gerade trinken möchte, pumpt sie besser ab. So verhindert ihr einen Milchstau und mindert das Entzündungsrisiko.

Bringt alles nix?

Allen Vorbeugemaßnahmen zum Trotz, kann es leider immer noch dazu kommen, dass ihr ein paar Tage auf die innigste Ernährung eures Kindes verzichten müsst. Macht euch dann aber bitte auf keinen Fall Vorwürfe, dass ihr euch nicht richtig gepflegt habt oder ein anderes Krankenhaus hättet wählen sollen. Gerade als frischgebackene Mutter ist man ohnehin übervorsichtig und bereitet sich damit genug Stress. Gönnt euch und eurem Körper dann einfach eine kleine Verschnaufpause. Euer Baby wird nicht darunter leiden und euch geht es schnell wieder besser.

Titelbild: ©detailblick – Fotolia.com

Über den Autor

Redaktion ma-gazin

Redaktion ma-gazin

2 Kommentare

Hinterlasse ein Kommentar