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Wenn das Kind nicht schlafen will – Tipps gegen Schlafmangel und Co

Geschrieben von Tamara Jungbauer

Tipps und Tricks für ein gesundes Schlafverhalten

Tamara widmet sich heute einem alltäglichen Thema, das jede Mutter und jeden Vater schnell mal um den Verstand bringen kann. Das Schlafverhalten eurer Kinder bestimmt nämlich nicht nur ihren eigenen Rhythmus, sondern natürlich auch euren. Das Bauchgefühl und individuelle Bedürfnisse spielen dabei eine größere Rolle, als euch bisher vielleicht bewusst war… 


 

Chronischer Schlafmangel ist grauenhaft. Nicht umsonst wird Schlafentzug auch als Foltermethode eingesetzt. Das Schlafverhalten ihrer Kinder ist für viele Eltern ein brennendes Thema.  Es gibt Kinder, die schlafen von Anfang an relativ gut – will heißen: ein paar Stunden am Stück. Andere wiederum rauben ihren Eltern monatelang den Schlaf. Jedes Kind bringt seine individuelle genetische Anlage mit, auch was die Häufigkeit und Intensität des Schreiverhaltens und das jeweilige Schlafbedürfnis angeht. Ob ein Baby also generell viel oder wenig schreit und wieviel Schlaf es braucht, liegt nicht in den Händen der Eltern, sondern in der Natur ihres Kindes. Dies zu verstehen, kann dabei helfen, die eigenen Erwartungen an das kindliche Verhalten entsprechend anzupassen.
Aus eigener Erfahrung und durch zahlreiche Gespräche mit anderen Eltern hat sich mir die Annahme immer wieder bestätigt: ob ein Baby ein „guter“ Schläfer ist und ob es viel oder wenig schreit, können wir – zumindest in den ersten Lebensmonaten – nicht wirklich beeinflussen. Was du aber tun kannst, ist: ihm dabei behilflich zu sein, einen festen Rhythmus zu finden, indem du dem Tag eine geordnete Struktur verleihst, beispielsweise durch

• kleine Rituale, die dem Kind vermitteln, was als Nächstes kommt.
• ein Abendritual, d.h. immer den gleichen Ablauf vor dem Schlafengehen, ein bestimmtes Lied etc.
• vermeiden einer Reizüberflutung bei den Kleinsten.

Auf diese Weise kannst du dein Baby bestmöglich dabei unterstützen, sich innerlich auf die Schlafenszeiten einzustellen. Bei etwas älteren Kindern (im zweiten Lebensjahr nimmt der Schlafbedarf langsam ab) kann es sinnvoll sein, den Tagesschlaf zu reduzieren, um nächtliches oder zu frühes morgendliches Aufwachen zu verhindern.
Wir Eltern haben die angeborene Fähigkeit, uns auf unser Kind einzulassen, seine Bedürfnisse verstehen und auf sie entsprechend eingehen zu wollen. Wenn du also dein Kind beobachtest und seine individuellen Bedürfnisse zu verstehen versuchst, dabei auf dein Bauchgefühl vertraust, wirst du intuitiv das Richtige tun. Kein Ratgeber der Welt könnte dir besser helfen, denn da alle Kinder unterschiedlich sind, kann er niemals die Bedürfnisse jedes einzelnen kleinen Wesens verstehen und ausreichend darauf eingehen. Das kannst nur du!
Folgst du deiner Intuition und reduzierst sämtliche Erwartungen, wie ein Kind zu sein hat (wieviel und wie oft es schlafen sollte, wieviel Schreien normal ist etc.), wirst du erkennen, dass du auf dem richtigen Weg bist.
Wirf sämtliche Ratgeber zum Schlafenlernen weg, hör nicht auf Leute, die nichts von den Bedürfnissen deines Kindes verstehen. Vertraue lieber auf dein Bauchgefühl. Das ist das Beste, was du für dein Kind tun kannst. 🙂

Titelbild: © JenkoAtaman – Fotolia.com

Über den Autor

Tamara Jungbauer

Ich bin Mutter zweier Söhne, lebe in Wien und habe Erziehungswissenschaften studiert. Mit meinem Erziehungsblog "www.erziehungskiste.net", biete ich neben Infos rund um das Thema Kinder und Familie auch eine kostenlose E-Mail Beratung an. Meine Beiträge beinhalten Tipps und nützliche Informationen für Eltern und andere Interessierte und ich freue mich, nun auch den ma-gazin-Lesern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

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