Baby Gesundheit

12 Tipps für gesunde Milchzähne

gesunde Milchzähne
Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

So bleiben Milchzähne gesund!

Viele Menschen glauben, Zahnpflege sei erst bei den dauerhaften Zähnen wichtig. Doch bei Milchzähnen wird die richtige Pflege eingeübt und der Grundstein für gesunde Beißer sowie gesundes Zahnfleisch im Erwachsenenalter gelegt. Was ist zu beachten?


Hier die wichtigsten Tipps:

  • Nicht jede Mama kann stillen, aber sofern es ohne Beschwerden möglich ist, ist es für euer Baby die beste und gesündeste Ernährung. Sobald ihr zufüttert, solltet ihr euch aber an feste Zeiten halten. Kurz vor dem Einschlafen oder sogar nachts zu stillen, ist für die Zähne eures Kindes eher schädlich.
  • Legt eurem Kind keine Plastikflasche zum Nuckeln ins Bett. Es würde sich schnell an diese praktische Selbstbedienung gewöhnen, aber ihr legt damit den Grundstein für Fettleibigkeit und Zahnschäden.
  • Bietet eurem Kleinen keine Fruchtsäfte zum Durstlöschen an. Sie brauchen diese zusätzliche Vitaminzufuhr nicht. Meist enthalten Säfte Zucker, der für Babyzähne schädlich ist. Gebt eurem Kind nur Wasser oder ungesüßten Tee.
  • Nuckelflaschen zur Beruhigung zu geben ist eine schädliche, aber verbreitete Angewohnheit. Von Liebe und Zuwendung profitiert euer Baby aber viel mehr. Hat es noch ein ausgeprägtes Saugbedürfnis, probiert es mit einem medizinischen Schnuller. Sind die ersten Zähnchen da, gewöhnt ihm den Schnuller ab. Sie beeinflussen die Zahnstellung und können zu Kieferverformungen führen. Mit zwei Jahren sollte euer Baby keinen Schnuller mehr brauchen.
  • Kann euer Baby schon sitzen? Dann lasst es an den Familienmahlzeiten teilnehmen und nur noch aus der Tasse trinken. Gebt ihm möglichst Wasser, dann braucht ihr euch beim Kleckern nicht über Flecken ärgern. Trinklerntassen sind gar nicht unbedingt nötig, auch wenn es für euch bequemer ist. Kinder haben den Ehrgeiz, es den Erwachsenen gleichzutun und möchten schnellstmöglich aus einem „richtigen“ Becher trinken.
  • An Süßigkeiten unterwegs solltet ihr euren Sprössling gar nicht erst gewöhnen. Es ist zwar manchmal stressig, dem Quengeln standzuhalten, doch langfristig profitiert ihr beide davon. Apfelspalten und Gemüse sind ideale Knabbereien zwischendurch und schädigen nicht die Zähne.
  • Auch Milchzähne brauchen Pflege. Eine weiche Zahnbürste und milde Zahncremes (ein kleiner Klecks reicht bereits) sind richtig. Nach dem Frühstück und Abendbrot gilt wie immer die goldene Regel: Wartet eine halbe Stunde, bis ihr die Zähnchen putzt. Durch Säure und Co. benötigt der Zahnschmelz diese Zeitspanne, sich wieder zu neutralisieren. Ansonsten riskiert ihr, dass ihr ihn durch die fehlende Schutzschicht wegputzt (Abrasion). Was ihr bei der Milchzahnpflege genau beachten müsst, erfahrt ihr hier.
  • Seid eurem Kind ein gutes Vorbild und pflegt eure eigenen Zähne gut. Kinder schauen sich alles bei den Erwachsenen ab. Nehmt es mit zum Zahnarzt, so baut sich Angst gar nicht erst auf.  Ab dem 2. Geburtstag solltet ihr für euer Kind auch regelmäßige Zahnarzttermine einplanen. Natürlich könnt ihr aber auch schon vorher gehen, sofern es Probleme (wie zum Beispiel Schmerzen, schiefe Zähne, oder ähnliches) gibt.
  • Zeigt dem Zahnarzt und dem Praxisteam die gesunden Milchzähne eures Kindes, das ist ein tolles Erfolgserlebnis und bestärkt es, so weiterzumachen wie bisher.
  • Schaut euch die Zähne eures Kindes regelmäßig an. Dafür schiebt ihr die Oberlippe einfach leicht nach oben. Sichtbare Zahnbeläge bitte entfernen.
  • Jodiertes und fluorhaltiges Speisesalz sollte in eurem Haushalt nun Standard sein. Falls ihr Nahrung mit Mineralwasser zubereitet, achtet auf den Fluorgehalt. Auch eine Überdosis Fluor kann Zahnschäden erzeugen.
  • Xylit-Kaugummis schützen vor der Übertragung von Karieskeimen, zum Beispiel beim Küssen und Schmusen.

Titelbild: © Brebca

Über den Autor

Redaktion ma-gazin

Redaktion ma-gazin

3 Kommentare

  • Pew…..man kann es aber auch übertreiben! Wenn man den Umgang mit Zucker /Säften und der Baby Flasche „natürlich“ hält, muss man nicht auf alles verzichten! Kinder wachsen mit all diesen Dingen in unserer Welt auf. Es so sehr vom Kind fern zu halten hätte nur zu Folge, dass sie es niemals vernünftig zu dosieren lernen! Ja Obst und Gemüse sind wichtig und in rauen Mengen wäre auch Saft nicht sonderlich gesund! Aber es ist okay wenn es in Maßen und Alters entsprechend angeboten wird! Meine Bitte:“ nicht alles so übertreiben und den normalen Umgang vermitteln“ Danke und Herzliche Grüsse Simone

  • Statt der auf Dauer recht teuren Xylit-Kaugummis hilft auch eine Xylitspülung.
    Einen halben Teelöffel Xylit Zucker einfach 2 Minuten im Mund bewegen und dann ausspucken, danach eine halbe Stunde nichts trinken. Xylit lässt Kariesbkterien verhungern.

Hinterlasse ein Kommentar