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Zum ersten Mal baden: Wann, wo und wie?

baby zum ersten mal baden
Saskia
Geschrieben von Saskia

Qietscheentchen, nur mit dir …

In den ersten Lebenswochen erlebt ihr mit eurem Baby viele aufregende Erlebnisse. Das erste Mal euer Kind in den Armen zu wiegen, nachdem es auf die Welt gekommen ist, ist sicherlich einer der emotionalsten Momente. Darauf geht es Schlag auf Schlag weiter: Vom ersten Füttern, über das erste Wickeln bis hin zur ersten gemeinsamen Nacht zu Hause. Und wann könnt ihr euer Baby zum ersten Mal baden?


Nach der Geburt ist die Haut eures Babys meist mit Käseschmiere und Blut bedeckt. Da sich die Körpertemperatur eines Neugeborenen erst langsam von alleine regulieren kann, wird es nicht direkt gebadet. Stattdessen reinigt die Hebamme es ganz behutsam mit feuchten Tüchern. Ist die Körpertemperatur stabil und geht es eurem Baby gut, kann es einige Stunden später zum ersten Mal gebadet werden. Die Plansch-Session erfolgt häufig durch die Hebamme und den stolzen Papa. Allerdings raten Hebammen und Ärzte häufig davon ab, das Baby so früh vollständig mit Wasser in Berührung zu bringen, da die restliche Käseschmiere eine gute Schutzschicht für die empfindliche Haut eures Kindes ist.

Das erste Vollbad empfiehlt sich eigentlich erst, nachdem der Nabelstummel abgefallen ist. Damit vermeidet ihr, dass Keime in die Wunde eindringen, die Entzündungen hervorrufen können und ihr gebt der Haut noch ein wenig mehr Zeit, robuster zu werden.

Zum ersten Mal baden

Mit unserer Checkliste sollte dem ersten Badespaß nichts mehr im Weg stehen

  1. Bei eurem ersten Bad wird euch eure Hebamme mit hilfreichen Tipps und Tricks zur Seite stehen.
  2. In den ersten Monaten reicht es vollkommen, wenn ihr euren Wurm zwei bis dreimal pro Woche oder nur dann badet, wenn die Windel übervoll war oder sich euer Kleines stark mit Milch bespuckt hat.
  3. Bereitet vorher schon mal den Wickelplatz vor und achtet darauf, dass dieser warm ist und dass es nicht zieht.
  4. In den ersten Wochen benötigt ihr noch keinen Badezusatz. Es reicht, wenn ihr euch einen Waschlappen, ein Handtuch mit Kapuze, eine Windel und eine Babybürste (sofern euer Wurm schon Haare hat) neben den Badeplatz legt.
  5. Die ideale Wassertemperatur beträgt 37 Grad. Mit einem Badethermometer seid ihr auf der sicheren Seite. Die Badezeit sollte zwischen 5 und 10 Minuten betragen.
  6. Worin ihr euer Baby baden wollt, bleibt allein euch überlassen. Je nachdem wie groß und schwer euer Kind ist, wird euch eure Hebamme zu einer bestimmten Variante raten. Generell könnt ihr das Waschbecken nutzen, eine Baby-Badewanne oder einen Badeeimer. Und selbst wenn ihr einen Ort auserwählt habt, wird euer Wurm wahrscheinlich mit entscheiden, ob es ihm dort gefällt oder nicht. Im Waschbecken ist aufgrund des Wasserhahns Vorsicht geboten. Zum einen, weil sich euer Kind daran verletzen kann und zum anderen, weil ihr sicherstellen müsst, dass ihr oder euer Kleines beim Baden nicht den Hahn betätigt. Gerade heißes Wasser kann in diesem Fall natürlich gefährlich werden.
  7. Lasst euer Kind langsam ins Wasser gleiten, haltet es fest in eurer Handbeuge und sprecht mit ihm. Je nachdem wie gut es dem Nacktfrosch gefällt, hilft es auch, ein Lied dabei zu singen oder ein paar Scherze zu machen.
  8. Achtet darauf, wie euer Baby gelaunt ist und wie wohl es sich im Wasser fühlt. Hat es zum Beispiel Bauchschmerzen, kann das warme Wasser für Entspannung sorgen und euren Schatz beruhigen. Ein abendliches Bad kann zudem dazu verhelfen, dass er müde wird und schneller einschläft. Vorausgesetzt, ihr macht nicht den lauten Clown vor ihm. 😉
  9. Beim Waschen sind vor allem alle Hautfalten, wie hinter dem Ohr, in den Kniekehlen, den Armbeugen, am Hals, zwischen den Zehen und natürlich am Genitalbereich sowie am Po wichtig. Reinigt die Stellen ganz sanft mit dem Waschlappen und macht die Haare erst zum Ende nass. So kühlt es am Kopf nicht zu schnell aus.
  10. Trocknet euren Wurm gründlich und behutsam ab und achtet auch dabei wieder besonders auf die Hautfalten, da sich dort durch Feuchtigkeit wunde Stellen und Entzündungen breit machen können. Reicht ein Handtuch nicht aus, könnt ihr auch mit einem Fön oder einer Standheizung nachhelfen. Seid dabei aber auch wieder sehr vorsichtig, da ein mit Strom betriebenes Gerät durch einen spontanen Pipistrahl schnell gefährlich werden kann. Generell darf die warme Luft natürlich auch nicht zu heiß sein. Ist die Haut eures Kindes sehr trocken, verzichtet auf die zusätzliche Wärmequelle.
  11. Zu Beginn ist es noch nicht unbedingt erforderlich, dass ihr Badewannenspielzeug parat habt. Es reicht bereits ein lustiger Waschlappen in Tierform, den ihr wie eine Handpuppe verwenden könnt. Wenn es dann irgendwann für euren Schatz zu eintönig wird, gehört die obligatorische Qietscheente oder ähnliches schwimmendes Spielzeug natürlich zum Badevergnügen dazu.

Wir wünschen euch viel Freude beim Planschen 🙂

Video: YouTube

Titelbild: © Antonio Gravante

Über den Autor

Saskia

Saskia

Knapp über 30 und noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von all dem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs dann irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ;)

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