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Wasserscheu – Wenn Babys nicht baden wollen

Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Ist euer Baby auch wasserscheu? Dann kann das Waschen ganz schnell zu einer Tragödie werden. Warum das so ist, und wie ihr eurem Schatz das warme Nass wieder „schmackhaft“ machen könnt, lest ihr hier.

Natürlich ist jedes Kind einzigartig und hat dementsprechend auch seine eigenen Vorlieben. Viele Babys und Kleinkinder lieben es, im warmen Badewasser zu planschen, aber es gibt auch einige Sprösslinge, die diesem Vergnügen gar nichts abgewinnen können. Sie fangen an zu weinen, sobald es in die Wanne geht oder sie das Wasser sehen. Vor allem die ganz Kleinen fangen häufig an unruhig zu werden, mit den Beinchen zu strampeln und auf dem Arm der Mama herum zu zappeln, weil sie partout nicht mit dem Wasser in Berührung kommen wollen. Dann entwickelt sich das, was eigentlich zur Entspannung gedacht ist, zu einer nervenzehrenden Belastung im Alltag.

 

Warum ist mein Baby wasserscheu?

Doch woher kommt es, dass einige Babys nicht dem „Ruf der Natur“ folgen und sich im Wasser wohlfühlen? Denn eigentlich ist es das Element des Lebens, in dem sie auch die ersten neun Monate ihres Lebens vor der Geburt verbracht haben. Eingehüllt vom warmen Fruchtwasser in eurem Bauch. Da sollte es nahe liegen, dass warmes Wasser die Kleinen an eine vertraute Umgebung und ein sicheres Gefühl erinnert. Leider gibt es nicht immer einen Grund. Vielleicht war das Wasser einmal zu warm oder zu kalt, vielleicht ist es eurem Schatz einmal aus Versehen in die Augen gespritzt oder etwas anderes ist passiert, mit dem euer Kind nun negative Assoziationen mit dem Wasser aufbaut. Aber genauso kann es auch sein, dass ein Baby grundlos das Wasser meidet und ängstlich oder sogar panisch vor oder in der Wanne wird.

 

Kleine Schritte und mehr Sicherheit

Um eurem kleinen Schatz ein bisschen den Stress zu nehmen, ist der erste machbare Schritt, die Häufigkeit der Badetage zu verringern. Denn richtig schmutzig sind Babys eher selten, also ist es vollkommen in Ordnung, wenn ihr Köpfchen, Hände und Po täglich mit einem warmen Waschlappen reinigt und nur einmal die Woche die Wanne gefüllt wird.

Manchmal ist es auch so, dass sich euer Baby nicht wohlfühlt in der Wanne, weil sie ihm riesengroß und unheimlich vorkommt. In eurem Bauch war es dunkel und die Bauchwand gab sicheren Halt zu allen Seiten. Die Wasserscheu kann also auch durch kleine äußere Umstände beeinflusst sein. Ihr könnt das Licht im Badezimmer etwas herunterdrehen (oder den Raum nur mit Kerzenlicht etwas erhellen), damit eine entspanntere Atmosphäre aufkommt. Außerdem hilft es eurem Sprössling, wenn ihr selbst mit in die Wanne steigt oder ihr eine kleine Plastikwanne nehmt und diese mit Wasser füllt. Dann kommt euer Kleines sich nicht so verloren vor und kann gleichzeitig den Rand der Wanne fühlen. Das kann schon einiges ausmachen, weil es sich dadurch viel sicherer fühlt.

Will euer Baby absolut nicht in eine mit Wasser gefüllte Wanne, dann erwärmt diese doch nur kurz und helft eurem Kleinen dann vorsichtig, mit den Füßchen zuerst, hinein, sodass es aufrecht steht und sich an euch festhalten kann, und lasst dann langsam ein bisschen warmes Wasser in die Wanne. So kann euer Sprössling sich an das Wasser gewöhnen und mit seinen kleinen Füßen darin herumwaten, was auf jeden Fall die Angst mindern kann. So könnt ihr dann schrittweise langsam immer ein bisschen mehr Wasser in die Wanne lassen. Natürlich nimmt das zunächst etwas Zeit in Anspruch, aber euer Baby wird sich jedes Mal etwas sicherer und wohler fühlen. Und irgendwann wird die Wasserscheu kein Thema mehr sein.

Selbst die Ruhe bewahren

Ein weiterer Tipp, der helfen kann, ist den Kopf und das Gesicht beim Waschen in der Wanne außen vor zu lassen. Diese könnt ihr dann anschließend reinigen, wenn euer Baby wieder sicher „an Land“ ist. Sobald euer Liebling aber dichtere Haare bekommt, solltet ihr ihn so behutsam wie möglich an die neue Waschsituation in der Wanne gewöhnen. Erstmal nur ein bisschen Wasser über den Hinterkopf laufen lassen. Auch hier ist ein Schritt-für-Schritt Programm am schonendesten.

Wichtig ist, dass ihr euch selbst nicht zu sehr verkrampft und, auch wenn es schwer ist, die ganze Badezeremonie entspannt angeht. Denn natürlich merkt euer Baby, wenn ihr angespannt oder ängstlich seid, vielleicht etwas Falsch zu machen, und reagiert darauf auf mit Angst.

Ist euer Kind schon etwas älter und immer noch unglücklich in einer Badesituation, ist Ablenkung die beste Methode. Kann euer Kind also schon sicher alleine sitzen und sich in der Wanne aufrecht halten, sind zum Beispiel farbiger oder knisternder Badezusatz für Kinder, eine Badeente oder auch eine coole Taucherbrille perfekte Begleiter.

 

 

 

Titelbild: © Renata Osinska – Fotolia.com

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