Unterwegs

Trag mich! Babys in Tüchern

Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Alle Infos zu Tragetüchern

Der Alltag mit Baby erfordert eigentlich acht Arme – hier kurz was wegwischen, dort eine Windel wechseln und überall ein bisschen herumräumen. Damit wenigstens die zwei Arme zur Verfügung stehen, die man hat, entscheiden sich viele frisch gebackene Mamas und Papas für Tragetücher. Die Vorteile: Das Baby ist da, wo man es sehen kann, nämlich am eigenen Körper, die Hände sind frei und beim Spaziergang oder Einkaufen werden Treppen und enge Gänge, anders als mit einem Kinderwagen, nicht zum Hindernis.


Mit dem Kind verbunden

Das Tragen mit Tuch fördert die Bindung zum Kind. Die Körperwärme und das Pochen des elterlichen Herzens erinnern an die Zeit im Mutterleib und beruhigen Kinder besser als jede Spieluhr. Aber tragen ist nicht gleich tragen und Tuch nicht gleich Tuch. Je nach Alter und Größe beziehungsweise Gewicht des Kindes, ändert sich die beste Trageweise. Auch das Tuch muss dem Gewicht standhalten und darf keine Umweltgifte enthalten oder zu rau oder glatt sein. Deshalb bitte nicht irgendeines nehmen und das Kleine an sich binden, sondern ausgewiesene Tragetücher und eine Wickeltechnik benutzen.

Wie fange ich an?

Für Tragetuch-Neulinge empfiehlt es sich, das Binden des Tuches erst mal in Ruhe mit einem Kissen oder eine Puppe zu üben. Schritt-für-Schritt-Anleitungen aus dem Internet oder einem Ratgeberbuch verbildlichen die Techniken. Lasst euch bei den ersten Versuchen Zeit und bindet euer Baby sprichwörtlich mit ein, so kann es sich schon mal an das Gefühl im Tuch gewöhnen. Den kleinen Schatz vorerst in den eigenen vier Wänden mit einem Tuch zu tragen, verhindert unsichere Situationen. Hier könnt ihr ein Gefühl dafür gewinnen, wie das Tuch richtig sitzt und was ihr tun könnt, wenn etwas verrutscht. Aufgepasst: Die Größe des Tragetuches ist von der eigenen Konfektionsgröße abhängig. Es ist nicht immer möglich, dass Mama und Papa sich ein Tragetuch teilen.

Wie ein Känguru

Eine Tragetechnik, die für Babys ab dem ersten Tag und auch für Frühchen geeignet ist, ist die Känguru-Trage. In dieser Position wird das Kind hockend vor dem Bauch oder etwas seitlich an der Hüfte eingewickelt. Um sich das Binden zu erleichtern, einfach auf einen Stuhl setzen. Anfänger können sich beim Wickeln auch vom Partner helfen lassen. So lernen beide das richtige Binden und es geht insgesamt schneller. Bei der Känguru-Trage liegt das Kind direkt am Körper von Mama oder Papa an und hat eine gute Kopfstütze, die besonders in den ersten Lebensmonaten wichtig ist.

Videoquelle: ©urbiaTV / youtube.com

Über Stock und Stein, wandern ist fein

Wenn das Kleine älter wird, werden auch die Tragevarianten vielfältiger. Kinder ab dem dritten Monat können in der Rucksack-Trage eingebunden werden. Wie der Name schon vermuten lässt, befindet sich das Kind dann auf dem Rücken des Trägers. Gerade für größere Kinder eignet sich diese Technik, da das Gewicht auf dem Rücken von Mama und Papa besser verteilt wird und das Kreuz schont.

Videoquelle: ©BabytragetuchTester / youtube.com

Das gilt immer:

  • Das Kind so festbinden, dass ihr es ohne Probleme küssen könnt
  • Darauf achten, dass das Köpfchen des Babys richtig gestützt ist
  • Am Körper des Babys darf das Tuch keine Falten werfen
  • Regelmäßig den richtigen Sitz überprüfen
  • Nur ausgewiesene Tragetücher verwenden

 

Titelbild: © ferkelraggae

Über den Autor

Redaktion ma-gazin

Redaktion ma-gazin

Hinterlasse ein Kommentar