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Bio-Baby: So wachsen eure Kinder gesünder und nachhaltiger auf

Bio fürs Baby
Saskia
Geschrieben von Saskia

7 einfache Tipps!

Der Klimawandel ist in vollem Gange und immer mehr Menschen leiden durch schädliche Umwelteinflüsse an Allergien und Asthma. Deshalb ist es höchste Zeit, dass wir uns mehr Gedanken darüber machen, welche Auswirkungen unsere Lebensweise auf die Umwelt und auf unsere Gesundheit hat. Bio-Baby klingt für euch immer noch zu sehr nach Öko und Hippie-Kommune? Wir wollen euch heute einige Tipps an die Hand geben, wie ihr mit Baby oder Kleinkind ganz einfach gesünder und nachhaltiger leben könnt! 


Bevor ihr jetzt befürchtet, dass wir euch eine Liste an umständlichen, zeitintensiven und teuren Tipps und Bio-Baby-Produkten präsentieren – keine Angst! Das Familienleben ist bereits stressig und kostenintensiv genug. Es gibt dennoch genug Möglichkeiten, mit Baby oder Kleinkind bereits durch kleine Veränderungen umweltbewusster, nachhaltiger und gesünder zu leben.

1. Öko-Windeln

Statt gewöhnlicher Windeln könnt ihr auf Stoff- oder Öko-Windeln zurückgreifen. Da Stoffwindeln allerdings sehr viel zusätzliche Energie, Zeit und Kosten für die Reinigung erfordern, sind Öko-Windeln die nachhaltigste und einfachste Alternative. Diese sind biologisch abbaubar und enthalten keine Duftstoffe und chemische Zusätze. Das ist auch besser für sehr sensible Baby- und Kleinkindhaut.

2. Schnuller und Beißringe aus Naturkautschuk

Schnuller und Beißringe aus Silikon waren lange beliebt und wurden massig gekauft. Wesentlich umweltfreundlicher sind farbstoff- und schadstofffreie Schnuller und Beißringe aus Naturkautschuk, die ihr in Apotheken und Drogerien bekommt.

3. Bio-Baby- und Kinderkleidung

Die Zeiten, in denen Öko-Kleidung farblos und nach Kartoffelsack aussah, sind längst vorbei. Es gibt immer mehr bezahlbare Labels, die schöne und individuelle Kinder- oder auch Schwangerschaftskleidung anbieten, die nachhaltig und fair produziert wurde. Utopia empfiehlt diese fünf Kinderkleider-Marken. Schaut euch zudem auf Baby- und Kinderflohmärkten und in Second-Hand-Läden um und tauscht unter Freunden und Verwandten.

4. Verzicht auf Shampoo und Co.

Jede Hebamme und jeder erfahrene Kinder- und Hautarzt wird euch dazu raten, so lange wie möglich die sensible Baby- und Kleinkindhaut ohne jegliche Zusätze zu waschen und zu baden. Bei sehr trockener Babyhaut könnt ihr zum Beispiel einige Tropfen Mandelöl mit ins Badewasser geben. Hat euer Kind starke Hautprobleme, werdet ihr wahrscheinlich auf medizinische Produkte zurückgreifen müssen. Sobald ihr Duschgel, Shampoo und Cremes für euer Kind kauft, achtet auf Bio-Produkte und verzichtet auf zu stark parfümierte oder seifenhaltige Produkte, die nicht nur der Umwelt, sondern auch der Kinderhaut schaden. Lest hier, wie und wann ihr euer Baby zum ersten Mal baden könnt. Die passende Sonnencreme für Kinder findet ihr hier.

