Erfolgreich

Vater-Sorgen: Zum ersten Mal allein mit Baby

Vater-Sorgen
Saskia
Geschrieben von Saskia

Ein unschlagbares Team!

Irgendwann ist er da, der Tag, an dem ihr Mamas zum ersten Mal nach der Geburt Zeit für euch benötigt oder etwas Wichtiges zu erledigen habt. Für euch Papas bedeutet das, dass ihr zum ersten Mal alleine für euer Kind sorgen müsst. Damit ihr die Botschaften und Bedürfnisse eures Babys deuten könnt, steht eurer Partnerin beim Wickeln, Füttern, Kuscheln und Co. von Anfang an tatkräftig zur Seite. Und dieser Punkt ist oft gar nicht so einfach, denn schließlich will man als Mama seinen kleinen Wurm am liebsten gar nicht mehr loslassen und alles selbst erledigen. Hin und wieder hilft es daher, wenn ihr die klassische Rollenverteilung hinterfragt. 😉


 

Folgende Tipps helfen euch Papas dabei, die erste Zeit, die ihr mit eurem Baby alleine verbringt, zu meistern: 

1.  Fläschchen geben

Um das größte Vorurteil gleich aus dem Weg zu räumen: Nur weil Männer nicht stillen können, könnt ihr dennoch für eine Weile den Part eurer Partnerin übernehmen! Selbst wenn regelmäßig gestillt wird und die Muttermilch problemlos abgepumpt werden kann, könnt ihr Väter mehrere Male die Woche selbst das Fläschchen anlegen. So lernt euer Baby nicht erst wenn die Mama weg ist, dass es zwei Personen gibt, die seinen Hunger stillen können. Hinzu kommt, dass ihr dadurch ein besseres Gefühl dafür bekommt, wann euer Kind hungrig und wann es satt ist. Füttert ihr Ersatznahrung, könnt ihr euch sowieso abwechseln.

2. Herumtragen und Kuscheln

Beschäftigt euch regelmäßig mit eurem Baby und wechselt euch auch dann mit dem Herumtragen und Kuscheln ab, wenn eure Partnerin eigentlich Zeit für euren Schatz hat. So entwickelt ihr gleich eine abwechslungsreiche Routine und euer Baby und ihr könnt euch aufeinander einstellen und entwickelt ein Gespür dafür, seine Sprache und Bedürfnisse besser deuten zu können.

3. Nichts kaputt machen

Neugeborene wirken unglaublich zerbrechlich und vor allem Väter haben zu Beginn Angst, irgendwas ‘kaputt’ machen zu können. Das ist verständlich, aber unbegründet. Natürlich müsst ihr behutsam und vorsichtig sein, aber mit etwas Übung werdet ihr schnell bemerken, dass das Würmchen robuster ist, als ihr denkt.

4. Wickeln und Baden

Neben dem Füttern empfinden frisch gebackene Papas das Wickeln und Baden häufig ebenfalls als riesige Herausforderung. Panik ist auch hierbei unbegründet. Seid im besten Fall dabei, wenn die Hebamme eure Partnerin in den ersten Tagen unterstützt. Und selbst wenn ihr wieder arbeiten müsst, kann euch eure Liebste am Abend gleich die neuesten Tricks und Tipps zeigen, die für sie ja ebenfalls noch Neuland sind. Tipps zum Wickeln und Baden findet ihr natürlich auch bei uns.

5. Regelmäßiger Austausch

Gerade dreht sich fast alles um euren Nachwuchs. Umso wichtiger ist es, dass ihr euch als Paar austauscht und über eure Ängste und Unsicherheiten sprecht. Findet ihr nicht täglich die Zeit dafür, scheut euch nicht, eure Fragen und Gedanken aufzuschreiben und setzt euch ein Mal pro Woche in Ruhe zusammen. Bleiben für euch beide Punkte offen, fragt eure Hebamme, den Kinderarzt oder Freunde und Verwandte. Ein kleiner Reminder an die Mamas schadet in diesem Fall übrigens auch nicht: Euer Partner muss nicht jeden Handschlag genau so machen wie ihr. Egal, ob das beim Füttern, Wickeln, Baden oder Umziehen der Fall ist. Ihr macht es so und er eben anders. Das ist vollkommen in Ordnung! 🙂

6. Spielen, Sprechen, ‘Fehler’ machen

Und hier müsst ihr ausnahmsweise gar nicht vorbereitet sein. Schließlich wisst ihr, wie diese Dinge funktionieren und das Schönste daran ist: Wenn ihr mit eurem Knirps allein seid, wird euch keiner dabei zusehen, wie ihr krumm und schief ein Liedchen singt, ihr vor eurem Baby den albernsten Clown abgebt oder nach dem Wickeln den Body mal wieder auf Links angezogen habt.

7. Weinen, plötzliches Fieber und Co.

So eingespielt euer Papa-Baby-Team bereits ist; solange euer Wurm noch nicht sprechen kann, werdet ihr immer wieder in Situationen kommen, die Eltern generell verunsichern. Wenn euer Kind ohne Unterlass weint oder plötzlich Fieber bekommt, macht euch das natürlich Angst. Auch hier hilft ein regelmäßiger Austausch (siehe 5. Tipp) und Ratschläge der Hebamme und des Kinderarztes zu beherzigen und zu guter Letzt vor allem eins: Keine Panik! Speichert euch für diese Notfälle die wichtigsten (Notruf-) Nummern in euer Handy und Festnetztelefon ein, aber ruft nicht gleich den Arzt, wenn euer Baby Blähungen oder ein wenig Fieber hat. 😉

Titelbild: © Boggy

Über den Autor

Saskia

Saskia

Knapp über 30 und noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von all dem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs dann irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ;)

Hinterlasse ein Kommentar