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Allergien: Wenn Pollen schon die Kleinsten ärgern

Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Nicht nur Erwachsene haben oft eine Allergie, auch eure Kinder können genauso tränende und juckende Augen bekommen oder eine laufende Nase, wenn im Frühling und Sommer die Pollen herumfliegen. Über sechs Prozent aller Kinder im ersten Schuljahr haben bereits Heuschnupfen und 3,6 Prozent auch schon Asthma. Im Jugendalter leidet schon jedes zehnte Kind unter den Pollen. Aber auch die Kleinsten können Allergien entwickeln. Wir sagen euch, wie ihr diese erkennt und was dagegen hilft.


Pollenallergie

Als allererstes ist festzuhalten, dass eine Allergie eine Abwehrreaktion des Immunsystems ist. Es reagiert auf eine Substanz, die im Körper Histamine und andere chemische Stoffe freisetzt – das sogenannte Allergen. Meistens schwellen dadurch die Schleimhäute an, in Mund, Nase, den Bronchien, aber auch Magen-Darm-Trakt. Folgen sind Atemprobleme, juckende Nase und Augen, in schweren Fällen auch Halsschmerzen, Durchfall und juckender Ausschlag.

Die Anlage zu Allergien ist in den meisten Fällen vererbt, allerdings kann hierbei jedes Familienmitglied auf eine andere Substanz allergisch sein. Das Allergierisiko für die ersten Jahre wird allerdings gesenkt, wenn ihr euer Baby in den ersten sechs Lebensmonaten ausschließlich stillt.

Hat mein Baby Allergien?

Besonders bei kleinen Babys ist es nicht leicht, Allergien zu erkennen. Zum Beispiel ist es schwer zu unterscheiden, ob ein Baby schwer Luft bekommt, weil es vielleicht eine Erkältung hat oder ob es sich um eine Pollenallergie handelt. Am besten ist, ihr führt in solchen Fällen eine Art Tagebuch über die Symptome und geht zum Arzt, wenn euer Kleines auch nach Abklingen einer Erkältung immer noch Atemprobleme hat. Wichtig ist, eine Pollenallergie frühzeitig zu erkennen und zu behandeln, denn unbehandelter Heuschnupfen führt in knapp der Hälfte aller Fälle zu einem sogenannten „Etagenwechsel“, was bedeutet, dass sich aus der Allergie ein allergisches Asthma entwickelt. Die schnellste und einfachste Art Aufschluss über den Gesundheitszustand eures Babys oder Kleinkindes zu bekommen, ist ein Prick-Test. Mit diesem lässt sich nicht nur feststellen, ob es sich um eine Allergie handelt, sondern auch um welche genau.

Abhilfe schaffen

Um die Reaktionen zu lindern, werden Medikamente mit antiallergischen Wirkstoffen verschrieben. Bei kleinen Kindern besonders in Form von Nasenspray, Augentropfen und Saft. Tabletten sind eher für ältere Kids und Erwachsene geeignet. Falls bereits die Schleimhäute entzündet sind, helfen besonders kortisonähnliche Substanzen.

Aber wichtig ist auch, dass ihr, wenn ihr wisst, dass eure Kleines allergisch reagiert, nicht nur die richtigen Medikamente dagegen gebt, sondern auch die Verursacher des Problems beseitigt. Ihr solltet beispielsweise an windigen Tagen und auch zur Pollenflugphase die Fenster geschlossen halten und in dieser Phase auch häufig Staubwischen und -saugen, damit sie die fiesen Pollen gar nicht erst in euren vier Wänden breit machen können und große Flächen am besten nass abwischen. Beachtet, dass auf dem Land der Pollenflug morgens am stärksten ist, in der Stadt dagegen zwischen Mittag und Abend. Besonders an Haut, Haaren und Kleidung bleiben die Pollen am meisten hängen, deswegen ist es wichtig, dass die Kleidung eurer Kids nicht in deren Zimmer ausgezogen und gelagert wird. Außerdem verhindern abendliches Duschen und Haarewaschen, dass die Pollen nachts aus den Haaren fallen und eingeatmet werden.

Unterwegs solltet ihr auch darauf achten, dass ihr die normale Lüftung (also Luft von draußen) nicht eingeschaltet oder aber einen starken Pollenfilter eingebaut habt. Auf diese Weise könnt ihr zwar nicht allen Pollen entgehen, aber ihr verschafft euren Kindern eine Erleichterung in der schweren Zeit.

Titelbild: © Sunny studio – Fotolia.com

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