Verspielt

Und Plié – Wie Tanzen Konzentration und Körpergefühl fördert

Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Seid ihr noch auf der Suche nach dem richtigen Sport oder einer schönen und gesunden Freizeitbeschäftigung für eure Kids? Wir erzählen euch, warum Tanzen nicht nur Spaß macht, sondern auch der Entwicklung eurer Kleinen gut tut.


Alle Kleinkinder haben einen angeborenen und ausgeprägten Bewegungsdrang und brauchen genügend Zeit und Raum, diesem nachzugehen, um ihre motorischen Möglichkeiten auszuschöpfen. Dazu zählen nicht nur Krabbeln, Laufen oder Klettern, sondern vor allem auch Tanzen. Bereits im Hochstuhl fangen die Kleinen  an im Takt der Musik hin und her zu wippen und sobald sie stehen oder laufen können, gibt es oft kein Halten mehr, sobald die Musik läuft.

Die einfachste und beste Idee: tanzt einfach mit, nehmt eure Kinder an die Hand und hopst mit ihnen im Rhythmus über den Teppich. Tanz und Bewegung sind für Kinder mehr als nur Ausdruck von Unternehmungslust, sie lernen dadurch ihre körperlichen Grenzen kennen und können dadurch mehr Selbstsicherheit aufbauen. Sie sind also durchaus wichtig für die physische und emotionale und auch kognitive Entwicklung eurer Sprösslinge und sollten deswegen in den Alltag eingebaut werden.

Ballett – Nicht nur was für Mädchen

Leider kommt Bewegung im Alltag vieler Kinder deutlich zu kurz und sollte von euch unterstützt und gefördert werden, denn Tanzen macht nicht nur Spaß, sondern hat einen positiven Einfluss auf Motorik, Muskelspannung, Konzentration und Koordination eurer lieben Kleinen. Es hält fit und gleichzeitig seelisch ausgeglichen, denn nach ausreichender Bewegung können Kinder leichter zur Ruhe kommen und sich besser konzentrieren. Nicht umsonst werden in den unteren Klassen Bewegungsspiele und Kindertänze in den Unterricht mit eingebaut, um einen Ausgleich zu schaffen.

Eines Tages kommt dann aber der Tag, an dem euer Kind vielleicht lieber alleine tanzen möchte. Vielleicht weil es Gefallen gefunden hat an dem spielerischen Bewegen zur Musik oder auch an den hübschen Accessoires richtiger Tänzer. Nicht wenige Eltern sind an diesem Punkt skeptisch, ob sie ihre Kids wirklich in eine Tanz- oder sogar Ballettschule schicken sollten. Leider gibt es besonders beim Ballett viele Vorurteile. Wird mein Kind magersüchtig oder realitätsfremd? Kann ich meinen Sohn Ballett tanzen lassen, obwohl dieser Sport immer noch und fälschlicherweise als reiner Mädchensport angesehen wird? Aber das Wesen und der Charakter eurer Kinder werden sich nicht verändern, nur weil es im Tanz gefördert wird und es sollte den Sport betreiben, an dem es am meisten Spaß hat, egal, was andere sagen oder denken.

Wo eure Kleinen die Hüften schwingen können

Wenn ihr jetzt aber nicht wisst, welches das richtige Angebot für euer Kind wäre, dann haben wir noch ein paar Tipps für euch: Für die ganz Kleinen gibt es den Musikgarten, der sich an Babys und Kleinkinder bis zu fünf Jahren richtet. In der Gruppe der Kleinsten (bis 18 Monate) wird hauptsächlich Musik gehört, während in den Kursen für Kinder bis drei Jahren selbst Musik gemacht und teilweise getanzt wird. Für die Kids zwischen drei und fünf Jahren werden Tänze und Spiele angeboten, die mehr Aktion und Kommunikation zwischen Gleichaltrigen fördern, wodurch eure Kinder mehr Unabhängigkeit lernen können.

Auch ab drei Jahren eignet sich der Kinder-Tanzkurs, in dem eure Kleinen lernen, sich auch auf die Bewegungen der anderen abzustimmen und in die Gruppe einzufügen. Außerdem liegt der Schwerpunkt auf der Förderung von Rhythmusgefühl, Gleichgewichtssinn und Kreativität.

Sind eure Kids schon größer und möchten tanzen lernen, gibt es auch viele verschiedene Angebote. Fragt euer Kind einfach, welche Musik es am liebsten hat. Wenn es gern klassische Musik hört, hätte es vielleicht Lust auf Ballett. Sind Popsongs eher sein Ding, kommen Hip-Hop oder auch Disco-Fox-ähnliche Tänze in Frage. Ruhigere Kinder, die sich eher zögernd und vorsichtig bewegen, mögen vielleicht lieber den kreativen Tanz. Und wenn euer Kind ein Powerprogramm zum Austoben braucht und Spaß an schneller Musik hat, dann sind Breakdance oder auch Rock’n’Roll tolle Varianten zum Tanzen lernen. Hauptsache eure Kinder haben Spaß.

Titelbild: © fotoskaz – Fotolia.com

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