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Trautes Heim – Umzug mit Kindern

Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Der eigentliche Plan sieht ja meistens so aus, dass erst ein Nest gebaut wird und dann die Kinder kommen, oder? Aber uns ist allen klar, dass es nicht immer alles nach Plan läuft. Und nicht selten steht dann ein Umzug bevor. Wir haben Tipps zusammengefasst, mit denen ihr den Umzug vor allem für eure Kinder einfacher macht.

Gute Vorbereitung

Bevor der eigentliche Umzugsstress überhaupt losgeht, ist es wichtig, dass ihr offen und ehrlich mit euren Kindern über die anstehenden Veränderungen redet, damit sie verstehen, was passieren wird. Allerdings solltet ihr dafür abwarten, bis alles in trocknen Tüchern, der Kauf- oder Mietvertrag unterschrieben ist und es nicht mehr all zu lange dauert. Denn kleine Kinder haben kein Gefühl dafür, wie lange zum Beispiel ein halbes Jahr ist. Auf der anderen Seite ist nichts schlimmer, als vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden, deswegen solltet ihr spätestens mit euren Kindern darüber reden, bevor die ersten Planungsarbeiten anstehen, wie Farbe kaufen oder sich neue Möbel angucken. Mit Sicherheit werden viele Fragen aber auch Ängste aufkommen, also sprecht in aller Ruhe mit euren Kids oder helft ihnen das ganze mit einem Buch zu verstehen. Es gibt viele Kleinkinderbücher, wie „Conni zieht um“ von Liane Schneider.

Ab einem gewissen Alter ist auch der Abschied von den Freunden eurer Kinder auf jeden Fall zu berücksichtigen und einzuplanen. Überlegt am besten gemeinsam, was ihr vor dem Umzug unternehmen könntet. Beispielsweise könntet ihr eine kleine Abschiedsparty geben oder auch Freundschaftsbänder verteilen, um das Gefühl der Verbundenheit auch im neuen Zuhause zu behalten.

Neue Umgebung erkunden

Ist die Neugier erst einmal geweckt, solltet ihr mit euren Kindern in die neue Wohnung oder das neue Haus fahren – wenn das möglich ist – damit sie sich mit der neuen Umgebung und ihrem zukünftigen Zuhause vertraut machen können. Gebt ihnen die Möglichkeit ihr neues Zimmer mitgestalten zu können, indem sie beispielsweise die Farbe für die Wände oder einen neuen Schreibtisch mit aussuchen dürfen. Zu viele neue Möbel sollten allerdings nicht in das neue Kinderzimmer, denn der Umzug an sich ist schon ein einschneidendes Erlebnis, da geben gewohnte Gegenstände den Kleinen mehr Sicherheit. Auch wichtige Ecken, in der neuen Stadt oder dem neuen Dorf, lohnen sich erkundet zu werden, so wie Kindergarten oder Schule, aber auch Spielplätze, auf denen in Zukunft gespielt werden kann. Falls ihr ins Ausland ziehen solltet, ist das natürlich nicht möglich, dennoch solltet ihr euren Kids Fotos zeigen, damit es eine Vorstellung bekommt.

Kinder nicht außen vor lassen

Bei der weiteren Planung solltet ihr eure Kinder auch unbedingt aktiv mit einbinden. Am besten ist es, wenn sie beim Packen mithelfen können, auch wenn die Kleinsten dabei vielleicht im Weg stehen könnten. Aber auf diese Weise sehen sie, dass ihre Spielsachen auch tatsächlich alle eingepackt werden und mitkommen. Außerdem fühlen sie sich wohler, wenn sie Teil des Ganzen sein können. Erklärt ihnen, dass ihr ihnen die Sachen natürlich nicht wegnehmt und sie auch nicht lange in den Kartons bleiben, sondern im neuen Zuhause gleich wieder ausgepackt werden. Generell ist es für alle am einfachsten, wenn die Kinderzimmer als letztes ein- und als erstes vor Ort wieder ausgepackt werden. Dadurch wird es euren Kindern leichter fallen, sich einzugewöhnen. Dabei solltet ihr unbedingt darauf achten, dass wichtige Babysachen, wie genügend Wechselkleidung, Windeln und Fläschchen nicht im LKW sondern bei euch transportiert werden. Aber genauso sollte auch das Lieblingskuscheltier im Auto mitreisen dürfen.

Auch für das leibliche Wohl ist an so einem stressigen Tag zu sorgen. Für kleine Kinder ist es wichtig, dass auch in solchen Situationen Ess- und Schlafroutinen eingehalten werden, damit sie nicht völlig überfordert werden. Wenn ihr das nicht allein hinbekommt, ist das gar kein Problem. Fragt eure Eltern oder Freunde, ob sie zwischenzeitlich auf eure Kids aufpassen können.

Die erste Nacht im neuen Heim sollte alle Familienmitglieder etwas entspannen, auch wenn vielleicht noch nicht alles ausgepackt und aufgebaut ist. Nehmt euch die Zeit für ein gemeinsames, gemütliches Abendessen. Bestellt zur Not etwas, wenn die Küche noch nicht einsatzbereit ist. Eine entspannte Atmosphäre und das allabendliche Gute-Nacht-Ritual helfen euren Kindern nach einem aufregendem Tag zur Ruhe zu kommen.

Titelbild: © drubig-photo – Fotolia.com

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