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Bitte ausfüllen! Formalitäten VOR der Geburt

formalitäten vor der geburt
Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Das Babyzimmer ist eingerichtet, Windeln, Klamotten und Kinderwagen sind besorgt und die Geburtstasche ist gepackt. Fehlt noch etwas? Ein kurzer Blick auf die To-Do-Liste (ganz wichtig!) bringt Licht ins Dunkel. Da steht fett und zweimal unterstrichen: BÜROKRATIE! Es ist unangenehm und anstrengend, aber es nützt nichts, Leute! Ihr müsst zum Amt. Sowohl vor als auch nach der Geburt. Fangen wir mit den Formalitäten vor der Geburt an.


Formalitäten vor der Geburt:

Elternzeit beantragen

Wenn ihr Elternzeit nehmen wollt, müsst ihr das allerspätestens sieben Wochen vor dem geplanten Beginn bei eurem Arbeitgeber schriftlich einreichen. Haltet alles sorgfältig schriftlich fest, damit später keine Missverständnisse zwischen euch und eurem Chef entstehen. Für das Schreiben solltet ihr euch folgende Fragen stellen:

  • Wie wollt ihr die 24 Monate Elternzeit gestalten?
  • Wie viele Stunden wollt ihr arbeiten und wann?
  • Wie soll es nach der Elternzeit weitergehen, denn das müsst ihr spätestens 8 Wochen vor Ablauf mit eurem Vorgesetzten besprechen
  • Wollt ihr eure Elternzeit am Stück nehmen?

Vaterschaftsanerkennung

Wenn euer Nachwuchs im Anmarsch ist, ihr aber nicht verheiratet seid, dann sollte der Papa schon während der Schwangerschaft die Vaterschaft mit Zustimmung der Mama anerkennen lassen. Denn nur dann ist er der Vater des Kindes nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch. Die Anerkennung der Vaterschaft kann beim Standesamt, Jugendamt, Amtsgericht oder beim Notar erfolgen. Ihr benötigt dafür eine Abstammungs- oder seine Geburtsurkunde oder eine beglaubigte Abschrift aus dem Familienbuch. Wenn ihr beide zur Zustimmung anwesend seid, müsst ihr auch beide euren Personalausweis oder euren Reisepass vorlegen. Gott sei Dank ist diese bürokratische Prozedur beim Jugend- und Standesamt gebührenfrei.

Gemeinsames Sorgerecht

Noch eine Barriere für Unverheiratete und damit weitere Formalitäten vor der Geburt: Auch wenn ihr das Baby gemeinsam großziehen wollt, wenn ihr keine Ringe getauscht habt, solltet ihr das gemeinsame Sorgerecht beantragen und eine so genannte Sorgeerklärung abgeben – das ist eine Art Urkunde, die z.B. vom Jugendamt oder von einem Notar beglaubigt werden muss. Bei unverheirateten Paaren macht diese Sorgeerklärung vor allem dann Sinn, wenn die Mutter die elterliche Sorge nicht allein tragen möchte. Das Sorgerecht würde sonst automatisch auf sie übergehen.

Anmeldung zur Geburt

Anmeldung muss sein! Ob die Geburt nun in der Klinik, im Geburtshaus oder in den eigenen 4 Wänden stattfinden soll – ihr müsst rechtzeitig in der betreffenden Einrichtung oder bei der Hebamme eures Vertrauens Bescheid sagen. Wenn ihr euch für eine Geburt im Krankenhaus entschieden habt, dann solltet ihr euch spätestens in der 33.-36. Schwangerschaftswoche, also wirklich kurz vor der Niederkunft, dort anmelden. Solltet ihr eine Hausgeburt vorziehen, solltet ihr eure Hebamme um einiges früher kontaktieren, damit vorher geklärt werden kann, ob für euch eine Geburt zuhause überhaupt in Frage kommt. Und auch dem Geburtshaus müsst ihr früher Bescheid geben – 3 Monate vorher mindestens. So habt ihr dann auch noch ausreichend Zeit, die Hebammen kennenzulernen und euch mit der Geburtsstätte vertraut zu machen. So etwas lindert mitunter auch die Aufregung. Übrigens: In den meisten Kliniken könnt ihr inzwischen auch Begehungen machen und euch den Kreißsaal ansehen. Einige Krankenhäuser bieten sogar Informationsabende an.

Freut euch auf noch mehr Bürokratie im 2. Teil, denn nach der Geburt geht es mit den Anmeldungen weiter!

Titelbild: ©RTimages – Fotolia.com

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