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Die Bio-Windel von Wilogi

Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Wie kam es dazu, dass sie Bio-Windeln entwickelten und anbieten?

Nancy Richter: Die Menschen der WILOGIS Hygieneprodukte GmbH beschäftigen sich seit fast 25 Jahren mit Hygieneartikeln für Kinder und Erwachsene. Unsere beiden Hauptbereiche sind die Entwicklung und Herstellung von Babywindeln und Inkontinenzprodukten in ausschließlich hoher und höchster Qualität. Besonders etablierte Marken der WILOGIS Hygieneprodukte GmbH sind:

Die Wilogi Soft & Cosy, unsere Premium Babywindel aus  den modernsten, superzarten konventionellen Materialien.

Die Rogges Inkontinenzprodukte, unsere hochwertigen und leistungsstarken, verlässlichen  Hygieneprodukte für Erwachsene (bei Blasenschwäche und nach der Schwangerschaft).

Die Bio Babby, unsere Biowindel aus erlesenen, natürlichen Rohmaterialien – gut zur Haut und gut zur Umwelt.

Die Hautgesundheit unserer Endverbraucher steht dabei im Vordergrund. Je hochwertiger die verarbeiteten Materialien einer Windel sind, desto besser ist die empfindliche Haut versorgt. Rohmaterialien aus natürlichen Rostoffen sind atmungsaktiv und ganz besonders hautsympathisch.Vor etwa 8 Jahren stand nach langjähriger intensiver Entwicklungsarbeit die erste Windelfolie aus pflanzlichen Rohstoffen zur Verfügung. Sie war hinsichtlich ihrer Leistungsstärke mit der von herkömmlichen Hygienefolien durchaus vergleichbar und wird seither permanent weiterentwickelt. Vor 7 Jahren konnten wir endlich die ersten Biowindeln produzieren!

Welche Vorteile bietet Ihre Wilogi Bio-Windel gegenüber der “normalen” Windel?

Nancy Richter: Es gibt zwei Ansätze zu dieser Frage. Der erste ist der der Hautgesundheit und der zweite der des Umweltschutzes.

Biofolie wird aus einem Gemisch von Pflanzenstärken (Mais- und Kartoffelstärke) hergestellt, hat dadurch eine hautfreundliche Porenstruktur und ist eine wirklich atmungsaktive Folie – im Gegensatz zu den herkömmlich verwendeten PP/PE Folien, die absolut luftundurchlässig sind. Die Mikrozirkulation der Luft innerhalb der geschlossenen Windel funktioniert bei unserer Bio Babby grandios. Wärmestaus, die oft Ursache für Hautrötungen, Entzündungen, Infektionen und schlimmstenfalls Windelsoor sind, können damit erstmals verhindert werden.

Die Biofolie kann schadstofffrei entsorgt werden. Sie hinterlässt keine schädlichen Rückstände, auch dann nicht, wenn sie der Müllverbrennung zugeführt wird. Übrigens sind sowohl die Biofolie als auch die Hygienezellulose gern gesehene Rohstoffe bei Betreibern von  Müllverbrennungsanlagen.

Sie gehören zu den leicht entflammbaren Müllbestandteilen und sind hilfreich bei der Beschleunigung des Verbrennungsprozesses. Je mehr leicht entflammbare Materialien zur Verfügung stehen, desto weniger Energiezufuhr benötigt man zur Verbrennung schwer entflammbarer Müllbestandteile.

Wieso darf man Bio-Windeln nicht in der Biotonne entsorgen?

Nancy Richter: Das Entsorgen von Fäkalien über die Biotonne ist in Europa gesetzlich verboten. Also ist auch die Entsorgung der verwendeten Biowindel nicht erlaubt. Die Lobby der Müllentsorgungsunternehmen besteht darauf, dass die Biowindeln nicht über die Biotonne entsorgt werden dürfen, sondern verbrannt werden müssen . (Siehe 2. Brennwert von Windeln.)

Des Weiteren kann man bei Ihnen eigene Windeln herstellen lassen. Für wen ist dieser Service interessant?

Nancy Richter: Die Herstellung von „eigenen“ Windeln ist für Großabnehmer interessant, z. B. Handelsunternehmen, die Windeln unter ihren eigenen Markennamen verkaufen möchten.

(z. B. Rossmann = babydream, Aldi Süd = mamia, etc.). Ab einer Abnahmemenge von 20 Mio. Stück pro Jahr ist eine so genannte Private-Label-Produktion interessant.

Sie forschen auch ständig. Gibt es demnächst die perfekte Windel (ohne wunde Babypopos)?

Nancy Richter: In der Tat experimentieren wir ständig mit neuen Materialien, wobei wir das nicht als Forschung sondern als Entwicklung bezeichnen.

Von der perfekten Windel sind wir bereits heute nicht mehr weit entfernt. Die Windeln halten die Babyhaut trocken und sind für die Kinder sehr angenehm zu tragen.

Die von Ihnen angesprochenen wunden Babypopos haben ihre Ursache nicht immer bei den Windeln. Hat ein Kind eine empfindliche Haut oder neigt zu Allergien, dann sollte in einem ersten Schritt die herkömmliche Windel durch eine Biowindel ersetzt werden. In einem zweiten Schritt sollte aber auch die Ernährung des Kindes beobachtet werden. Denn die „falsche“ Ernährung ist ebenfalls eine der Hauptursachen für wunde Babypopos.

Abschließend möchten wir noch auf einen ganz besonders wichtigen Punkt hinweisen, der zwar vordergründig gegen unsere wirtschaftlichen Interessen läuft, aber gegen die Natur ist.

In Deutschland tragen die Babys mittlerweile über einen viel zu langen Zeitraum Windeln. Da die Produkte bei normaler und unempfindlicher Haut sehr angenehm zu tragen sind, werden den Kindern die natürlichen Reflexe des „Trockenwerdens“ abgewöhnt. Das ist für alle Beteiligten vordergründig angenehm, aber grundsätzlich gegen die Natur. Kinder müssen systematisch daran gewöhnt werden, dass es auch ohne Windel geht. Dieser Prozess, der sehr zeitintensiv sein kann, sollte mit spätestens 18 Monaten gestartet werden.

 

Titelbild: © annkozar – Fotolia.com

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