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„Baby-led Weaning“ – Beikost ohne Brei und Löffel

Fran
Geschrieben von Fran

Frans Tochter ist reif für die Beikost.

Wenn euer Baby sich nicht mehr mit der Muttermilch zufrieden gibt, könnt ihr auf Brei umsteigen oder ihr versucht es gleich mit „richtiger“ Beikost, wie Möhren, Kartoffeln und Co. Fran’s Tochter Olivia ist nun ein halbes Jahr alt, somit reif für ihre erste Beikost und der öde Brei kommt hier gar nicht erst auf den Tisch, denn Fran möchte mit dem neuen Trend „Baby-led Weaning“ ihre Kinder dazu ermutigen, eigenständig zu essen. 


 

Olivia ist inzwischen ein halbes Jahr alt. Seit einigen Wochen hat sie klar gemacht: „Ich bin reif für die Beikost!“
Da ich mindestens sechs Monate ausschließlich stillen wollte (wie von der WHO empfohlen), haben wir sie hingehalten. Aber ab jetzt gibt es kein Zurück mehr.

Olivia_Beikost

Oftmals werde ich gefragt, ob die Kleine denn schon Brei bekommt, oder wie ihr Brei X oder Y schmecken würde. Wenn ich dann erkläre, dass sie noch keinen bekommt, ernte ich dann irritierte Blicke.

Als Alice in dem Alter war, versuchten wir es mit Brei. Ohne Erfolg. Über Wochen hinweg verweigerte sich unser Kind. Wir brachen die Beikosteinführung enttäuscht ab und als sie endlich richtiges Interesse an Essen zeigte, wurde sie einfach in ihren Hochstuhl gesetzt und bekam zu essen, was auch wir aßen. Und siehe da: Sie hatte richtig Freude daran. Die Selbstbestimmtheit darüber, was in ihrem Bauch landete, und was besser auf dem Boden, verwandelte sie zu einem richtig guten Esser.

Deshalb haben wir für Olivia beschlossen, dieses Mal von vornherein auf Brei zu verzichten und das Kind einfach machen zu lassen.

Der Vorteil des BLW ist, neben der Tatsache, dass man sich nicht mit dem Zubereiten von Brei herumschlagen muss, dass das Baby zuerst die Kaubewegung übt.
Erst, wenn es kauen kann, wird es das Essen auch schlucken. Breikinder erlernen zuerst das Schlucken, haben deshalb manchmal Probleme mit dem Verschlucken, wenn auf richtige, feste Nahrung umgestellt wird.

Olivia

Diese beiden Tatsachen machten uns die Entscheidung noch einen Ticken einfacher.
Als erstes ‚Fingerfood‘ gab es somit gegarte Karottensticks, Kohlrabi, Wassermelone, Bananen oder auch Zwieback.
Ich freue mich jetzt schon darauf, wenn Olivia in einigen Wochen den Pinzettengriff drauf haben wird, und wir ihr dann wirklich alles auftischen können. (Abgesehen von für Babys verbotenen Lebensmitteln, natürlich!)

Anm.d.Red.: Ihr wollt euch noch intensiver über neuen Trend „Baby-led Weaning“ (BLW) informieren? Dann empfehlen wir euch diesen Ratgeber.

Über den Autor

Fran

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"Ein Kind zu bekommen, ist eine grosse Entscheidung, denn man entscheidet sich dafür, sein Herz für alle Zeit außerhalb seines Körpers zu tragen." Dieses Zitat ist so wahr, dass es fast schon weh tut. Ich habe durch meine Töchter gelernt, wie unfassbar das Leben durch ein Kinder bereichert wird und liebe jeden Tag mit ihnen. All die Anstrengungen, der Stress, einfach alles, ist es wert. Denn wenn sie mich nur einmal anlächeln, wird mir meine Mühe tausendfach zurückgezahlt.

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