Gebloggt Tamaras Erziehungs-Blog

Umgang mit Stress: Auch Eltern sind Menschen

Geschrieben von Tamara Jungbauer

So bewältigt ihr stressige Situationen:

Der Umgang mit Stress stellt uns alle tagtäglich immer wieder erneut vor eine große Herausforderung. Besonders ihr als Eltern seid dabei noch mehr gefordert, damit eure Kinder nicht die Leidtragenden sind. Tamara gibt euch Tipps, damit ihr diese Situationen für euch und eure Sprösslinge gut meistert.


Wir Eltern stehen alle, mehr oder weniger, unter Stress. Der Haushalt wartet darauf, bewältigt zu werden, der Job nimmt oft einen großen Teil unserer Zeit in Anspruch, Vieles muss organisiert, geplant und durchgeführt werden. Dabei hat der Tag nur 24 Stunden. Ganz nebenbei wollen wir unsere Kinder zudem noch gut versorgen, ihnen Zeit widmen und unser/e Partner/in sollte auch nicht zu kurz kommen. Damit das Haus Familie steht und nicht in sich zusammenfällt, an dieser oder jener Ecke Risse und Schäden entstehen oder das ganze Gebilde womöglich in Schutt und Asche fällt, bedarf es eines Managements allerhöchsten Niveaus.

Der Blick auf’s Wesentliche

Wichtig hierbei ist, dass wir bei all dem Chaos um uns herum nicht den Blick auf’s Wesentliche verlieren: nämlich auf unsere Kinder. Sie haben feine Antennen, spüren unsere Anspannung, nehmen unsere Gefühle wahr, auch wenn sie diese nicht immer direkt zuordnen können. Ein Kind bemerkt etwa, dass seine Mama wütend ist, auch wenn diese ihre Gefühle vor ihm verbergen möchte. Doch es kann die Ursache für die Wut der Mutter nicht immer erkennen. Meist läuft dies darauf hinaus, dass das Kind die Schuld bei sich selbst sucht. Deshalb ist es wichtig, dass wir unsere Gefühle nicht vor den kleinen Leuten zu verbergen suchen, sondern sie offen zeigen, ihnen erklären, wie wir uns gerade fühlen und uns bei den kleinen Menschen auch für unser Fehlverhalten auch entschuldigen. So erfahren sie, dass es in Ordnung ist, auch mal wütend oder traurig zu sein und dass es nicht ihre Schuld ist, wenn wir Wut oder Traurigkeit empfinden.

Fühlen wir uns gestresst, so werden wir ungeduldig, gereizt und sind nicht mehr in der Lage, einfühlsam mit unseren Mitmenschen umzugehen. Dann passiert es eher, dass wir unser Kind anschreien, uns schneller der Geduldsfaden reißt und wir Dinge sagen oder tun, die uns hinterher leidtun.

Um Stress gar nicht erst die Überhand nehmen zu lassen, ist es sinnvoll, in solchen Situationen einen gedanklichen Schritt zurückzutreten, tief durchzuatmen und sich auf das Wesentliche im Hier und Jetzt zu besinnen. Viele Probleme werden auf diese Weise so unbedeutend, dass dem Stress regelrecht der Boden unter den Füßen weggezogen wird.

Ich weiß, es ist nicht immer einfach. Wir Eltern sind auch nur Menschen und nicht immer Frau/Herr unserer Gefühle. Aber kurzes Innehalten hilft tatsächlich, um wieder zu sich selbst zu finden und die Situation nüchterner zu betrachten. Es mag uns zwar vielleicht nicht immer gelingen, gelassen zu bleiben. Aber immer öfter.

Bild: © Konstantin Yuganov – Fotolia.com

Über den Autor

Tamara Jungbauer

Ich bin Mutter zweier Söhne, lebe in Wien und habe Erziehungswissenschaften studiert. Mit meinem Erziehungsblog "www.erziehungskiste.net", biete ich neben Infos rund um das Thema Kinder und Familie auch eine kostenlose E-Mail Beratung an. Meine Beiträge beinhalten Tipps und nützliche Informationen für Eltern und andere Interessierte und ich freue mich, nun auch den ma-gazin-Lesern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

1 Kommentar

  • Hi, jetzt melde ich mich mal als erziehendes Mannsbild! Ich denke, dass ein eigener sanfter Umgang mit sich selbst sehr wichtig ist, den Stress zu überstehen. Ich arbeite als Erzieher mit Kindern und muss auch immer wieder einen Gang runterschalten, und “gnädig” mit mir selber sein! Danke für den informativen Artikel. Viele Grüsse Oliver

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