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5 Tipps für Urban Gardening mit Kindern

Urban Gardening
Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Balkon, Terrasse oder Innenhof?

Wer in der Stadt wohnt und sein eigenes Obst oder Gemüse anbauen möchte, muss keinen Schrebergarten kaufen. Urban Gardening macht es möglich, auf dem Balkon, der Terrasse oder im Innenhof zu gärtnern und dabei engsten Raum auszunutzen. Kinder können beim Urban Gardening viel lernen und ihre Kreativität entfalten. Sie sehen, wie etwas wächst, und freuen sich, wenn sie selbst gezogenes Gemüse oder Obst ernten und genießen können. Die nachfolgenden fünf Tipps helfen, Kinder an das Gärtnern heranzuführen und ihre Verantwortung im Umgang mit der Natur zu schulen.


1. Alte Verpackungen als Pflanzgefäße

Auf Balkon oder Terrasse ist der Platz knapp bemessen. Umso mehr kommt es darauf an, ihn auszunutzen. Alte Verpackungen wie Eierkartons, Gemüsekisten, Tetra-Packs oder Blechdosen kosten nichts und müssen nicht auf dem Müll landen. Die Kreativität von Kindern wird gefördert und die Umwelt geschont.

Aus Euro-Paletten lassen sich vertikale Blumengärten für Balkon oder Terrasse anlegen. Eierkartons oder Joghurtbecher eignen sich gut für die Anzucht von Jungpflanzen. Tetra-Packs, von denen der Schraubverschluss abgenommen wurde, können umgedreht, mit Erde gefüllt und als Pflanzgefäße für Kräuter oder Salat verwendet werden. Eng aneinandergestellt spart das viel Platz. Blechdosen dienen als Blumenampeln, wenn sie an einer Schnur aufgehängt werden.

2. Kindgerechte Gartengeräte verwenden

Das Gärtnern macht Kindern mit kindgerechten Gartengeräten erst richtig Spaß. Gartengeräte für Kinder sind so gestaltet, dass sie in Kinderhände passen und von Kindern leicht gehandhabt werden können. Auch verschiedene Harken, Grubber und Pflanzkellen, die für Balkonkästen ausgelegt sind, eignen sich für Kinder.

3. Bienenfreundliche Blumen für Balkon und Terrasse

Kinder mögen es bunt und lieben Blumen. Umso wichtiger ist es, dass die Blumen für Balkon und Terrasse nicht giftig sind. Verschiedene Blühpflanzen begeistern mit Farbenpracht, sind ungiftig und locken viele Insekten wie Bienen, Hummeln oder Schmetterlinge an. Kinder haben ihre Freude, wenn sie diese Insekten beobachten können, und lernen gleichzeitig, wie nützlich sie für die Bestäubung von Pflanzen sind. Als Pflanzen eignen sich beispielsweise Sonnenblumen in Pflanzkübeln, Ringelblumen, Flockenblumen, Wicken oder Kresse. Verschiedene Blüten, z. B. von Kresse, sind zudem nicht nur schön anzusehen, sondern auch eine Bereicherung für Salate.

4. Naschgarten auf engem Raum

Kinder können in einem Naschgarten sehen, wie die Früchte wachsen, und werden gleichzeitig mit gesundem Obst oder Gemüse versorgt. Auch auf engem Raum kann Obst und Gemüse angebaut werden, doch kommt es auf den richtigen Standort an. Zwergobst wie Kirschen oder Pflaumen kann in Kübel gepflanzt werden. Stachelbeeren oder Johannisbeeren sind winterhart, stellen kaum Ansprüche und sind als Säulenobst für den Balkon erhältlich. Auch Gemüse wird als Snack angeboten und ist für den Balkon geeignet. Tomaten, Snackgurken oder Paprika können erst nach den Eisheiligen ins Freie und sollten vor Regen geschützt werden. Bis in den Herbst hinein liefern sie leckeres Gemüse. Kinder lernen ganz nebenbei, wann die verschiedenen Obst- und Gemüsesorten geerntet werden können.

5. Ohne Fleiß kein Preis

Beim Urban Gardening können Kinder nicht nur die Pflanzen beobachten, sondern sie lernen, Verantwortung für die Natur zu übernehmen. Nur dann, wenn regelmäßig Unkraut gejätet, der Boden aufgelockert und die Pflanzen bewässert werden, kann sie überleben und Erträge bringen. Kinder können diese Arbeiten bereits frühzeitig übernehmen und daran Spaß haben. Sie können auch lernen, welche Ansprüche die Pflanzen an die Bewässerung stellen und dass zu häufige Bewässerung mehr schadet als nützt.

Hier findet ihr weitere Tipps zum Thema Gärtnern mit Kindern.

Titelbild: © bubutu

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