Eltern Schulkind

5 Survival-Tipps für den Elternabend

Elternabend
Saskia
Geschrieben von Saskia

Sachlich, souverän und lösungsorientiert

Für viele Eltern gehört der Elternabend zu den anstrengendsten Pflichtveranstaltungen, die das Elternsein so mit sich bringt. Hingehen solltet ihr trotzdem! Denn so unwichtig er manchmal auch scheint, zeigt ihr damit Interesse am Alltag eurer Kinder, könnt den Lehrern auf den Zahn fühlen und nehmt positiven Einfluss auf das Miteinander zwischen euch Eltern und euren Kindern. Vorausgesetzt, ihr bleibt immer sachlich, fair und versucht euch auf die wesentlichen Themen zu fokussieren. Damit euer nächster Elternabend nicht (mehr) aus dem Ruder läuft, haben wir die wichtigsten Survival-Tipps für euch.


Ihr müsst ja nicht gleich für den Elternrat oder andere “Posten”kandidieren, die ein hohes Maß an Elternarbeit erfordern. Ihr könnt euch trotzdem aktiv in den Schulalltag eurer Kinder einbringen. Wichtig ist, dass, beide Elternteile an diesem Abend anwesend sind oder dass ihr abwechselnd daran teilnehmt. Ansonsten staut sich unnötiger Frust auf, der sich dann auch negativ auf den Elternabend und damit auch auf den Alltag eurer Kinder auswirken kann.

5 Survival-Tipps für den Elternabend

1. Vorbereitung auf den Elternabend

Nicht nur Klassenlehrer, sondern auch ihr Eltern solltet euch vor dem Elternabend Gedanken darüber machen, welche Fragen ihr klären wollt. Gerade bei emotionalen Themen wie Mobbing oder Problemen mit den Lehrern solltet ihr euch vorher ein Ziel setzen. Notiert euch dazu die wichtigsten Fragen und Punkte und geht diese kurz vorher noch mal durch.

2. Prioritäten setzen

Fragt euch ebenfalls vor dem Termin, welche Themen – auch gerne Tagesordnungspunkte genannt – für euch beziehungsweise euer Kind am wichtigsten sind. Sprecht ihr zu viel an, riskiert ihr, dass eure Anliegen nur angerissen und kein Problem gelöst wird. Ganz zu schweigen vom Frust, der sich dadurch ebenfalls schnell aufstaut. Themen, die nicht alle betreffen, können besser entweder mit dem Lehrer einzeln besprochen werden oder – wenn es um Konflikte unter den Kindern geht und sie diese nicht selbst lösen können – mit den anderen Eltern direkt.

3. Zeit mit bestimmen

Wie es der Name schon verrät, finden Elternabende abends und meist zwischen 19 und 20 Uhr statt. Zum einen ist es wichtig, dass ihr den Beginn mitbestimmen könnt. Nicht jeder Elternteil hat die Möglichkeit, um 19 Uhr Feierabend machen zu können. Versucht also, eine Uhrzeit zu finden, die es allen ermöglicht, teilzunehmen. Falls sich eure Elternabende laufend über mehrere Stunden hinziehen, versucht diese gemeinsam neu zu strukturieren. Einigt euch am besten auf eine bis anderthalb Stunden. So verhindert ihr, euch in Kleinigkeiten zu verstricken und Gespräche verlaufen gezielter und konstruktiver.

3. Sachlich und souverän

Ihr habt es mit unerträglichen Besserwissereltern zu tun? Der/die Lehrer/in nimmt keinen eurer Vorschläge an? Ein bestimmter Schüler hört nicht auf, andere Kinder zu mobben? Die Emotionen in solchen Situationen immer in Schach zu halten, ist nicht einfach. Allerdings bringt es euch leider auch nichts, wütend auf andere Eltern oder Lehrer zu sein. Versucht, ruhig und sachlich eure Anliegen vorzutragen und vermeidet provozierende und beleidigende Aussagen. Das wirkt kompetent und souverän. Ihr habt etwas nicht verstanden beziehungsweise könnt die Meinung einer anderen Person nicht nachvollziehen? Dann könnt ihr freundlich darum bitten, einen Sachverhalt noch mal zu erläutern. Wichtig ist dabei, dass ihr immer nur von euch sprecht und nicht für andere Partei ergreift. Selbst dann, wenn die Mehrheit eure Meinung teilt. Um zu zeigen, dass andere euch zustimmen, ist beispielsweise eine Abstimmung sinnvoller.

4. Interesse zeigen und zuhören

Am Elternabend teilzunehmen, genügt leider nicht, um sich aktiv am Schulleben eurer Kinder zu beteiligen. Zeigt anderen Eltern und dem/der Klassenlehrer/in, dass ihr wirkliches Interesse an den Themen und der Meinung der anderen habt. Selbst dann, wenn sie euch nicht gefallen. Hört euch andere Ansichten an, fallt anderen nicht ins Wort und hinterfragt nicht nur die Meinungen der anderen, sondern versucht auch, eure eigene Sichtweise zu reflektieren. Nur so könnt ihr sinnvolle Lösungen finden.

5. Smalltalk

Klar geht’s auf einem Elternabend in erster Linie nicht darum, euren Freundeskreis zu erweitern. Bedenkt ihr aber, dass ihr mit den meisten Eltern sowie den Klassenlehrern über mehrere Jahre gut auskommen “müsst”, ist es speziell in den ersten Schuljahren wichtig, einen freundlichen und vielleicht sogar herzlichen Umgang miteinander zu pflegen. Auch wenn ihr zu Beginn noch unsicher seid – traut euch, wenn ihr den Klassenraum betretet, mit den bereits Anwesenden einen kleinen Smalltalk zu halten. Das lockert die gerade zu Beginn angespannte Stimmung auf und zeigt, dass ihr Lust habt, euch auszutauschen. Und eben dieser Austausch steht am Elternabend nun mal im Vordergrund. Wenn daraus dann doch mal die ein oder andere neue Freundschaft entsteht? Umso besser! 🙂

Elternabend in der Kita: Vorstellungsrunden sind schon was tolles, oder?! 😀

Video: YouTube

Titelbild: © Photographee.eu

Über den Autor

Saskia

Saskia

Noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von all dem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ...

1 Kommentar

Hinterlasse ein Kommentar