Gesund

Bereit für Brei – Tipps und Infos zum Abstillen

Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Stillen ist die natürlichste Art der Babyernährung, die es gibt. Aber irgendwann ist der Zeitpunkt  gekommen, an dem euer Baby mehr als nur Milch will. Und für euch selbst bedeutet das dann auch wieder ein Stückchen mehr Freiheit. Wann es los geht, ist ganz unterschiedlich. Wie ihr an dieses sensible Thema herangeht und es auch eurem Baby so leicht wie möglich macht, haben wir für euch zusammengefasst.

Manche Mütter beginnen mit dem Entwöhnen bereits ab dem vierten Monat, andere stillen deutlich länger, auch über ein Jahr hinaus. Das ist nicht ungewöhnlich. Die meisten entscheiden sich ab dem sechsten oder siebten Monat die erste Beikost hinzu zu füttern, weil Milch allein ab diesem Zeitpunkt nicht mehr ausreicht, um die Nährstoffzufuhr vollständig zu gewährleisten.Wann jedoch der richtige Augenblick da ist, müsst ihr ganz für euch entscheiden. Ihr solltet euch dabei aber nicht an einem bestimmten Alter festhalten, sondern ebenfalls auf die Bedürfnisse eures Babys achten. Wichtig ist auch, noch ein paar Tage mit dem Abstillen zu warten, wenn euer Baby z.B. gerade geimpft wurde oder zahnt. Krankheiten und Hitze bedeuten ebenso Stress für euer Kleines. Wenn ihr euch entscheidet abzustillen, ist am allerwichtigsten, dass ihr euch mit diesem Prozess Zeit lasst und nicht beeilt. Denn durch das Stillen habt ihr und euer Baby eine enge Bindung aufgebaut und für euer Baby steht dies nicht nur für das Gefüttert-Werden, sondern auch für Nähe und Geborgenheit. Das Abstillen bedeutet also eine große Umstellung für euer Baby und sollte deswegen nicht abrupt passieren.

Langsam umgewöhnen

Von heute auf morgen eine komplette Mahlzeit zu ersetzen funktioniert natürlich nicht. Euer Baby muss sich erst einmal an den Brei gewöhnen. Zu Anfang solltet ihr also ein paar Löffelchen anbieten, bevor es sich danach mit Milch satttrinken kann. Dann könnt ihr die Menge allmählich steigern, bis euer Liebling von der Brei-Mahlzeit satt wird. So könnt ihr nach und nach die Stillzeit verkürzen. Ein möglicher Plan wäre, dass ihr zunächst die Stillmahlzeit am Nachmittag durch Brei ersetzt – zu dieser Uhrzeit trinkt euer Baby normalerweise am wenigsten, dadurch ist die Wahrscheinlichkeit eines Milchstaus geringer. Spannt eure Brust dennoch, pumpt einfach ein bisschen Milch ab oder streicht sie unter der warmen Dusche aus, aber nur so viel, dass der Druck nachlässt. Auch die Brust kühlen hilft ungemein, da hierdurch der Milchfluss gehemmt wird. Auf diese Weise gewöhnt sich euer Körper daran, dass er zukünftig deutlich weniger Milch produzieren muss. Wenn euer Baby sich an die erste ersetzte Mahlzeit gewöhnt hat, könnt ihr euch langsam an die nächste wagen. Ein Abstand von 3-4 Wochen ist hierbei optimal

Kein Brei-Esser?

Aber nicht jedes Baby lässt sich für Brei begeistert, manche finden erst später den Geschmack am Essen. Dann könnt Ihr gegen Ende des ersten Lebensjahres nach und nach babygerechtes Fingerfood wie Obst, gekochtes Gemüse oder auch Nudeln und Reiswaffeln anbieten. Je mehr verschiedene Nahrungsmittel euer Baby bekommt, desto weniger Muttermilch braucht es. Allerdings benötigt euer Knirps bis zum Ende seines ersten Lebensjahres mindestens 2-3 Milchmahlzeiten täglich (400 – 500 ml). Wenn Ihr also ganz abstillen und auch nicht mehr abpumpen solltet, dann ist es sehr wichtig, dass ihr eine gute Ersatzmilch zu trinken gebt. Ihr solltet hierbei vor allem darauf achten, dass 1er- und Folgemilch aufgrund ihrer Reichhaltigkeit und Kohlenhydrate (Folgemilch enthält teilweise auch Hafer) frühestens ab dem 6. Monat gefüttert werden sollten. Pre-Nahrung reicht aber im ersten Lebensjahr völlig aus, wenn Ihr Beikost füttert.

Falls ihr aber das Gefühl habt, dass euer Baby aus einem guten Grund nicht auf das Stillen verzichten möchte, und ihr auch die Möglichkeit habt nachzugeben, dann solltet ihr das tun. Probiert es einfach in ein paar Wochen oder Monaten nochmal und früher oder später klappt es.

Titelbild: ©Viktorija – Fotolia.com

Über den Autor

Redaktion ma-gazin

Redaktion ma-gazin

Hinterlasse ein Kommentar