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Stiftung Warentest: Diese Kindersitze sind ihr Geld nicht wert!

Kindersitze
Saskia
Geschrieben von Saskia

Drei Sitze wurden mit mangelhaft bewertet.

Wer mit Baby oder Kleinkind im Auto unterwegs ist, ist auf einen sicheren und schadstofffreien Kindersitz angewiesen. Die Versprechen der Hersteller und Verkäufer sind groß und der Irrglaube, für mehr Qualität auch tiefer in die Tasche greifen zu müssen auch. Der neue Test vom ADAC und der Stiftung Warentest zeigt jedoch: Selbst teure Kindersitze bedeuten keineswegs, dass sie euer Kind ausreichend schützen.


Insgesamt wurden 16 Modelle auf Sicherheit, Handhabung, Ergonomie und Schadstoffe getestet. Drei der teuersten Kindersitze fielen besonders negativ auf und bekamen die Note „mangelhaft“. Gravierend waren dabei Mängel beim wichtigsten Faktor: Sicherheit. Der Gedanke, dass Qualität kostet, sollte also in diesem Fall schnell vergessen werden. Ein anderer günstiger Sitz bekam dagegen das Testurteil „Gut“.

Denkt immer daran: Ein Kindersitz ist selbst in ruhigen Ortschaften und bei Tempo 30 Pflicht. Denn selbst dann kann ein Aufprall aufgrund der enormen Schleuderkräfte bereits mit schweren Verletzungen oder sogar tödlich enden. Vorausgesetzt, der Sitz hat die richtige Größe und euer Kind ist ordnungsgemäß angeschnallt. Besonders im Winter müsst ihr einige Dinge beim Anschnallen bedenken. Wichtige Tipps erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Folgende Kindersitze sind …

… gefährlich

Insgesamt haben drei Modelle mit einem „Mangelhaft“ abgeschnitten. Zwei Modelle lösten sich sogar ganz von ihrer Basis:

Recaro Optia (370 Euro): Flog beim Crashtest durch das gesamte Testlabor und somit bis in die Windschutzscheibe, da sich die Haken der IsoFix-Basis gelöst haben. Ein Kind wäre bei diesem Test mit dem Kopf voraus in die Windschutzscheibe geflogen und hätte zudem die vorne sitzenden Personen mit in Gefahr gebracht. Der Hersteller ruft das Modell nun laut Auto-Bild zurück.

Nuna Rebl (550 Euro): Klappte beim Test einfach nach vorne, da der Metallrahmen gebrochen ist. Auch hier flog der Testdummy mit dem Kopf voraus und gefährdet somit wie beim Recaro Optia nicht „nur“ das Kind, sondern auch den Fahrer und Beifahrer.

Diono Radian 5 (395 Euro): Hier ließen vor allem die Anschnallgurte zu wünschen übrig, da der Gurt zu locker war und das Kind bei einem Aufprall oder Überschlag im schlimmsten Fall aus dem Gurt heraus rutscht.

… empfehlenswert

Die beiden Sieger-Modelle wurden mit der Note 1,7 bewertet:

Babyschale Cybex Aton Q i-Size und für ältere Kinder der Kiddy Phoenixfix 3.

Ebenfalls empfehlenswert ist das preiswerte Modell Nania Befix SP, das gerade mal 49 Euro kostet.

Insgesamt wurden 16 Modelle mit folgenden Noten bewertet:
9 x „gut“
2 x „befriedigend“
2 x „ausreichend“
2 x „mangelhaft“ wegen Sicherheitsmängel
1 x „mangelhaft“ wegen Bedienbarkeit
5 x i-Size-Kindersitze im Test ( nähere Infos zu den neuen i-Size-Richtlinien erfahrt ihr hier)

Die gesamte Bewertung könnt ihr bei Stiftung Warentest (kostenpflichtig) herunterladen. Insgesamt enthält die Test­daten­bank  366 Kinder­sitze von sehr gut bis mangelhaft. Außerdem könnt ihr euch beim ADAC informieren.

Titelbild: ©  davit85

Über den Autor

Saskia

Saskia

Knapp über 30 und noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von all dem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs dann irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ;)

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