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Totgeburt oder Fehlgeburt? Das Gewicht ist entscheidend

Saskia
Geschrieben von Saskia

Der größte Alptraum werdender oder junger Eltern? Wenn das Baby kurz nach der Geburt oder sogar schon im Mutterleib verstirbt. Hier spielt die Gewichtsgrenze von 500 Gramm eine entscheidende Rolle.


Die ersten Kindsbewegungen zu spüren ist ein unvergesslicher Augenblick für werdende Eltern. Auch auf den Ultraschallbildern wird deutlich, wie schnell dieser winzige kleine Fleck “Leben” immer mehr zu einem eigenständigen Mensch wird.

Sternenkinder

Leider sind nicht alle Schwangerschaften unproblematisch und in manchen Fällen überwiegen die Komplikationen so stark, dass das ungeborene Kind schon im Mutterleib oder direkt kurz nach der Geburt verstirbt. Diese Kinder (die unter 500 Gramm wiegen) und niemals das Licht der Welt erblicken durften, werden Sternenkinder genannt. Der Name lässt sich leicht erklären und bezeichnet den Weg, der leider nicht über die Erde, sondern direkt in den Himmel und zu den Sternen führt.

Totgeburt oder Fehlgeburt

Das Traurige an diesem sowieso unerträglichen Schicksal? Erst, wenn der Fötus ein Gewicht von 500 Gramm erreicht hat, gilt dieser offiziell als Mensch und es kann von einer Totgeburt gesprochen werden. Das kann noch im Mutterleib der Fall sein oder auch kurz nach der Geburt. Ein Fötus unter 500 Gramm wird Fehlgeburt genannt und somit noch nicht als Mensch angesehen. Genau durch diese Gewichtsgrenze haben trauernde Eltern eine weitere Hürde zu überwinden – denn für sie spielt es keine Rolle, wie schwer das Baby ist, das im Bauch der Mutter verstorben ist. Die Trauer ist die Gleiche. Umso schmerzlicher ist der Gedanke, dass der Fötus bei einer Fehlgeburt juristisch gesehen noch nicht als  “richtige Person” erfasst wird und auch nicht bestattet werden muss. In beiden Fällen wünschen sich Eltern eine Verabschiedung und, wenn gewünscht, auch eine richtige Trauerfeier mit Beerdigung.

Im Jahre 2013 hat sich ein betroffenes Ehepaar für eben dieses Recht eingesetzt. Sie kämpften dafür, dass auch Sternenkinder einen offiziellen Namen haben, im Stammbuch eingetragen werden dürfen und ihnen eine richtige Beerdigung zusteht. Die ganze Geschichte dazu könnt ihr hier nachlesen.

Fehlgeburten sind häufiger als Totgeburten

Innerhalb Deutschlands liegt die Rate der Totgeburten bei ungefähr 0,25 Prozent aller Schwangerschaften. Fehlgeburten passieren dagegen häufiger.

Titelbild: © PhotographyByMK – Fotolia.com

Über den Autor

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Saskia

Noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von all dem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ...

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