Gebloggt Tamaras Erziehungs-Blog

„Was wünschst du dir denn zu Weihnachten?“

Weihnachten
Geschrieben von Tamara Jungbauer

Weniger ist meist mehr.

Als Eltern wisst ihr nur nur zu gut, wie schwierig es ist, Kinder nicht mit Geschenken zu überhäufen. Natürlich sollen sie ihre größten Herzenswünsche erfüllt bekommen. Dennoch ist weniger meist mehr. Das weiß auch Tamara, die so kurz vor Weihnachten auch an ihre eigene Kindheit zurückdenkt.


Der Blick aufs Wesentliche

Bald ist es wieder soweit. Weihnachten steht vor der Tür und damit tritt auch automatisch die Frage auf: Was schenke ich meinem Kind?

Wenn wir in die Kinderzimmer unserer kleinen Leute schauen, können wir feststellen, dass sich die Spielsachen türmen. Die Kinder besitzen heutzutage Unmengen an Spielzeug. Wir wissen meist gar nicht mehr, wohin mit allem. Es ist auch wirklich schwer, bei der Fülle an Angeboten und Möglichkeiten den Blick aufs Wesentliche zu behalten und sich nicht hinreißen zu lassen, die 15. Barbie, das 34. Auto, das 76. Kuscheltier und weiß der Kuckuck was alles zu kaufen.

Damals und heute

Oft denken wir an das Spielzeug aus unserer eigenen Kindheit – vielleicht hatten wir nicht so viel zur Verfügung und wollen unserem Kind nun mehr bieten, oder wir finden heutige Spielzeuge so unglaublich spannend, weil es diese bei uns noch nicht gab – wenn wir einkaufen.

Dabei können wir immer wieder feststellen, dass unsere Kinder stets mit einer relativ kleinen, begrenzten Auswahl an Spielsachen spielen. Meine Söhne spielen beispielsweise seit mehreren Wochen schon mit ihrem Zirkuszelt, dem Kasperltheater und ihrem Kinder-CD-Player in unterschiedlichsten Varianten aber tagtäglich und leidenschaftlich. Manchmal wird auch noch die Legokiste ausgeräumt oder der Zug aufgebaut. Mehr ist im Moment aber nicht wirklich interessant.

Geschenkerausch

Ich versuche immer, die Geschenke einzugrenzen. Omas und Opas, Tanten und Onkel schenken ja auch immer was, da kommt ohnehin einiges zusammen. Ich möchte nicht, dass meine Kinder überschüttet werden mit Geschenken und so viel bekommen, dass es erst mal drei Wochen dauert, bis alle Spielsachen überhaupt ausprobiert werden können. Wenn ich sehe, wie Kinder nur noch ein Geschenk nach dem anderen aufreißen und in einen regelrechten „Rausch“ kommen, finde ich das irgendwie schade. Das Besondere am Schenken scheint mir dadurch verloren und die Enttäuschung nach dem letzten Geschenk nichts mehr zu finden, ist alarmierend.

In Maßen statt in Massen

Wir leben in einer Überflussgesellschaft. Wir haben alles, und davon zu viel und daher bekommen auch unsere Kinder oft maßlos viel.

Ich finde aber, in diesem Fall ist weniger sicher mehr. Kinder brauchen Spielsachen, die ihre Kreativität und Fantasie fördern und sie dazu inspirieren, selbst mehr draus zu machen. Sie brauchen Bücher und Geschichten, Gegenstände, mit denen sie sich bewegen und solche, mit denen sie Musik machen können, Malsachen und Kuscheltiere zum … naja, kuscheln eben, Gesellschafts- und Regelspiele. Von allem etwas, aber in Maßen statt in Massen.

In diesem Sinne… eine frohe Adventszeit Euch Allen!

Bild: © Konstantin Yuganov – Fotolia.com

Über den Autor

Tamara Jungbauer

Ich bin Mutter zweier Söhne, lebe in Wien und habe Erziehungswissenschaften studiert. Mit meinem Erziehungsblog "www.erziehungskiste.net", biete ich neben Infos rund um das Thema Kinder und Familie auch eine kostenlose E-Mail Beratung an. Meine Beiträge beinhalten Tipps und nützliche Informationen für Eltern und andere Interessierte und ich freue mich, nun auch den ma-gazin-Lesern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

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