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Umzug mit Kind: So wird er für euch und euren Nachwuchs einfacher!

Umzug mit Kindern
Saskia
Geschrieben von Saskia

Ein Umzug bringt selbst die Stress erprobtesten Eltern irgendwann an ihre Grenzen. Ihr zieht in eine andere Stadt? Dann müsst ihr nicht nur den Umzug an sich gut planen, damit ihr als Familie nicht im Chaos versinkt. Denn jetzt heißt es für euren Nachwuchs: Abschied von Freunden, Schule oder Kindergarten nehmen und sich in einer ganz neuen Umgebung zurechtfinden. Aber keine Bange! Mit etwas Geduld, viel Verständnis und unseren Tipps werdet ihr den Umzug mit Kind sicher meistern!


Bevor ihr mit der genauen Planung beginnt, solltet ihr euren Kindern erst mal in Ruhe erläutern, wieso ein Umzug notwendig ist. Der beste Zeitpunkt dafür ist dann, wenn ihr bereits den genauen Umzugstermin kennt. Natürlich möchten ältere Kinder auch bei der Wohnung oder dem Haus mitentscheiden. Sofern ihr aus mehreren Wohnungen wählen könnt oder sogar ein Haus baut, könnt ihr selbst am besten abwägen, inwiefern euer Nachwuchs ein Mitspracherecht haben kann.

Umzug mit Kind: Eins nach dem anderen!

1. Kennenlernen des neuen Heims

Bevor der eigentliche Umzug beginnt, solltet ihr gemeinsam mit euren Kindern das neue Haus oder die neue Wohnung besichtigen. Sofern machbar, lasst sie mitentscheiden, welches Zimmer sie gerne hätten und macht einen Spaziergang durch die neue Umgebung. Falls die neue Heimat sehr weit weg ist, könnt ihr auch mal ein ganzes Wochenende dort verbringen, bevor der Umzug losgeht. Vielleicht gibt es sogar die Möglichkeit, dass euer Kind schon mal für einen Kennenlerntag in seine zukünftige Klasse gehen kann. Lotet einfach gemeinsam aus, welche Möglichkeiten ihr habt, damit es euer Nachwuchs zu Beginn nicht zu schwer haben.

2. Abschied vom alten zu Hause

Bereitet euch darauf vor, dass der Abschied von eurem alten Heim wahrscheinlich nicht einfach wird. Es ist auch vollkommen normal, wenn dabei ein paar Tränen fließen. Vor allem dann, wenn sich eure Kinder von ihren Freunden und der gewohnten Umgebung verabschieden müssen, wird es für alle Beteiligten nicht einfach. Lasst sie damit nicht allein, tröstet sie und sagt ihnen, dass ihr ihren Kummer nachvollziehen könnt. Je nachdem wie weit ihr wegzieht, könnt ihr ihnen immer noch regelmäßige Besuche ermöglichen. Zudem ist es wichtig, dass ihr ihnen auch die Vorteile des Umzugs bewusst macht. Dass sie beispielsweise weitere Freunde hinzugewinnen, dass ihr häufiger Ausflüge und Urlaub machen könnt, weil ihr einen besser bezahlten Job gefunden oder dass ihr mehr Platz als bisher habt.

3. Umzug mit Kind gut planen

Wenn es um die eigentliche Planung des Umzugs geht, lasst euren Nachwuchs entscheiden, welche Spielsachen ihre liebsten sind. Diese solltet ihr dann nicht in die Umzugskisten packen. Das tröstet sie ein wenig und hilft ihnen, den Umzug nicht zu schwer zu nehmen. Erklärt ihnen auch, dass sie die verpackten Sachen im neuen zu Hause alle wieder bekommen. Je nachdem, wie klein eure Kinder sind und wie viele ihr habt, kann ein Umzugsunternehmen sinnvoll sein. Dann bleibt euch der größte Stress erspart und ihr könnt euch mehr auf eure Kinder und euch selbst konzentrieren. Macht ihr alles selbst, mobilisiert so viele Verwandte und Freunde wie nur möglich, damit ihr genug Umzugshelfer habt. Habt ihr sehr kleine Kinder, versucht sie am Umzugstag in die Obhut der Großeltern oder anderen vertrauten Personen zu geben. Weitere Infos zur Umzugsplanung findet ihr hier.

4. Kinderzimmer haben Vorrang

Damit ihr in Ruhe auspacken und Ordnung schaffen könnt und eure Kinder alle wichtigen Dinge um sich haben, richtet die Kinderzimmer als Erstes so her, dass eure Kleinen dort schlafen und spielen können. Bezieht sie zum Beispiel auch in den Kauf neuer Möbel und in die Wahl einer Wandfarbe und Ähnlichem mit ein.

5. Die erste Nacht im neuen Heim

Solltet ihr euch so gemütlich wie nur möglich machen. Und ob ihr es glaubt oder nicht, ist das sogar zwischen Umzugskartons und Unordnung möglich. Am besten packt ihr dafür eine separate Kiste, die ihr natürlich nicht in den Umzugswagen, sondern in euer eigenes Auto packt. Darin könnt ihr alles transportieren, das euch die erste Nacht im neuen zu Hause so gemütlich wie nur möglich macht. Wie wäre es mit ein bis zwei Kuscheldecken, Kerzen, Süßigkeiten, einer Flasche Wein für euch Eltern, Kuschelsocken, Wärmflasche oder Ähnlichem? Am besten wählt ihr dafür das Kinderzimmer aus. So helft ihr euren Kleinen auch gleich, sich in ihren neuen vier Wänden nicht allein und wohl zu fühlen.

5. Einleben

Neben dem Abschied von Freunden und Verwandten ist das Einleben der schwierigste Teil eines Umzugs. Gehen eure Kinder bereits in die Schule, kann das sogar einige Monate dauern. Denn neue Freunde finden sich nicht auf Knopfdruck. Bekanntlich kann es gerade in einer neuen Klasse vorkommen, dass sich euer Nachwuchs erst mal behaupten muss. Auch an die neuen Lehrer und die neue Umgebung müssen sie sich erst gewöhnen. Unsere Einschlaftipps für Schulkinder sind dann Gold wert. Da ihr ebenfalls viele neue Aufgaben zu bewältigen habt und euch auch eingewöhnen müsst, kann es häufiger zu Streit und Tränen kommen als sonst. Gebt euch und euren Kindern dann die Zeit, die ihr nun mal braucht und versucht regelmäßig mit euren Sprösslingen zu reden und zeigt Verständnis. Möglicherweise hilft ihnen ein Verein dabei, schneller Anschluss zu finden. Familienrituale, wie zum Beispiel ein Ausflug am Wochenende oder das gemeinsame Kochen und Essen am Abend können euch dabei helfen, euch schneller einzuleben und wieder zueinander zu finden.

Titelbild: © Oksana Kuzmina

Über den Autor

Saskia

Saskia

Noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von all dem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ...

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