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Babybrei im Test: Nur 7 von 20 Fertigbreien sind “gut“

Babybrei Test
Helena
Geschrieben von Helena

Nitrat und Furan in allen Produkten enthalten!

Mit rund fünf Monaten werden die Mahlzeiten eures Babys endlich abwechslungsreicher, denn dann ist es alt genug für die erste Beikost! Neben Muttermilch oder Milchpulver stehen dann unter anderem Fertigbreie aus dem Gläschen auf Babys Essensplan. Und damit ihr wisst, welche Babybreie ihr eurem Nachwuchs bedenkenlos auftischen könnt und auf welche ihr lieber verzichten solltet, hat Stiftung Warentest 20 Babybreie – auch Babymenüs genannt – unter anderem von Alete, Hipp, Alnatura, Rossmann und dm geprüft.


Wenn es schnell gehen muss oder ihr unterwegs seid, ist Babybrei aus dem Gläschen die perfekte Beikost-Mahlzeit für euer Kind. Vorausgesetzt, er ist frei von Schadstoffen und Keimen, nährstoffreich und enthält das, was die Etiketten versprechen (Deklaration). Stiftung Warentest hat 15 fleischhaltige und fünf vegetarische Babybreie beziehungsweise Babymenüs nach eben diesen und weiteren Kriterien untersucht. Hier findet ihr übrigens allgemeine Tipps zum Thema Beikost, Beikosteinführung, und nahrhafte Babybrei– sowie Baby-led-Weaning-Rezepte.

Was bemängelte Stiftung Warentest an den Babybreien?

Nährstoffgehalt – zu wenig Eisen

Der Nährstoffgehalt wirkte sich zu 50 Prozent auf die Gesamtnote aus. Pro Kalorie sollten in den Fertigbreien besonders viele Nährstoffe wie zum Beispiel ungesättigte Fettsäuren aus Pflanzenöl enthalten sein. Großes Manko: Insgesamt enthielten 13 der 20 Produkte zu wenig Eisen, der gerade in Breien mit Fleisch enthalten ist. Rindfleisch enthält beispielsweise viel Eisen. Insgesamt schnitten vier Fleisch-Breie mit “gut“ ab. Allerdings enthalten vegetarische Breie durch Linsen oder Amaranth sogar mehr Eisen als die fleischhaltigen Produkte. Leider ist pflanzliches Eisen nicht so gut verwertbar wie tierisches. Wichtig ist daher, dass ihr in die vegetarischen Breie etwas Obstpüree oder Orangensaft zumischt, da Vitamin C dafür sorgt, dass pflanzliches Eisen vom Körper besser aufgenommen wird.

Zu viel Nitrat – auch in Bio-Fertigbreien

Der Schadstoff- (Pestizide, Nitrat, Weichmacher und Schwermetalle) und Keimgehalt in Fertigbreien aus dem Gläschen machten 25 Prozent des Gesamturteils aus. Die gute Nachricht: In keinem Produkt wurden Pestizide, Weichmacher und Schwermetalle gefunden. Zudem waren alle 20 Produkte keimfrei. Allerdings konnte Stiftung Warentest in allen Fertigbreien den Schadstoff Nitrat nachweisen – wenn auch nur in geringen Mengen. Ist zu viel Nitrat in einem Lebensmittel enthalten, kann sich dies negativ auf die Sauerstoffversorgung des Blutes auswirken. Wirklich enttäuschend war, dass gerade der Babybrei „Kürbis mit Süßkartoffel und Huhn“ der Bio-Marke Alnatura den höchsten Nitrat-Wert enthielt und damit bei der Schadstoff-Note nur ein “ausreichend“ und als Gesamtnote ein “befriedigend” (3,3) bekam. Außerdem konnten in allen Fertigbrei-Produkten geringe Spuren des Schadstoffes Furan festgestellt werden, der im Verdacht steht, krebserregend zu sein. Um einen Teil des Furans zu beseitigen, empfehlen die Stiftung-Warentest-Experten, den Brei im offenen Gläschen im Wasserbad zu erwärmen und diesen immer wieder umzurühren.

Diese Babybreie bewertete Stiftung Warentest mit „gut“

  • Babybrei “Fenchel-Pastinake mit Couscous & Huhn” von dm Bio (2,2)
  • Babybrei “Vegetarisches Menü Couscous-Gemüse-Pfanne” von Hipp (2,2)

Ebenfalls mit „gut“ bewertet wurden diese zwei Babymenüs

  • “Vegetarisches Menü Linsengemüse mit Couscous” von Alnatura (2,3)
  • “Rahmkartoffeln mit Karotten und Hühnchen“ von Bebivita (2,3)

Die folgenden drei Babybrei-Produkte wurden von Stiftung Warentest am schlechtesten bewertet

  • Bio Karotten, Kartoffeln mit Rindfleisch von Milasan (3,4)
  • Babydream Kürbis mit Reis und Huhn von Rossmann (3,4)
  • Babydream Buntes Gartengemüse mit Nudeln von Rossmann (3,5)

Den kompletten Testbericht könnt ihr bei Stiftung Warentest für 2,50 Euro downloaden.

Titelbild: © Анастасия Смейлова

Über den Autor

Helena

Helena

Ganz egal, ob wir selbst Eltern sind oder nicht - Kinder sind das Wertvollste, das uns das Leben bescheren kann. Und genau so möchte ich und sollten wir alle sie behandeln. Als gutes Vorbild vorangehen, ihnen Liebe und Aufmerksamkeit schenken und genug Raum zur freien Entfaltung geben. Das klingt nach einem schwierigen Unterfangen? Keine Sorge! Alle Einzelheiten klären wir schließlich auf ma-gazin.de! :)

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