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Wärmflasche in der Schwangerschaft

Wärmflasche in der Schwangerschaft
Saskia
Geschrieben von Saskia

Nur unter Einschränkungen!

In der Schwangerschaft gilt es, viele Verhaltensweisen, die zuvor ganz unbedenklich waren, zu ändern. Gerade wenn es darum geht, kleinere und größere Wehwehchen zu lindern beziehungsweise zu behandeln. Denn um eurem Ungeborenen nicht zu schaden, ist nicht nur bei der Medikamenteneinnahme größte Vorsicht geboten! Aber eine Wärmflasche in der Schwangerschaft sollte kein Problem sein, wenn ihr mit Blähungen, Rückenschmerzen zu kämpfen habt, oder? Nicht ganz!


Da das Baby seine Körpertemperatur noch nicht selbst regulieren kann, dürft ihr eurem Körper während der gesamten Schwangerschaft nur bedingt zusätzliche Wärme zuführen. In den ersten Monaten wird das Ungeborene noch durch euren Bauch, euer Fruchtwasser und eure Blase geschützt. Doch speziell im letzten Drittel der Schwangerschaft – wenn die Gebärmutter direkt unter der Bauchdecke liegt – kann eine Überhitzung des Ungeborenen zu Komplikationen führen.

Mögliche Schäden:

  • Früh-/ oder Fehlgeburt
  • Entwicklungsstörungen
  • Hirnschäden beim Ungeborenen

Wärmflasche in der Schwangerschaft nur unter folgenden Voraussetzungen

1. Nie wärmer als 40 Grad Celsius

Damit ihr keine unnötigen Risiken eingeht, sollte jede Wärmequelle, die ihr in der Schwangerschaft nutzt, nie wärmer als 40 Grad Celsius sein. Das gilt auch im tiefsten Winter für Wärmflaschen sowie für heiße Bäder. Auf Heizkissen und Heizdecken solltet ihr ganz verzichten, da sich dort die Temperatur nur schlecht kontrollieren lässt.

2. Kein direkter Hautkontakt

Eure Wärmflasche sollte immer einen Schutzüberzug haben. Allerdings kann die Wärme auch dann noch zu stark sein. Dann könnt ihr entweder zusätzlich ein Geschirrtuch drumwickeln oder ihr wärmt eure Couch oder euer Bett einfach nur für wenige Minuten unter einer Decke mit einer Wärmflasche vor. Damit die Wärmflasche nicht platzt, solltet ihr diese niemals mit kochendem Wasser und auch nie bis zum Rand befüllen.

3. Ungefährliche Alternativen

Anstatt einer Wärmflasche oder einer Heizdecke könnt ihr ohne Bedenken auf Kirschkern- oder Getreidekissen zurückgreifen, da sie nicht sie sich nicht so hoch erhitzen. Weitere unbedenkliche Wärmequellen? Euer Partner oder euer Haustier. 😉 Leidet ihr unter Rückenschmerzen, sollte eine kleine Massage von eurem Liebsten natürlich auch selbstverständlich sein. Auch bei Bauchkrämpfen können eine wärmende Hand und kreisende Bewegungen auf dem Bauch Linderung verschaffen.

4. Von innen einheizen

Noch sinnvoller kann es sein, wenn ihr euch mit Tees und Gewürzen von innen einheizt. Gerade wenn ihr unter Bauchschmerzen und/oder Blähungen leidet, ist ein spezieller Tee meist wirkungsvoller als äußere Wärme. Auch Gewürze wie beispielsweise Pfeffer können bei Darmbeschwerden helfen. Klärt mit eurer Hebamme oder eurem behandelnden Arzt ab, welche Tees und Gewürze in der Schwangerschaft unbedenklich sind. Denn auch hier solltet ihr keine Risiken eingehen. Lest auch noch mal unseren Beitrag zum Thema Lebensmittel in der Schwangerschaft.

5. Vorsicht bei Kreislaufbeschwerden

Egal, welche Wärmequelle ihr während der Schwangerschaft nutzt – bekommt ihr schnell Kreislaufbeschwerden, solltet ihr doppelt vorsichtig sein. Wird euch in der Badewanne plötzlich unwohl, solltet ihr diese verlassen. Bedenkt in solchen Situationen auch die Rutschgefahr und ruft lieber eine weitere Person zur Hilfe, wenn ihr aus der Wanne steigt. Seid ihr beispielsweise saunaerprobt und hat euch euer Arzt die offizielle Erlaubnis gegeben, geht immer mit einer weiteren Person, die ein Auge auf euch hat, sofern euch plötzlich schwindelig oder übel wird. Zudem solltet ihr die Dauer verkürzen und die Temperatur ebenfalls stark reduzieren.

Titelbild: © s-motive

Über den Autor

Saskia

Saskia

Noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von all dem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ...

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