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Trennungskinder: Diese 12 Sätze sind für Eltern tabu!

Trennungskinder
Saskia
Geschrieben von Saskia

Trennungskinder haben es nicht leicht. Nicht nur, weil sich die Eltern dazu entschlossen haben, getrennte Wege zu gehen und sich der Alltag damit grundlegend verändert, sondern weil meist auch negative Emotionen zwischen den Eltern im Spiel sind. Diese vor dem Nachwuchs zu verbergen, ist ein schwieriges Unterfangen und erfordert ein hohes Maß an Selbstbeherrschung und Empathie. Gewiss ist das nicht immer zu schaffen. Dennoch solltet ihr versuchen, eure Kindern mit bestimmten Aussagen nicht zusätzlich zu belasten.


Ist das Kind bereits im Kindergarten oder Grundschulalter, wird es kurz nach der Trennung vor allem unter den räumlichen Veränderungen und dem fehlenden Elternteil leiden. Meist bedeutet das, dass es gemeinsam mit der Mutter/dem Vater in eine (kleinere) Wohnung zieht, und/oder direkt mit den neuen Lebenspartnern der Eltern vorlieb nehmen muss.

Trennungskinder: Wut und Traurigkeit gehören dazu!

Und diese Veränderungen sorgen meist auch für ordentlich Zündstoff und stellen die Beziehung zwischen euch und eurem Nachwuchs auf eine harte Probe. Ihnen wurde durch die Trennung regelrecht der Boden unter den Füßen weggezogen. Da sind Wut, Traurigkeit und Ängste vollkommen legitim. Und so schwer diese erste Zeit auch ist und so häufig ihr euch auch von euren Kindern infrage und auf die Probe gestellt fühlt, richten verletzende Aussagen ihnen gegenüber noch mehr Schaden an und schüren Loyalitätskonflikte und Schuldgefühle. All das wirkt sich negativ auf das Selbstwertgefühl eures Kindes aus.

Folgende 12 Sätze solltet ihr deshalb niemals zu eurem Kind sagen:

  1. Dein Vater ist ein Versager.
  2. Wen liebst du mehr, Mama oder Papa?
  3. Den neuen Partner deiner Mutter kann ich nicht leiden.
  4. Lass dir von ihm nichts sagen und auch nichts schenken. Er will dich damit nur kaufen.
  5. Dann zieh doch zu deinem Vater, wenn da alles besser ist.
  6. Ich will nach jedem Treffen von dir wissen, was ihr gemacht habt!
  7. Du bist genau wie deine Mutter. Aus dir kann ja gar nichts werden.
  8. Dein Vater zahlt uns keinen Unterhalt. Bedank dich bei ihm, dass der Urlaub ausfällt!
  9. Wir sind deiner Mutter egal. Sie hat jetzt einen neuen Freund/eine neue Familie.
  10. Vor Gericht werden wir schon noch sehen, wer den längeren Atem hat.
  11. Wenn du nicht auf meiner Seite stehst, verrätst du mich.
  12. An den Feiertagen will ich niemanden sehen und bringe dich zu deinem Vater/deinen Großeltern.

Versetzt euch in die Lage eurer Kinder!

Natürlich könnte man diese Liste bis ins Unendliche weiterführen. Es sollen allerdings eher Beispiele sein und zeigen, dass negative Aussagen, die eigentlich euren Ex-Partnern oder euren Ex-Partnerinnen gelten sollen, eure Kinder viel mehr verletzen. Und ein Stück weit sollen sie es vielleicht auch, da sie seit der Trennung kaum noch auf euch hören, wütend sind und euch vielleicht sogar damit drohen, lieber bei dem anderen Elternteil leben zu wollen. Versucht euch in diesen Situationen in die Lage eurer Kinder zu versetzen. Sofern es möglich ist, solltet ihr euch auch mit euren Ex-Partnern zusammensetzen und über die Problematik sprechen, um gemeinsam eine Lösung zu finden. Klappt solch ein Zweiergespräch (noch) nicht und/oder habt ihr das Gefühl, dass sich das Verhältnis zu eurem Kind weiter verschlechtert, wartet nicht zu lange und sucht euch professionelle Hilfe (wie etwa die der Mediation). Arbeitet ihr das Geschehene nicht gemeinsam auf, kann es passieren, dass ein  Scheidungskind mit den ‘Nachwehen’ bis ins Erwachsenenalter zu kämpfen hat.

Titelbild: © fasphotographic

Über den Autor

Saskia

Saskia

Noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von all dem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ...

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