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Willkommen kleiner Stinker: Babys erster Stuhlgang

erster Stuhlgang
Saskia
Geschrieben von Saskia

Alles beginnt mit dem Kindspech.

Der Darm und seine Ausscheidungen sind kein beliebtes Thema. Aber keine Sorge! Spätestens wenn euer erstes Kind auf der Welt ist, werdet ihr euch daran gewöhnen müssen 😉 Dennoch wirft Babys erster Stuhlgang noch viele Fragen auf und sorgt für Unsicherheiten. Welche Konsistenz und Farbe sollte er haben, müsst ihr bei Durchfall oder Verstopfung gleich einen Arzt konsultieren und wie häufig macht ein Baby überhaupt?


Babys erster Stuhlgang

Die erste Verdauung eures Kindes trägt den Namen ‘Kindspech’ (Mekonium) aus gutem Grund, denn nachdem es in eurem Bauch massig Fruchtwasser getrunken hat, ist der erste Stuhlgang nach der Geburt grün bis schwarz und teerartig beziehungsweise klebrig. So fies er auch aussieht, er ist eher geruchlos und dauert bis zu vier Tage an.

Verdauung im ersten Lebensmonat

In den ersten vier Lebenswochen sieht der Alltag mit Baby vor allem so aus: Füttern, kuscheln, schlafen, Windel wechseln und alles wieder von vorn. Innerhalb dieser Zeit ist der Verdauungstrakt eures Kindes sehr aktiv. Das bedeutet , dass euer Schatz ein- bis fünfmal am Tag verdaut. Nach dem ersten Monat reguliert sich die Verdauung allerdings und es ist vollkommen normal, dass euer Kind dann einige Tage gar keinen Stuhlgang hat.

Muttermilch oder Ersatznahrung?

Stillt ihr euer Baby, ist der Stuhlgang eher geruchlos, breiig und gelb. Die Farbe ist zudem vom Essen der Mutter abhängig und kann nach einer großen Portion grünem Gemüse auch mal grünlich sein. Verwendet ihr Milchpulver, beziehungsweise Ersatznahrung, sollte euer Baby jeden Tag verdauen und der Stuhl ist etwas fester (teigartig), kann gelb bis grün-bräunlich sein und er riecht stärker als bei einem Baby, das ausschließlich Muttermilch bekommt.

Ab der Beikost regelmäßiger Stuhlgang

Spätestens ab der Beikost sollte euer Baby täglich Stuhlgang haben. Und mit der festen Nahrung sollte dieser auch langsam fester und dunkler werden. Ab jetzt wird er natürlich auch strenger riechen 😉

Durchfall, Verstopfung und Co.

Egal wie viele Tage euer Baby auf der Welt ist – vor einer Verdauungsstörung sind auch die Kleinsten nicht gefeit. Bei einmaligem Durchfall oder härterem Stuhl besteht kein Grund zur Panik und ihr müsst auch nicht gleich einen Arzt aufsuchen. Beobachtet einfach, wann dieser auftritt und notiert euch, was euer Kind an dem Tag zu sich genommen hat. Hat euer Baby häufiger Beschwerden oder halten diese länger als zwei Tage an, solltet ihr einen Arzt hinzuziehen.

Durchfall

Füttert ihr euren Wurm erstmal nur mit Muttermilch, ist es normal, dass der Stuhl recht flüssig ist. Habt ihr dennoch das Gefühl, dass es sich um richtigen Durchfall handelt und dieser nicht nur flüssig, sondern zum Beispiel eher schleimig und grünlich (unabhängig von eurem Essverhalten) ist, sprecht mit eurem Kinderarzt oder eurer Hebamme und versucht herauszufinden, ob euer Kleines beim Stillen auch genug Muttermilch abbekommt. Ein weiterer Grund kann schlichtweg eine noch zu unzureichende Darmtätigkeit sein, die ihr gemeinsam mit eurem Kinderarzt und (pflanzlichen) Medikamenten in den Griff bekommen werdet. Vorsicht und schnelles Handeln ist immer geboten, wenn sich der Durchfall in kurzen Abständen wiederholt und sich zudem Übelkeit, Erbrechen, Fieber und eine eingesunkene Fontanelle hinzu gesellen. Dann besteht die Gefahr einer Dehydrierung und ihr solltet dringend einen Arzt aufsuchen oder in die Notaufnahme eines Krankenhauses.

Blut im Stuhl

Auch Blut im Stuhl sorgt für (dunkle) Verfärbungen. Schuld daran kann zum Beispiel eine Milcheiweißallergie oder eine Infektion sein. Zudem sollten schleimige Ausscheidungen ebenfalls immer durch einen Arzt abgeklärt werden. Ein weiterer Grund für Blutspuren können bei Stillbabys eure entzündeten beziehungsweise überbeanspruchten Brustwarzen sein. In diesem Fall müsst ihr euch eher Gedanken um euch und euer Wohlbefinden und weniger Sorgen um euren Wurm machen.

Verstopfung

Mit Verstopfungen reagiert euer Baby meist dann, wenn es zu wenig Flüssigkeit bekommt oder wenn eine Nahrungsmittelunverträglichkeit vorliegt. Auch in diesen Fällen kann sich Blut untermischen, da ein zu harter Stuhl zu Verletzungen am Anus führen kann. Klärt die Beschwerden gemeinsam mit eurem Kinderarzt ab, um dem Übel auf die Spur zu kommen und dieses gezielt behandeln zu können.

Titelbild: © Oksana Kuzmina

Über den Autor

Saskia

Saskia

Noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von all dem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ...

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