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The Shape of a Mother: Liebt euren Körper!

Dehnungsstreifen
Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Denn diese kleinen Makel sind Zeichen eines großen Wunders!

Eine Schwangerschaft und die ersten Monate nach der Geburt lassen sich in zwei prägnante Gefühlslagen unterteilen: überglücklich und unsagbar verunsichert. Letzteres ist häufig von dem Bewusstsein geprägt, dass der Körper einer werdenden oder frisch gebackenen Mama einige Strapazen durchleben muss. Die Amerikanerin Bonnie Crowder macht mit ihrer Seite The Shape of a Mother Müttern Mut, zu ihren veränderten Körpern zu stehen und sich vom Gedanken des Perfektsein-Wollens zu lösen.


Gemeinsam gegen das Perfektsein

Seit mehr als sieben Jahren können Mamas auf Bonnie Crowders Seite Fotos ihres After-Baby-Bodys hochladen und ihre persönliche Geschichte dazu teilen. Die Stories werden jeweils in Kategorien wie “Bauch”, “Kaiserschnitt” oder “Zwillingsgeburt” zusammengefasst. Die Amerikanerin rief ihre Seite ins Leben, nachdem ihr eine Freundin Bilder ihrer Dehnungsstreifen schickte. Hinzu kamen die eigenen Unsicherheiten, die sie nach der Geburt ihrer zwei Kinder und durch die erschlaffte Haut an ihrem Bauch hatte. Sie merkte, wie gut es ihr tat, von anderen Frauen zu erfahren, dass sie mit ihrem veränderten Körper ebenfalls zu kämpfen haben und wollte weiteren Frauen die Chance geben, zu ihren kleinen Makeln zu stehen und sich gegenseitig zu motivieren, anstatt sich zu schämen und den eigenen Körper zu verstecken.

2.600 perfekt unperfekte Frauen

Und der Wunsch nach mehr Akzeptanz dem eigenen Körper gegenüber, der mit einer Schwangerschaft eine unglaubliche Leistung vollbringt, ist immens. Bislang haben rund 2.600 Frauen “The Shape of a Mother” als Möglichkeit genutzt, ihre ganz persönliche Geschichte der Geburt und die Gedanken zum eigenen veränderten Körper öffentlich zu machen und andere Frauen zu motivieren. Bereits einen Monat nach dem Launch stellte der “Guardian” ihr Projekt vor, mit dem sie das gängige Körperideal entkräften will. Und mit diesem Wunsch stehen Bonnie und die 2.600 Mütter längst nicht alleine da. Auch auf Social Media-Plattformen wie Instagram hat sich der “Trend” zu mehr Selbstliebe und unbearbeiteten Fotos durchgesetzt. Egal, ob Dehnungsstreifen, erschlaffte Brüste oder Kaiserschnittnarben. Immer mehr Frauen berichten von ihren Unsicherheiten und wollen mit ihren Bildern wachrütteln, sich trotz ihrer “Wunden” wieder wohl im eigenen Körper fühlen und anderen Mamas Mut machen. Und auch unsere Mama-Bloggerin Fran hat gemeinsam mit anderen Müttern ihre After-Baby-Bäuche und die Geschichten dazu in diesem Beitrag veröffentlicht.

Zum Nachdenken: Bonnie Crowder bewegt vor allem das Schicksal der Frauen, die ihr Baby verloren haben und deren Körper keine Anzeichen einer Schwangerschaft mehr haben. All diese Frauen wünschen sich nichts Sehnlicheres als ein physisches Merkmal, das sie an ihre kurze Phase als (werdende) Mama erinnert. Denn Dehnungsstreifen, Narben und Co. sind und bleiben das Indiz eines großen Wunders.

Titelbild: © Fran

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