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Bitte ausfüllen! Formalitäten NACH der Geburt

Formalitäten nach der Geburt
Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Wenn ihr euer Baby das erste Mal in den Armen haltet, vergesst ihr vermutlich erst einmal die Welt um euch herum. Doch die dreht sich einfach weiter. Und während ihr noch Herzchen in den Augen habt, warten die fleißigen Standes- und Einwohnermeldebeamten auf euch. Nach der Geburt reißt die Flut der Anmeldungen und Anträge nämlich nicht ab. Und manchmal geht es um bares Geld, das ihr gut gebrauchen könnt. Um welche Formalitäten nach der Geburt geht es?


Formalitäten nach der Geburt

Anmeldung des Babys beim Standesamt

– Eine Woche nach der Geburt

Hier kommt eine gute Nachricht, denn kurz nach der Geburt denkt man ja an alles, nur nicht an die leidige Bürokratie: Einige Kliniken nehmen euch die Anmeldung eures Kindes beim Standesamt ab. Für die Anmeldung, ganz gleich ob ihr sie nun selber vornehmt oder das das Krankenhaus übernimmt, benötigt ihr folgende Dokumente:

  • Die ärztliche Bescheinigung oder die Bescheinigung der Hebamme (bei Hausgeburt oder Geburt im Geburtshaus) über die Geburt
  • Ein gültiger Personalausweis oder Reisepass der Mutter und ggf. des Vaters
  • Wenn ihr verheiratet seid: das Familienbuch bzw. eine beglaubigte Abschrift des Familienbuches (Heiratsurkunde)
  • Wenn ihr ledig seid: Abstammungs- bzw. Geburtsurkunde der Mutter und ggf. des Vaters, ggf. Nachweis über eine bereits abgegebene Vaterschaftsanerkennung und Sorgeerklärungen sowie Abstammungs- bzw. Geburtsurkunde des Vaters.

Nach der Anmeldung bekommt ihr dann mehrere beglaubigte Geburtsurkunden ausgehändigt, die ihr gut aufbewahren solltet.

Anmeldung beim Einwohnermeldeamt

– Möglichst schnell

Man sollte meinen, dass es mit der Anmeldung beim Standesamt getan wäre und dass auf diese Weise schon alle Formalitäten nach der Geburt erledigt sind. Weit gefehlt! Das Einwohnermeldeamt beispielsweise wird nicht immer vom Standesamt über die Ankunft eures Babys informiert. Nun gut. So könnt ihr bei eurem Besuch auch gleich ein paar andere Dinge erledigen. Vergesst z.B. nicht euer Kind in eure Steuerkarte eintragen zu lassen. Dadurch erhöht sich bei Berufstätigen das Nettogehalt. Außerdem könnt ihr euch für spätere Reisen auch gleich einen Kinderausweis ausstellen lassen. Dieser Tage braucht ihr natürlich auch dafür ein biometrisches Passbild mit den Maßen 45 x 35 mm.

Kinder- und Elterngeld beantragen

– Möglichst rechtzeitig

Das Kindergeld wird rückwirkend nur für ein halbes Jahr gezahlt, deshalb solltet ihr euch mit dem Antrag beeilen. Diesen stellt ihr bei der Familienkasse oder beim Arbeitsamt. Dort erfahrt ihr auch wie viel ihr bekommt, wie sich das Kindergeld für jedes weitere Baby staffelt und erhaltet zudem noch weitere wichtige Informationen. Das Formular für den Antrag könnt ihr hier downloaden. Für den Antrag auf das Elterngeld müsst ihr noch mehr Gas geben, denn dieses wird rückwirkend nur drei Monate gezahlt. Unter diesem Link findet ihr eine Liste der zuständigen Elterngeldstellen, an die ihr euch, je nach dem in welchem Bundesland ihr lebt, wenden könnt.

Angabe des Familiennamens

– Ein Monat nach der Geburt

Soll euer Kind den Nachnamen der Mutter oder den des Vaters tragen? Darüber solltet ihr euch Gedanken machen, wenn ihr das gemeinsame Sorgerecht, aber verschiedene Familiennamen habt. Einen Monat nach der Geburt solltet ihr den gewünschten Namen beim Standesamt eintragen lassen. Wenn nur einer von euch das Sorgerecht hat, erhält euer Baby den Familiennamen des Sorgerechtsinhabers. Mit der Einwilligung beider Elternteile kann euer Kind aber natürlich auch den Namen des anderen Partners bekommen.

Anmeldung bei der Krankenversicherung

– Zwei Monate nach der Geburt

Formalitäten nach der Geburt fallen natürlich auch im Gesundheitsbereich an. Trotzdem könnt ihr kurz erleichtert durchatmen: Von der Sekunde an, in der euer Baby seinen ersten Schrei getan hat, ist es automatisch krankenversichert. Wenn ihr eine Familienversicherung bei einer gesetzlichen Krankenkasse abgeschlossen habt, wird euer Neugeborenes kostenlos mit aufgenommen. Sollte einer von euch privatversichert sein, während der andere gesetzlich versichert ist, funktioniert dies jedoch nicht, wenn der Privatversicherte das höhere Einkommen hat. In diesem Fall muss die private Versicherung das Kind aufnehmen – ohne Risikoprüfung, aber gegen einen eigenen Beitrag. Es reicht, wenn Ihr Euer Kind innerhalb von zwei Monaten nach der Geburt bei der Versicherung anmelden, d.h. eine Geburtsurkunde schicken. Informiert euch aber in jedem Fall noch einmal bei eurer jeweiligen Krankenkasse.

Zudem lohnt es sich im Angebot eurer Krankenkasse noch einmal genau nach Bonusprogrammen für junge Familien und Familienzuwachs zu suchen. So gibt es beispielsweise für Kunden von BIG direkt gesund den 200 €-Babybonus, wenn die ersten vier Untersuchungen fürs Baby nachgewiesen werden können.

Auch wenn ihr euch nach Geburt wirklich etwas Besseres vorstellen könnt als von Amt zu Amt zu rennen – es lohnt sich. Damit ihr euch danach gemeinsam über euren kleinen Schatz freuen könnt, ohne dabei die ganze Zeit über fehlende Anträge oder das liebe, verflixte Geld nachdenken zu müssen.

Hier geht es zu den notwendigen Formalitäten vor der Geburt.

Titelbild: ©sinuswelle – Fotolia.com

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