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Stillen ist gesund – Für Mama und Kind!

Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Die Natur kann Wunder bewirken

Die Muttermilch ist das Beste fürs Kind. Sie liefert alle wichtigen Nährstoffe und baut das Immunsystem auf. Studien beweisen, dass gerade die Entwicklung des Gehirns durch Muttermilch positiv beeinflusst wird. Gestillte Kinder haben im Schnitt zwischen 20 und 30 Prozent mehr weiße Gehirnsubstanz als Altersgenossen, die mit industriell hergestellter Milch versorgt werden. Diese Entwicklung im Babyalter wirkt sich auch später noch aus.


In einem Test wurden drei bis vier Jahre nach der Geburt erneut gestillte Kinder mit anderen verglichen, die Pulvermilch bekommen haben. Das Ergebnis: Die gestillten Kinder waren in der visuellen Wahrnehmung, der Entwicklung des Sprachvermögens und ihren motorischen Fähigkeiten im Vorteil. Die weiße Gehirnsubstanz sorgt für eine ideale Verknüpfung zwischen den verschieden Hirnregionen und somit für mehr Leistungsfähigkeit.

Videoquelle: ©MAMA UND MEHR / youtube.de

Und was ist drin?

Muttermilch enthält die ideale Zusammensetzung aus allen für Kinder so wichtigen Nährstoffen. Vor allem Fett, Zucker, aber auch die für die Abwehrkräfte des Kindes wichtigen Immunglobuline A, G und M sind in auf das Baby abgestimmtem Maße enthalten. Sie beugen chronischen Krankheiten wie Asthma oder Allergien vor. Die synthetisch hergestellten Alternativen dagegen weisen mitunter einen zu hohen Proteingehalt auf. Zu viel dieser Eiweiße kann Entzündungen fördern und den Stoffwechsel negativ beeinflussen.

Anders als industrielle Milch stellt sich die Muttermilch auf das Kind ein und durchläuft je nach Entwicklungsstufe verschiedene Phasen. In den ersten sechs Tagen nach der Geburt wirkt die Zusammensetzung der Muttermilch abführend. So kann das Kind seinen ersten Stuhlgang, das Mekonium absondern. Diese Anregung des Darms ist wichtig, um Bilirubin, den Farbstoff der Galle, auszuscheiden und so der Neugeborenengelbsucht vorzubeugen. In zwei späteren Stadien verändert sich dann jeweils die Zusammensetzung der Milch, sie wird fettreicher und hat einen verringerten Zuckeranteil. Einige Mütter benutzen ihre Milch auch im Kampf gegen Windeldermatitis und reiben die gereizte Haut damit ein. Die Inhaltsstoffe der Muttermilch begünstigen ihre Heilung.

Muttermilch tut Müttern gut

Das Stillen hat auch für die Mütter viele Vorteile. Sie schütten Unmengen des Kuschelhormons Oxytocin aus, was die Bindung zwischen Mutter und Kind verstärkt. Außerdem fördert das Hormon sogenannte Stillwehen, die die Gebärmutter bei der Rückbildung unterstützen. Dabei werden auch Wundsekrete abgestoßen und die Heilung begünstigt. Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Durch das Stillen verbrauchen frischgebackene Mamas mehr Energie, so purzeln nach der Geburt automatisch die Schwangerschaftspfunde.

In verschiedenen Studien haben Forscher festgestellt, dass sich Stillen positiv auf die Gesundheit der Mütter auswirkt.

Das Risiko später an Eierstock-, Brustkrebs oder Diabetes Typ II und Osteoporose zu erkranken, sinkt bei Frauen, die ihre Kinder circa ein Jahr lang gestillt haben.

Schwangerschaft und Geburt sorgen automatisch für den Milcheinschuss. Um diesen zu stoppen, wenn nicht gestillt werden möchte, bekommt die Mutter Abstilltabletten. Wie alle anderen Tabletten haben auch diese Nebenwirkungen und können Probleme bereiten.

Ob gestillt wird oder nicht, sollte aber jede Frau für sich selbst entscheiden. Denn trotz der vielen hilfreichen Nebeneffekte bringt es nichts, wenn die Mutter monatelang etwas tut, was ihr Unbehagen bereitet. Am besten ist es, sich schon in der Schwangerschaft auf das Thema vorzubereiten und eventuelle Fragen mit der Hebamme oder im Kreis der Geburtsvorbereitungsgruppe zu besprechen.

Mehr zum Thema Schwangerschaft und Betreuung durch eine Hebamme finden Sie auf der Seite der BIG.

Titelbild: ©famveldman

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