Ausflug & Reise featured Gesundheit

Badeotitis: Otitis externa durchs Schwimmen

Otitis externa
Saskia
Geschrieben von Saskia

Leichtes Spiel für Bakterien und Pilze!

Ohrenentzündungen bei Kindern sind keine Lappalie und kommen sehr häufig vor. Während die Mittelohrentzündung in den kalten Monaten Hochsaison hat, erkranken Kinder und Erwachsene im Sommer eher an der Otitis externa. Bei uns erfahrt ihr, wie ihr der sogenannten Badeotitis vorbeugen könnt und wie diese behandelt wird.


Die Sommerferien stehen ganz im Zeichen des Badeurlaubs. Dann sind akute Entzündungen des äußeren Gehörgangs bei Kindern keine Seltenheit. Durch das Chlorwasser in Frei- und Hallenbädern kann die Fettschicht im Ohr, die das Ohrinnere eigentlich schützen soll, angegriffen werden. Erreger dringen schneller in den Gehörgang ein und sorgen dort für eine Entzündung der Innenhaut. Die Otitis externa kann aber ebenfalls durch das ausgiebige Schwimmen und Tauchen in Seen und Meeren und natürlich auch bei Erwachsenen auftreten. Je länger sich eure Kinder und ihr euch im Wasser aufhaltet, desto länger herrscht in euren Ohren ein feuchtwarmes Milieu und desto größer ist die Gefahr, dass sich der Gehörgang durch Bakterien, Viren und Pilze, die über das Wasser hineingespült werden, entzündet.

Weitere Gründe, die eine Otitis externa auslösen können:

  • Allergien
  • unsachgemäßer Gebrauch von Wattestäbchen
  • Fremdkörper im Ohr
  • Kinderkrankheiten wie zum Beispiel Mumps

Bereits nach wenigen Stunden können folgende Symptome auf eine Otitis externa hindeuten:

  • Schmerzen
  • Druckgefühl
  • Ausfluss und Juckreiz
  • Anschwellen des Gehörgangs
  • Hörverminderung

Zwar verläuft die Badeotitis beziehungsweise eine äußere Entzündung des Gehörgangs meist harmloser als eine Mittelohrentzündung, klingen die Symptome allerdings nicht schnell von allein wieder ab, solltet ihr einen Arzt aufsuchen. Ansonsten riskiert ihr, dass ihr die Otitis externa verschleppt und es doch noch zu einer Mittelohrentzündung bei euren Kindern oder euch selbst kommt. Gerade bei Babys und Kleinkindern ist es für Eltern nicht einfach, die Beschwerden rechtzeitig zu erkennen. Fasst sich euer Kind zum Beispiel häufiger ans Ohr und ist unruhig oder weinerlich, können dies bereits Hinweise auf einen Ohrinfekt sein.

Wie wird die Badeotitis behandelt?

Nachdem der Arzt das Ohr untersucht hat, wird anschließend der Gehörgang gereinigt und je nach Erreger eine örtliche Behandlung mit Antimykotika (wirkt gegen Pilze) oder Antibiotika (wirkt gegen Bakterien) durchgeführt.

So könnt ihr der Otitis externa vorbeugen:

  • schüttelt nach dem Schwimmen/Tauchen das Wasser aus den Ohren
  • haltet den Kopf eures Babys über Wasser
  • ältere Kinder könnt ihr bitten, nicht zu lange im Wasser zu bleiben und während der Pause das Wasser regelmäßig aus den Ohren zu schütteln
  • nutzt Schwimm-Ohrstöpsel oder eingefettete Watte, um das Ohrinnere trocken zu halten

Vorsicht: Bei eingefetteter Watte besteht die Gefahr, dass diese zu tief in den Gehörgang rutscht und ihr sie am Ende nicht mehr herausbekommt. Bohrt sich euer Kind gerne mal im Ohr herum, greift besser auf spezielle Schwimm-Ohrstöpsel zurück. 😉

Lest hier, wie ihr eure Kinder vor dem Ertrinken schützt!

Titelbild: © Halfpoint

Über den Autor

Saskia

Saskia

Ganz egal, ob wir selbst Eltern sind oder nicht - Kinder sind das Wertvollste, das uns das Leben bescheren kann. Und genau so möchte ich und sollten wir alle sie behandeln. Als gutes Vorbild vorangehen, ihnen Liebe und Aufmerksamkeit schenken und genug Raum zur freien Entfaltung geben. Das klingt nach einem schwierigen Unterfangen? Keine Sorge! Alle Einzelheiten klären wir schließlich auf ma-gazin.de! :)

Hinterlasse ein Kommentar