Aufgeregt

Tim lebt – und das war ein harter Kampf

Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Tim lebt – obwohl ihn seine Mutter im sechsten Monat abtreiben ließ.

Tim wurde vor kurzem 18 und damit volljährig. Was für andere selbstverständlich ist, war für ihn jedoch ein harter Kampf. Er überlebte nicht nur die Abtreibung, die seine Mutter vorgenommen hatte, als sie im sechsten Monat schwanger war, sondern auch noch 18 Operationen. Tim ist ein Kämpfer – deshalb haben seine Pflegeeltern ihn nun zu seinem 18. Geburtstag ein Buch gewidmet.

Seine Mutter ließ ihn abtreiben

Vor etwas mehr als 18 Jahren wurde bei der Schwangerschaft seiner leiblichen Mutter erkannt, dass Tim unter Trisomie 21, dem Down-Syndrom, litt. Die Mutter wollte abtreiben, als sie bereits im sechsten Monat schwanger war. Die Ärzte rieten ihr davon ab, doch die Verzweiflung der Frau war so groß, dass sie die Abtreibung trotz großem Risiko vornehmen ließ. Laut den Ärzten befand sie sich in einem „psychisch desolaten Zustand“ und hatte sogar mit Selbstmord gedroht, wenn die Ärzte nicht abtreiben würden. Bei einer Abtreibung kann der Fötus schon vor der Einleitung der Geburt durch eine Spritze getötet werden, im Tims Fall verzichteten sie jedoch darauf – großes Glück für Tim.

Tim kämpfte sich ins Leben zurück

Statt zu sterben, kämpfte sich der kleine Fötus, nachdem die Abtreibung vorgenommen wurde, Stunde für Stunde zurück ins Leben. Als seine Vitalfunktionen immer stärker statt schwächer wurden, und er nach neun Stunden immer noch atmete, leiteten die Ärzte mit dem Einverständnis des leiblichen Vaters lebenserhaltende Maßnahmen ein. Zu diesem Zeitpunkt war sein Gehirn jedoch schon stark geschädigt. Fünf Monate lang kämpften die Ärzte nun um Tims Leben, eine Operation folgte auf die andere. Und Tim kämpfte immer weiter, trotz Down-Syndrom, Wasserkopf, Hirnblutungen, Dünndarmperforation und nicht ausgereiften Atemorganen. Bei jeder Operation wurden seine Überlebenschancen geringer – doch Tim strafte alle schlechten Prognosen Lügen. Mittlerweile ist Tim erwachsen und lebt seit 18 Jahren bei seinen Pflegeeltern, die ihm und seinem Überlebenskampf nun ein Buch gewidmet haben.

“Tim lebt! Wie uns ein Junge, den es nicht geben sollte, die Augen geöffnet hat.”

Die ganze, berührende Geschichte könnt ihr in diesem Artikel des Focus nachlesen.

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