Familie Gesundheit

5 Corona-Infos für Eltern: Kinder haben andere Corona-Symptome als Erwachsene

Corona-Infos für Eltern
Helena
Geschrieben von Helena

Mit laufender Nase in die Kita?

Die Zahl der Corona-Infizierten steigt wieder und uns bleibt nichts anderes übrig, als die Vorsichtsmaßnahmen wieder zu verschärfen. Wir wollen euch daher noch mal mit den wichtigsten Corona-Infos versorgen, auf die ihr als Eltern angewiesen seid und klären fünf wichtige Fragen, die ihr euch als Familie derzeit vermutlich stellt. 


Die folgenden Corona-Infos und Tipps für Eltern beziehen sich auf den derzeitigen Wissensstand, der sich, wie wir alle wissen, schnell wieder ändern kann. Informiert euch also regelmäßig, um immer mit den wichtigsten Infos und Tipps versorgt zu sein. Vorsicht und Rücksichtnahme sind derzeit das A und O, Panik und Widerstand helfen uns dagegen allen nicht.

Fünf Corona-Infos für Eltern

1. Welche Corona-Symptome haben Kinder?

Laut der COVID-Symptom-Studie, die am 7. September 2020 im British Medical Journal veröffentlicht wurde, können sich die Corona-Symptome bei Kindern von den Symptomen Erwachsener stärker unterscheiden als bisher vermutet.

Bislang galten folgende Corona-Symptome für Erwachsene und Kinder:

  • Fieber über 38 Grad Celsius
  • trockener Husten und ein
  • Verlust des Geschmacks- beziehungsweise Geruchsinns

Laut der COVID Symptom Study müssen folgende Corona-Symptome bei Kindern ergänzt werden:

Häufige Covid-Symptome bei Kindern:

  • Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Durchfall
  • Bauchschmerzen
  • Erbrechen
  • Halsschmerzen
  • Hautausschlag

Fieber gilt weiterhin als Symptom. Nur in seltenen Fällen zeigen Kinder bei einer Covid-19-Erkrankung die folgenden Symptome: (trockener) Husten und Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns.

Experten betonen, dass Eltern bei den genannten Symptomen nicht gleich eine Corona-Infektion befürchten müssen, die Ruhe zu bewahren und den Kinderarzt telefonisch zu benachrichtigen. Denn Fakt ist, dass auch andere Erkrankungen möglich sind. Falls ihr euren Kinderarzt mal nicht erreicht, könnt ihr auch beispielsweise das BIG-Gesundheitstelefon kontaktieren!

2. Darf ein Kind mit laufender Nase in die Kita?

Generell kann auch eine laufende Nase ein erstes Anzeichen für eine Corona-Infektion sein. Wichtig ist, dass ihr Ruhe bewahrt und euch bei eurer Kita erkundigt, welche Maßnahmen dann erforderlich sind, um zu vermeiden, dass eure Kinder andere Kinder, Betreuer*innen usw. anstecken. Die Maßnahmen können sich je nach Bundesland unterscheiden. Das NRW-Familienministerium rät beispielsweise, dass ein Kind mit laufender Nase 24 Stunden zu Hause bleiben sollte. „Wenn keine weiteren Symptome wie Husten, Fieber etc. hinzukommen, kann das Kind wieder in der Kita betreut werden.“

3. Können Kinder auch telefonisch krankgemeldet werden?

Bislang besteht bis zum 31. Dezember 2020 die Möglichkeit, dass sich Erwachsene mit leichten Erkältungssymptomen auch per Telefon krankschreiben lassen können. Bei schweren Symptomen sollte das weitere Vorgehen natürlich mit dem Arzt abgesprochen werden. Die Regelung der telefonischen Krankschreibung gilt auch für Kinder und daher auch für ärztliche Bescheinigungen zum Bezug von Kinderkrankengeld.

