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Wiedereinstieg – die Planung davor

Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Eines Tages ist es soweit: Euer kleiner Schatz ist alt genug, um von einer Tagesmutter oder in der Krippe, KiTa oder im Kindergarten betreut zu werden und ihr startet zurück ins Berufsleben. Aber der Wiedereinstieg ist nicht immer leicht, deshalb haben wir alles Wichtige rund um dieses wichtige Thema zusammengefasst.


Weil das Thema Wiedereinstieg so ein umfassendes Gebiet ist, haben wir uns dazu entschieden, jedem Aspekt einen eigenen Beitrag zu widmen. So bekommt ihr alle Informationen, die ihr braucht, ohne Kürzungen und ohne unübersichtliches Informationschaos.

Gute Vorbereitung ist das A und O

Heute möchten wir mit dem Thema beginnen, welches sich mit der Zeit vor dem eigentlichen Wiedereinstieg befasst, nämlich der Schwangerschaft, der Elternzeit und wie ihr diese im Voraus am besten mit eurem Arbeitgeber besprecht, damit es zu möglichst wenigen offenen Fragen oder gar Problemen kommt.

Auch euer Chef muss planen können, denn eure Pause bedeutet auch für ihn und euer Team Umstrukturierung und neue Herausforderungen, weil sie eine bestimmte Zeit lang auf eure Kompetenzen und Fähigkeiten verzichten bzw. einen guten Ersatz für euch einsetzen müssen.

Chef und Kollegen mit einbeziehen

Bereits im Vorfeld solltet ihr euch deswegen überlegen, wie lange ihr eure Auszeit plant und ab wann ihr wieder in Teil- oder Vollzeit arbeiten möchtet. Auf jeden Fall ist ein Gespräch mit eurem Chef zum Anfang des zweiten Trimesters für euch von Vorteil, denn zu diesem Zeitpunkt kann sich noch keiner so recht vorstellen, wie das Geschäft ohne euch weiter gehen soll. Ihr habt also eine bessere Verhandlungsposition, als wenn ihr beispielsweise bereits ein halbes Jahr in Babypause seid. Denn vielleicht hat euer Chef bis dahin schon gemerkt, dass der Laden auch ohne euch weiter läuft. Bittet also euren direkten Vorgesetzten um einen Termin, damit er es als allererstes von euch erfährt. Wenn die Gerüchte erst einmal durch die Kantine oder über den Flur getuschelt werden, ist es zu spät.

Das Gleiche gilt auch für eure Kollegen. Manche fühlen sich schnell übergangen, deswegen unser Tipp: sagt allen aus eurem Team (und allen weiteren, die auch davon betroffen sein werden) gleichzeitig Bescheid, dann gibt es keinen Grund zur Gram und auch der Wiedereinstieg wird euch leichter fallen. Dafür eignen sich zum Beispiel eine kleine Kaffeerunde nach einem Meeting oder ihr trommelt sie nach dem Mittagessen an einen Tisch. Ihr findet da schon eine Gelegenheit.

Weil Planung ganz groß geschrieben wird, dürft ihr nicht vergessen, euch eine To-do-Liste zu erstellen, auf der ihr alles festhaltet, was noch bis zum Antritt eurer Elternzeit erledigt werden muss. Dazu gehören nicht nur die Priorisierung eurer Aufgaben, sondern auch die Planung der Übergabe an eure Vertretung und deren Einweisung.

Welches Arbeitszeitmodell ist das richtige?

Am besten für alle Beteiligten ist es, wenn ihr die wichtigsten Facts bereits vor eurer Babypause abklärt, so ist das Thema rechtzeitig “in trockenen Tüchern” und ihr müsst euch nicht mit nervigen Fragen oder Sorgen um die zukünftige Arbeit herumschlagen, während ihr euer Baby versorgt. Pläne, die ihr rechtzeitig austüftelt, können eher in die Tat umgesetzt werden. Wenn ihr zum Beispiel bestimmte Arbeiten weiter übernehmen wollt, teilt das eurem Chef direkt mit.

Klärt alle Fragen, die ihr habt und beantwortet die Fragen eures Chefs, er wird sich bestimmt auch einige gestellt haben, was euren Wiedereinstieg betrifft. Aber bitte formuliert auch so, dass er ordentlich planen kann. Statt einem „ich will in Teilzeit arbeiten“ sind also ein „Projekte X und Y möchte ich gerne weiter in Teilzeit betreuen“ oder „gerne übernehme ich die Betreuung von meinem jetzigen Projekt in Heimarbeit“ vorteilhafter. Euer Chef wird merken, dass er durch eure Babypause nicht allein gelassen wird und kann etwas gelassener auf eure Auszeit blicken. Allerdings solltet ihr euch natürlich nicht übernehmen und realistisch einplanen, was ihr zu Hause oder auch auf Arbeit schaffen könnt. Mehr als zwei bis drei Stunden am Tag werden ohne Kinderbetreuung nicht umsetzbar sein und nur zu Stress führen.

Ein kleiner Tipp: Haltet auch während der Elternzeit Kontakt zu eurem Unternehmen, damit ihr weiterhin auf dem Laufenden bleibt und wisst, was gerade passiert. Auch das wird euch den Wiedereinstieg erleichtern. Sagt eurem Chef, dass ihr gerne von zu Hause aus einen Zugang zum Firmennetzwerk hättet oder fragt, welche Angebote und Möglichkeiten es sonst noch gibt.

In unseren nächsten Teilen zum Thema Wiedereinstieg lest ihr, wie ihr eure erste Zeit nach der Babypause erfolgreich strukturiert und welche Betreuungsmöglichkeiten sowie Arbeitszeitmodelle sich für welchen Mama-Typ eignen. Außerdem teilen wir mit euch einige Erfahrungen, die ein paar Mamas von euch gemacht haben.

Titelbild: © contrastwerkstatt – Fotolia.com

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