5. Selbstgemachte Feuchttücher

Habt ihr euch erst an die Vorzüge von Feuchttüchern gewöhnt, ist es schwierig, sich diese wieder abzugewöhnen. Schließlich ist es so einfach, die Verpackung zu öffnen, das Tuch zu benutzen und danach gleich entsorgen zu können. Doch mal abgesehen von den Massen an Feuchttüchern, die tagtäglich im Müll landen (oder sogar in der Toilette, wo sie nicht hineingehören und große Probleme verursachen), sind diese oft aus Kunststofffasern, sie beinhalten Zusätze, die nicht nur schwer abbaubar, sondern auch Allergien und Hautreizungen auslösen können und sie kosten Geld. Stattdessen könnt ihr Feuchttücher auch selbst machen, indem ihr zum Beispiel ein ausgedientes Baumwoll-T-Shirt in ca. 15 x 15 cm große Waschläppchen schneidet.

Für unterwegs tränkt ihr die Tücher kurz in abgekochtes Wasser, in das ihr bei Bedarf noch etwas Oliven- oder Kokos-Öl gebt. Drückt sie aus und bewahrt sie anschließend in einem Einmachglas für unterwegs auf. Für zuhause genügt es, wenn ihr eine Schüssel mit lauwarmem Wasser neben den Wickeltisch stellt und das Tuch direkt eintunkt, benutzt und dann bei 95 Grad wascht. Zugegeben, diese Varianten benötigen ein wenig mehr Wille, Übung und Routine. Einen Versuch sind sie allerdings wert, oder?

6. Babynahrung selbst machen

Wenn ihr mit der Beikosteinführung beginnt, verzichtet wenn möglich auf Fertigbrei aus Gläschen und Co. Für euch und größere Kinder wird eh gekocht. Die Kleinsten essen zudem winzige Portionen. Ihr habt also sowieso immer die Möglichkeit ohne zusätzlichen Aufwand einen Teil eures Essens für eure Zwerge zu Brei oder kleineren Stücken zu verarbeiten. So spart ihr Zeit, Geld, Verpackungen und euer Kind bekommt statt Fertignahrung frische und wesentlich geschmackvollere Mahlzeiten aufgetischt. Übrigens könnt ihr eure Kinder mit der richtigen Ernährung auch vor Allergien, Asthma und Hautkrankheiten schützen. 🙂

Hier findet ihr leckere und einfache Babybrei-Rezepte und die wichtigsten Infos zu Baby-led Weaning. Generell ist es natürlich am gesündesten und nachhaltigsten, auf Bio-Produkte zurückzugreifen. Klappt es mal nicht mit dem Selbstkochen, bieten die meisten Babybrei-Hersteller fertige Bio-Produkte an. Ihr gehört auch zu den Quetschie-Süchtigen? Dann lest hier, wieso die kleinen Frucht- und Gemüse-Tütchen nicht zu empfehlen sind.

7. Holz- statt Kunststoffspielzeug

Je älter der Nachwuchs wird, umso schwieriger ist es, ihren eigenen Wünschen zu widerstehen. Natürlich sollen sie sich auch mal an Spielzeugen erfreuen, das nicht aus Holz ist. Ihr könnt aber die Massen und gerade in jungen Jahren auch die Materialien im Blick behalten. Bittet ruhig auch Verwandte und Freunde, mit euch abzusprechen, ob weiteres Spielzeug benötigt wird, tauscht Spielzeuge untereinander, schaut auf Flohmärkten, verkauft oder verschenkt Spielzeug, das eure Kinder nicht mehr benötigen und investiert lieber in wenige aber hochwertige Spielzeuge wie zum Beispiel DIY-Holzbausteine und tut damit der Umwelt sowie der Gesundheit eurer Kinder einen Gefallen. Dies gilt übrigens auch für Filz- und Buntstifte und weitere Mal- und Bastelutensilien.

Titelbild: © stopabox

Über den Autor

Saskia

Saskia

Ganz egal, ob wir selbst Eltern sind oder nicht - Kinder sind das Wertvollste, das uns das Leben bescheren kann. Und genau so möchte ich und sollten wir alle sie behandeln. Als gutes Vorbild vorangehen, ihnen Liebe und Aufmerksamkeit schenken und genug Raum zur freien Entfaltung geben. Das klingt nach einem schwierigen Unterfangen? Keine Sorge! Alle Einzelheiten klären wir schließlich auf ma-gazin.de! :)

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