4. Sollte man Kinder in der Corona-Pandemie gegen Grippe impfen lassen?

Bei dieser Frage gehen die Expertenmeinungen leider auseinander. Grundlegend raten gerade während der Corona-Pandemie Ärzte und Politiker Eltern dazu, ihre Kinder gegen Grippe impfen zu lassen:

„Wir wissen, dass Kinder den Influenza-Virus maßgeblich übertragen, so der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Pädriatische Infektiologie (DGPI) Johannes Hübner.“ Jedes Jahr müssten im Winter an Grippe erkrankte Kinder in Kliniken versorgt werden, teils mit Sauerstoff. Deshalb gebe es, abgesehen von den Risiken für die Gesundheit der Kinder in Zeiten von Corona eine gesellschaftliche Verpflichtung zum Schutz anderer.

Problematisch kann die Situation allerdings dann werden, wenn der Impfstoff nicht für alle beziehungsweise gerade für Risikogruppen wie chronisch Kranke nicht mehr reicht.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) und die Ständige Impfkommission (STIKO) empfehlen auch in Corona-Zeiten die Grippe-Impfung nur Menschen ab 60 Jahren oder chronisch kranken Patientinnen und Patienten. Das bedeutet, dass Kinder mit Vorerkrankungen gegen Influenza geimpft werden sollten. Derzeit wird allerdings auch betont, dass Bundesländer dafür sorgen, mehr Impfstoff als sonst zur Verfügung stellen zu können.

Ihr seid bei BIG direkt gesund versichert? Dann informiert euch hier zur Grippeschutz-Impfung und hier findet ihr die aktuellen Corona-Infos der BIG!

5. Können Kinder das Corona-Virus häufiger übertragen als bislang gedacht?

Auch hier zeigt eine Infektionsketten-Analyse, die am 30. September 2020 im Fachblatt Science veröffentlicht wurde: Ja, Kinder können andere Personen häufiger als bislang gedacht mit dem Corona-Virus infizieren. Allerdings geben Kinder das Virus vor allem an Gleichaltrige weiter. Laut Analyse infizierte sich rund jedes vierte Kind zwischen einem und vier Jahren, sofern es Kontakt zu einem anderen an Covid-19 erkrankten Kind hatte. Bei Kindern im Alter von fünf bis 17 Jahren steckte sich rund jedes fünfte Kind an:

„Kinder sind sehr effiziente Überträger, was sich in früheren Studien nicht so gezeigt hat“, so der Studienautor Ramanan Laxminarayan der Princeton University.

Erwachsene infizieren sich durch Kinder dagegen seltener, hier lag der Wert zwischen fünf und acht Prozent. Das höchste Risiko einer Ansteckung besteht dann, wenn die Personen in einem gemeinsamen Haushalt leben.

Natürlich stellt ihr euch als Eltern immer wieder die Frage, wie ihr eure Kinder während der Corona-Pandemie unterstützen könnt. Der Stresspegel ist höher als sonst und dennoch ist es wichtig, dass ihr für euren Nachwuchs ein offenes Ohr, Geduld und Verständnis habt. Wir hoffen, dass wir euch mit den folgenden Beiträgen ein wenig unterstützen können:

  1. Wiedereingewöhnung in Kita und Schule in Corona-Zeiten
  2. So gehen eure Kinder gestärkt aus der Corona-Krise hervor!
  3. Trauern in Corona-Zeiten: Virtuelle Unterstützung für Kinder und Jugendliche
  4. Fantasiefreunde bei Kindern in Corona-Zeiten

Ihr habt weitere Fragen? Dann schickt uns gerne einen Kommentar.

Titelbild: © Pixel-Shot

Über den Autor

Helena

Helena

Ganz egal, ob wir selbst Eltern sind oder nicht - Kinder sind das Wertvollste, das uns das Leben bescheren kann. Und genau so möchte ich und sollten wir alle sie behandeln. Als gutes Vorbild vorangehen, ihnen Liebe und Aufmerksamkeit schenken und genug Raum zur freien Entfaltung geben. Das klingt nach einem schwierigen Unterfangen? Keine Sorge! Alle Einzelheiten klären wir schließlich auf ma-gazin.de! :)

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