Verspielt

Und welche Hobbies hast du?

Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Euer Kind ist nun alt genug, um sich Hobbies zu suchen? Wie aber findet ihr heraus, was eurem Zwerg am besten gefällt und ab wann lohnt es sich es in einem oft teuren Verein anzumelden? Ihr bemerkt sogar, dass es Spaß an mehreren Dingen hat und seid auch ganz stolz? Also wenn das so ist? Warum nicht gleich einen Musik- und einen Sportverein auswählen, sowie eine Anmeldung in der Malschule?

Natürlich könnt ihr mehrere Vereine in Erwägung ziehen. Aber um eine plötzliche Überforderung eures Kinders und eures Geldbeutels zu vermeiden, geht es langsam und geduldig an.

Eltern beobachten

Ab wann ihr euer Kind in einem Verein anmeldet, hängt natürlich von der Bereitschaft und Lust eures Kindes ab. Das ist im Kindergartenalter möglich, aber auch erst ab der Grundschule. Vor einer Anmeldung gilt es euer Kind gut zu beobachten! Was macht der heranwachsende Wurm gerne, wo verliert er schnell die Geduld und damit auch die Lust? Genauso schadet es nicht, Fähigkeiten zu fördern, die einem Kind eben nicht so leicht fallen. Allerdings sollte es trotzdem in ein Hobby verpackt werden, das eurem Kind Spaß macht. Euer Sohn rauft sich zum Beispiel gerne mit seinen Kumpels und verliert hin und wieder den Respekt oder wird zu wild? Probiert es doch mal mit einer Kampfsportart, wie Judo oder Karate.

Eltern vergleichen

Auch Eltern erliegen zuweilen immer mal wieder einer Art Gruppenzwang. Um so größer ist da die Gefahr das Kind in einem Verein anzumelden, weil die Kinder der Freunde auch dort sind. Vergesst aber bei all dem Übermut nicht, dass ihr vor allem euer eigenes Kind vorher fragen solltet, ob es nicht nur Lust auf die Bekannten hat, sondern eben auch auf das jeweilige Hobby. Macht eurem Kind klar, dass es Geld kostet und es von nun an regelmäßig dorthin gehen „muss“. Wie wäre es daher erstmal mit einer Schnupperstunde?

Eltern sind stolz

Wie schon erwähnt, freut man sich als Elternteil, wenn man merkt, dass der eigene Nachwuchs vieles gut kann und auch Spaß daran hat. Es spricht auch nichts dagegen, wenn er oder sie irgendwann in mehreren Vereinen sein Können unter Beweis stellt. Aber vergesst nicht, dass es neben der Förderung und dem Spaß auch ein gewisser Druck ist. Das Kind misst sich dort mit anderen, muss sich konzentrieren und braucht daher auch Ruhephasen, in dem es einfach mal gar nichts muss. Abgesehen davon wechseln Kinder gerne mal schnell ihre Meinung und wenn sie dann plötzlich nicht mehr wollen, habt ihr den Salat. Genauso gilt es hier zu bedenken, dass ein Talent für eine bestimmte Tätigkeit nicht gleichfalls bedeutet, dass euer Kind auch genauso viel Freude daran hat.

Eltern motivieren

Dem Problem des „Nicht-mehr-Hingehen-Wollens“ entgegenzuwirken, ist gar nicht so einfach. Natürlich sollt und könnt ihr euer Kind nicht zwingen. Deshalb auch der Rat: Übertreibt es nicht mit eurer anfänglichen Motivation. Probiert es erst mal mit einem Verein und wartet ab, wie groß der Aufwand ist, das Kind in der Regelmäßigkeit seines Hobbys zu unterstützen. Überfordert es nicht, mit einem zu Hohen Disziplin- und Eifer-Gedanken und bedenkt auch, dass zum Beispiel die schulischen Anforderungen auch nicht weniger werden. Das soll aber auch nicht heißen, dass ihr zu schnell den Violinenbogen oder die Ballettschuhe ins Korn werfen solltet. Versucht gemeinsam dem Grund der Lustlosigkeit auf die Schliche zu kommen. Vorwürfe bringen euch gar nichts. Vielleicht ist der Druck zu hoch oder es gibt Probleme mit dem Trainer, Lehrer oder den Mitstreitern? Ihr merkt, die Unlust kann viele Gründe haben. Und selbst, wenn es einfach nur daran liegt, dass man keinen Spaß mehr daran hat, den Fußball ins Tor zu ballern – findet gemeinsam eine Lösung, die nicht in Krokodilstränen endet.

Titelbild: © mimagephotos – Fotolia.com

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