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Brelfies: UNO ruft zu Still-Selfies auf

Brelfies
Saskia
Geschrieben von Saskia

Damit das Stillen in der Öffentlichkeit endlich akzeptiert wird!

Muttermilch ist gesund! Das wisst ihr natürlich längst. Und sicherlich habt ihr, wenn ihr eure Babys stillt, auch schon einschlägige Erfahrungen mit dem Stillen in der Öffentlichkeit gemacht. Denn noch immer ist eben diese wichtige und natürliche ‚Tätigkeit‘ an öffentlichen Orten häufig verpönt. Die Vereinten Nationen (UNO) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind auch der Meinung: Das muss sich endlich ändern! Sie rufen deshalb dazu auf, eure „Brelfies“ (Breast-Selfies) via Instagram, Facebook und Co. unter dem Hashtag #brelfies zu teilen und die positiven Eigenschaften der Muttermilch in den Vordergrund zu stellen.


Auf Instagram sind Fotos von stillenden Müttern nichts Ungewöhnliches mehr. Zwar müssen sie noch immer mit rollenden Augen und Anfeindungen kämpfen, aber immerhin trauen sich immer mehr Frauen, dem negativen Stigma des öffentlichen Stillens den Wind aus den Segeln zu nehmen. Hier kommt ihr zur Instagram-Galerie mit zahlreichen #brelfies und auch auf Twitter wird fleißig gepostet.


„Dazu kann man nur ermutigen“, meint auch die Sprecherin der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Fadela Chaib.

Und ganz abgesehen davon, dass die natürlichste und innigste Art des Fütterns zwischen Mama und Baby ganz besonders wichtige Bande schafft, versorgt die Muttermilch das Baby bereits direkt nach der Geburt mit wichtigen Antikörpern und Nährstoffen, um es vor Infekten zu schützen. Durch über 200 Zuckermolekülarten werden im Darm wichtige und somit gute Bakterien angesiedelt, die das Immunsystem stärken. Dennoch werden rund 77 Millionen der Neugeborenen – und somit die Hälfte der Babys weltweit – nicht gestillt.

Bis wann sollte gestillt werden?

Da Muttermilch nicht nur satt macht, sondern auch die Immunabwehr stärkt, sollte möglichst jede Frau ihr Baby stillen. Die nationale Stillkommission empfiehlt, ein Kind im ersten Lebensjahr ausschließlich mit Muttermilch zu ernähren und auch ab dem Moment der Beikost damit weiter zu machen.

Ärzte dagegen empfehlen, ab dem fünften Lebensmonat aufgrund des erhöhten Nährstoffbedarfs mit der Beikost zu beginnen, um möglichen Allergien vorzubeugen. Diesen Tipp werdet ihr daher wahrscheinlich auch bei der U4 oder U5 von eurem Kinderarzt bekommen. Eine ausführliche Begründung könnt ihr hier noch mal nachlesen.

Und damit ihr immer und überall entspannen könnt, wenn ihr euer Kind an die Brust legt, verraten wir euch die beliebtesten Stillpositionen.

Titelbild: © Oscar Brunet

Über den Autor

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Saskia

Noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von alldem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ...

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