Kleinkind Schulkind

6 Kinderbücher für mehr Akzeptanz und Diversität

Diversität
Saskia
Geschrieben von Saskia

Von Pinguinen, Großstadt-Kitas und Räuberfamilien

Das Leben ist vielfältig, aufregend und manchmal auch ziemlich unfair. Doch wie sensibilisiert man Kinder für Themen wie Patchworkfamilien, Homosexualität, Multikulturalität oder Behinderungen auf natürliche Art und Weise? Mit diesen sechs Kinderbüchern. Sie zeigen, dass Menschen, Tiere und das Leben an sich in keine Schublade passen. Und das ist auch gut so!


6 Kinderbücher für mehr Akzeptanz und Diversität

1. Zwei Papas für Tango

Ab 4 Jahren

Diversität

© Thiemann Esslinger Verlag

Erinnert ihr euch an die zwei unzertrennlichen Pinguin-Männchen Roy und Silo, die gemeinsam im New Yorker Zoo ein Nest für ein Pinguin-Baby gebaut haben? Das Kinderbuch zwei Papas für Tango greift diese hinreißende Geschichte noch mal auf. Von den Pflegern, die zuerst ziemlich verwundert sind, bis dann doch ein kleines Wunder geschieht, das Groß und Klein zeigt, dass auch im Tierreich Homosexualität etwas vollkommen Natürliches ist und dass Familie keinesfalls immer Vater-Mutter-Kind bedeutet.

2. Nelly und die Berlinchen: Rettung auf dem Spielplatz

Ab 2 Jahren

Diversität

© Hawandel Verlag

Die Berlinchen sind drei Freundinnen, die in einen Berliner Großstadtkindergarten gehen und gemeinsam große Abenteuer erleben. Nelly ist ein afrodeutsches Mädchen, Hannah wird von ihrer Mama allein erzogen und Amina kommt aus einer muslimischen Familie. Statt Themen wie Religion, unterschiedliche Familienkonstellationen oder Hautfarben hervorzuheben, geht es in der Diversity-Kinderbuchreihe vielmehr darum, den Alltag in seiner ganzen Vielfalt darzustellen, ohne zu diskriminieren oder Vorurteile zu schüren.

3. Gips oder Wie ich an einem einzigen Tag die Welt reparierte

Ab 10 Jahren

Diversität

© Carlsen Verlag

Fitz und ihre kleine Schwester Bente haben auf dem Weg zu ihrem Vater einen Fahrradunfall. Beide müssen ins Krankenhaus. Da Fitz wegen des Gipses im Krankenhaus bleiben muss, kommt sie ins Grübeln. Vielleicht könnte ein Gips auch die Ehe ihrer Eltern retten? Und dann begegnet sie auch noch Adam und verliebt sich – ziemliches Glück im Unglück!

4. Jule hat zwei Mamas

Ab 6 Jahren

Diversität

© MDK Mediaprint

Jule ist neun Jahre alt, lebt mit ihren Eltern in Olpe, geht in die dritte Klasse und ist ein Pflegekind. Obwohl sie ein ganz normales Mädchen ist, das gerne schwimmen geht und Reibekuchen isst, ist bei ihr doch etwas anders: Sie hat zwei Mütter. Eine leibliche und eine Pflegemama. Und genau aus diesem Grund muss sie häufiger über ihre Situation nachdenken und auch ihrer besten Freundin Rede und Antwort stehen. Wieso lebt sie in einer Pflegefamilie und nicht mehr bei ihrer leiblichen Mutter? Weshalb dufte plötzlich das Jugendamt mitentscheiden? Das Buch soll Pflegekindern und Pflegeeltern dabei unterstützen, Fragen zu stellen und Antworten zu geben, ohne dabei zu verletzen oder verletzt zu werden. Kurzum: Ein überaus feinfühliges Buch, das Pflegekindern und -eltern dabei behilflich ist, ihre Familienkonstellation besser zu verstehen, anstatt diese zu verdrängen oder zu verschweigen.

5. Wann gehen die wieder?

Ab 5 Jahren

Diversität

© Bloomsbury Verlag

Mit den Eltern ist es ja so eine Sache! Hin und wieder erwischt man welche, die so richtig schwer erziehbar sind. Dann wird sich gestritten und im schlimmsten Fall sogar getrennt. Doch so richtig dicke kommt es dann, wenn Mama und Papa neue Partner kennenlernen, die ebenfalls Kinder haben. Bonusfamilien eben, die man so gar nicht gebrauchen kann. In der Räuberfamilie ist genau das der Fall. Und ständig werden die Räuberkinder mal zu Mama und dann wieder zu Papa geschickt. Das Fass zum Überlaufen bringt der Räuberpapa, nachdem er seinen Räuberkindern seine blond gelockte neue Freundin UND Prinzessin und mit ihr ihre unerträglichen Prinzessinnenkinder vorstellt. Ab jetzt zählt nur noch eins: Alles muss wieder so werden wie früher! Aber war es früher wirklich so viel besser? Ein unverzichtbares Kinderbuch, das das Thema Patchworkfamilie ehrlich aber humorvoll durchleuchtet.

6. Vorstadtkrokodile: Eine Geschichte vom Aufpassen

Ab 10 Jahren

Diversität

© omnibus Verlag

„Betreten verboten!“ steht am Geheimquartier der „Krokodiler“. Zu gerne würde Kurt, der im Rollstuhl sitzt, zur Bande von Olaf und seinen Freunden gehören. Leider müsste er dafür eine riskante Mutprobe bestehen und Fahrradfahren können. Zum Glück hat Kurt ein Fernglas, macht damit eine interessante Beobachtung und zeigt, dass er genauso mutig und tapfer sein kann, wie die anderen. Nur dass das bei ihm eben ein wenig anders abläuft. Eine Geschichte, die euren Kids Themen wie Mut, Vertrauen und Freundschaft nahebringt.

Weiterer Lesetipp: So könnt ihr Kindern den Tod erklären.

Titelbild: © Mladen

Über den Autor

Saskia

Saskia

Noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von alldem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ...

Hinterlasse ein Kommentar