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Top 10 – Die wichtigsten Kinderrechte

Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Jedem von uns sind die Menschenrechte bekannt, aber kennen wir alle auch die Kinderrechte? Die Rechte der Personen, die am meisten Schutz brauchen? Denn Kinder und Jugendliche haben genauso Rechte wie Erwachsene, das sollte jedem bewusst sein. Und weil sie so wichtig sind, haben wir uns heute die 10 wichtigsten davon heraus gesucht und stellen sie euch vor.

Was nicht viele wissen ist, dass Kinderrechte weltweit geltend und in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschrieben sind, welche am 20 November 1989 verabschiedet wurde. Kinderrechte sind als eine universelle Verbindlichkeit und allgemeingültig anzusehen. Leider gibt es immer noch Länder auf der Welt, die sich nicht daran halten und auch hier in Deutschland leiden Kinder darunter, dass ihnen ihre Rechte nicht gewährt werden.

Doch was genau umfassen diese Kinderrechte? Im Artikel 54 der UN-Kinderrechtskonvention sind 40 Rechte der Kinder dieser Welt schriftlich festgehalten. Wir haben euch ein Ranking der 10 besonders zu berücksichtigenden erstellt:

1. Auf der Welt haben alle Kinder dieselben Rechte

Unabhängig von Land, Kontinent und auch Lebensbedingungen, haben alle Kinder auf diesem Planeten die gleichen Rechte, mit denen sie aufwachsen.

2. Kinder haben das Recht auf elterliche Fürsorge

Um gesund und lebensfroh aufwachsen zu können, brauchen Kinder ein fürsorgliches und gutbehütetes Zuhause. Ob biologische, Adoptiv- oder Pflegeeltern, ob Einzelkind oder unter Geschwistern – eine liebevolle Familie, die sich um das Wohlergehen kümmert, sollte immer eine Selbstverständlichkeit sein.

3. Kinder haben das Recht auf eine Erziehung ohne Gewalt

Leider gibt es immer noch zu viele Eltern, die der Meinung sind, ein Klaps auf den Po oder eine Ohrfeige wären nicht so schlimm. Doch das ist und bleibt falsch. Es tut dem Kind weh, nicht nur körperlich sondern auch in der Seele. Es ist nicht umsonst verboten, Kinder zu schlagen. Ein Kind darf niemals verletzt, beschimpft oder bedroht werden – das bedeutet gewaltfreie Erziehung.

4. Kinder haben das Recht zu lernen und in die Schule zu gehen

Das Recht auf Schulbildung ist eines der Rechte, welches den Unterschied zwischen Industrie- und Entwicklungsländern aufzeigt. Denn während hier so gut wie jedes Kind zur Schule geht, können zig Millionen Kinder in ärmeren Ländern nicht lesen, schreiben oder rechnen, weil sie ihren Eltern helfen müssen, in Fabriken, auf dem Feld oder beim Viehhüten.

5. Kinder haben da Recht sich zu informieren, gehört zu werden und zu demonstrieren

Denn nach Kinderrechtskonvention sollen Kinder in die Entscheidungen ihrer Eltern miteinbezogen werden, sie sollen nach ihrer Meinung gefragt werden und bei sie betreffenden Veränderungen mitentscheiden dürfen. Und vor allem ist es wichtig, dass Kinder gehört werden, bevor Behörden oder auch Gerichte Urteile und Entscheidungen fällen.

6. Kinder haben das Recht gesund aufzuwachsen

Das bedeutet nicht nur, dass Kinder ein Recht auf eine gesunde Ernährung haben, sondern ebenso auf eine gute medizinische Versorgung und Umsorgung in Krankheitsfällen.

7. Behinderte Kinder haben das Recht, betreut und gefördert zu werden

Was wie eine Selbstverständlichkeit klingt, muss leider auch heute noch immer wieder rechtlich festgelegt und gewährleistet werden. Die Fähigkeiten und Talente behinderter Kinder zu fördern sowie eine gute Betreuung sind Grundvorrausetzung dafür, dass sie später als Erwachsene ein weitgehend selbstständiges Leben führen können trotz ihrer Handicaps.

8. Kinder haben das Recht auf Spiel und Freizeit

Zeit zum Spielen, Entdecken und sich weiter entwickeln, Zeit für Freunde und Rumalbern – das ist hier bei uns ganz normal. Kinder, die ihren Eltern helfen müssen, um ein bisschen Haushaltsgeld zu erarbeiten, kennen das allerdings eher selten. Aber nicht nur in Entwicklungsländern gibt es Kinder ohne Freizeit, denn besonders in höheren Klassen kommen immer mehr Hausaufgaben, Lernen, Musikunterricht etc. hinzu, wodurch die Zeit für Freunde immer mehr einstecken muss.

9. Kinder haben das Recht auf Schutz vor Ausbeutung

Wie schon oben erklärt sollen Kinder Zeit für sich haben, auch wenn sie ab 14 Jahren leichte Arbeiten wie Babysitten oder beim Nachbarn Rasenmähen machen dürfen. Das allerdings auch nur 2 Stunden am Tag. Damit Kinder nicht ausgenutzt werden, hat das Jugendschutzgesetz strenge Regeln aufgestellt.

10. Kinder haben das Recht auf Schutz vor Kriegen und auf der Flucht

Uns ist das etwas fremd, doch fast täglich sehen oder Hören wir in den Nachrichten von Kriegen, Attentätern und ihren Opfern. Viele der Zivilisten die in Gebieten wie dem Irak oder dem Gaza-Streifen ums Leben kommen, sind Kinder. In den letzten 10 Jahren sind zwei Millionen Kinder gestorben, über sechs Millionen wurden verletzt oder haben Behinderungen davon getragen. Und trotz des Verbotes werden auch heute noch Kinder als Soldaten eingesetzt.

 

Weitere Infos und alle Kinderrechte findet ihr hier: http://www.kinderrechtskonvention.info/

 

Titelbild:  © Yvonne Bogdanski – Fotolia.com

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3 Kommentare

  • Ich bin absolut entsetzt über die obenaufgelisteten Kinderrechte.
    So etwas ist doch eine Selbstverständlichkeit..
    Bin wirklich schockiert das es Kinder gibt, für die das nicht selbstverständlich ist.

  • Ich bin eher entsetzt das es tatsächlich Menschen gibt die denken das alles selbstverständlich ist. Gerade in diesen Moment sterben Kinder an der türkischen Grenze. Ausbeutung, Hunger und das auch in Deutschland. Augen auf und nicht von Selbstverständlichkeit reden.

  • Ich finde Kinder haben ein Recht darauf, ihre Großeltern regelmäßig zu sehen und auch zu ihnen nach Hause zu dürfen. Denn die ältere Generation kann wichtige
    Dinge vermitteln. Außerdem lernen Kinder durch den Umgang , dass Ältere anders spielen und anders reagieren, was wichtig für das Verständnis ist.

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