Aufgeregt Verspielt

Stofftiere als Weihnachtsgeschenk? Zu viele fallen durch den Sicherheits- und Schadstofftest

Stofftiere
Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Nehmt euch Zeit beim Kauf eines Kuscheltieres.

Wenn es eine Produktsparte gibt, die für alle Kinder zwischen 0 und 10 geeignet ist, dann sind es kuschelige Stofftiere. Sie sind weich, beruhigen, es gibt sie in den unterschiedlichsten Ausführungen und auch als Weihnachtsgeschenk werden sie wieder unter zahlreichen Weihnachtsbäumen liegen. Umso schlimmer, dass zwei Drittel der getesteten Plüschtiere von Stiftung Warentest durch den Sicherheits- und Schadstofftest gerasselt sind.


 

Die ersten Stofftiere eines Kindes bleiben meist unvergessen und werden oft auf Ewigkeit von den Eltern oder dem Besitzer selbst aufbewahrt. Selbst, wenn es immer zotteliger wird. Was viele dabei vergessen, sich zu fragen: Sind diese Zottel wirklich unbedenklich und halten Augen und Nasen den Griffen und Spiel-Attacken der Kleinsten wirklich Stand?

Kuscheltiere im Sicherheits- und Schadstofftest

Hält man sich den aktuellen Report von Stiftung Warentest vor Augen, lassen sich beide Fragen mit einem eindeutigen und erschreckenden NEIN beantworten. 30 Plüschtiere wurden zum Beispiel einem Belastungs­test – entsprechend den mecha­nisch-physika­lischen Anforderungen der Spiel­zeugnorm – unterzogen und “glänzten” vor allem mit gerissenen Nähten und gesundheitsgefährdenden Substanzen. Noch erschreckender daran war, dass auch angeblich hochwertige und namhafte Hersteller wie Käthe Kruse, Sigikid und sogar Steiff negativ auffielen und insgesamt drei der 30 kuscheligen Freunde halten die rechtlichen Vorgaben nicht ein, wodurch nicht nur die Hersteller, sondern auch die Aufsichtsbehörden informiert werden mussten. Insgesamt bekamen 21 Katzen, Teddys oder Mäuse die bedenkliche Note “mangelhaft” und gerade mal acht Stofftiere sind “empfehlenswert”.

Grundlegend fragt man sich bei diesem Testergebnis schon, wie die Hersteller bei solchen Mängeln noch ruhig schlafen können. Oder kuscheln ihre Kinder etwa nicht mit Teddy und Co. und nehmen die felligen Ohren, Tatzen oder was auch immer nie in den Mund, oder ziehen an Ärmchen und Beinchen?

Macht den Knuddeltest

Natürlich bringt es keinem etwas, sich über diese Ergebnisse aufzuregen. Wichtiger ist es, dass ihr beim Kauf auf “simple” Dinge achtet, die viel bewirken können. Der TÜV Rheinland warnt vor, Ad-hoc-Käufen. Nehmt euch also selbst bei der Wahl eines Kuschelgefährten genügend Zeit. Schaut nicht nur auf das Aussehen, sondern nehmt das Plüschtier in die Hand, achtet auf die Verarbeitung (saubere Verarbeitung der Nähte, vor allem bei Füllungen aus Kunststoffkugeln!), riecht daran und habt ihr wirklich das Gefühl, dass Augen und Nasen fest angenäht sind? Achtet außerdem auf das CE-Siegel und darauf, dass Erläuterungen zum Inhalt (wie zum Beispiel Spieluhren) in deutscher Sprache auf der Verpackung oder auf einem Schildchen stehen. Behaltet den Kassenzettel oder die Rechnung (sofern ihr es online erworben habt) und verzichtet auf anonyme Internet- und Marktkäufe.

Bild: DN6

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