Unterwegs

Spaziergang über Stock und Stein: So wird er zum Erlebnis

Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Ein Hut, ein Stock, ein Regenschirm!

Der Frühling steht endlich vor der Tür! Wenn die Temperaturen steigen, die Sonne ihr freundliches Gesicht zeigt und die ersten Blumen ihre Köpfe aus dem Boden recken – wer hat da nicht Lust, rauszugehen? Die Kleinen verziehen bei dem Wort „Spaziergang“ leider allzu oft das Gesicht und kommentieren nur: „Langweilig!“ Wir haben 5 Tipps für euch, wie ihr den Wald- und Wiesenspaziergang zum Erlebnis macht. Übrigens muss dafür natürlich gar nicht unbedingt die Sonne scheinen, sofern ihr die richtige Regenkleidung parat habt 😉


Die Klassiker

Mit vielen einfachen Spielen könnt ihr spontan euren Zwergen die Zeit vertreiben: Spielt doch mal wieder „Ich packe meinen Koffer“, „Ich sehe was, was du nicht siehst“ oder auch die Variante „Wer sieht als erster…“. Ihr könnt auch Wörterketten aus zusammengesetzten Namenwörtern bilden (Besenstiel – Stielaugen – Augenringe etc.) oder Teekesselchen spielen: Zwei Leute beschreiben ein Wort, das jedoch zwei Bedeutungen hat, z.B. die Bank zum Sitzen und die Bank, die das Geld verwahrt. Die Kinder müssen raten. Gerade mit kleinen Kinder könnt ihr „Engelchen flieg“ spielen oder sie eine Runde huckepack tragen. Der absolute Klassiker bleibt wohl der Abzählreim „Ein Hut, ein Stock, ein Regenschirm“.

Blindlaufen

Eine supereinfache und trotzdem sehr spannende Methode, den Spaziergang etwas aufzulockern, ist, euren Kleinen die Augen zu verbinden. Kleinere Kinder könnt ihr an der Hand führen, ältere können auch nur mittels Richtungs-Anweisungen dirigiert werden, oder indem sie einer Stimme folgen. Das ist auch eine gute Vertrauensübung! Unterwegs kann man die Blinden auch Sachen erfühlen lassen wie Blätter, Kastanien, Laternenpfähle etc.

Olympiade

Veranstaltet unterwegs eine Olympiade! Eine Disziplin ist das Wettlaufen, aber es darf nicht einfach gerannt werden: Auf einem Bein hüpfen, rückwärtsgehen, mit einem Stock zwischen den Beinen laufen, Räder schlagen usw. ist angesagt. Wenn ihr ein Band dabei habt, könnt ihr auch ein Drei-Bein-Rennen veranstalten. Die zweite Disziplin ist werfen: Wer wirft am weitesten? Wer trifft mit einem Stein den Baum? Wer kann genau bis zum Bordstein werfen? Bei der dritten Disziplin wird gesucht: Ihr könnt Gegenstände, die man üblicherweise auf eurer Spazierstrecke findet, auf Zettel schreiben und suchen lassen. Oder ihr sucht die Gegenstände vorher und die Kinder müssen die gleichen finden. Etwas schwieriger ist das Ganze als Memory: Ihr zeigt den Kleinen die Gegenstände und gebt ihnen nur eine gewisse Zeit, sie sich einzuprägen, bevor sie auf die Suche gehen. Auch das Schätzspiel kann eine Disziplin eurer Olympiade sein. Für die Gewinner gibt es am besten kleine Preise.

Entdeckungsspaziergänge

Unterwegs gibt es viel zu entdecken: Bäume, Insekten, Blumen, Tiere sind vom Weg aus zu sehen. Nehmt einen Naturführer mit und erzählt euren Kindern, was da blüht und krabbelt. Inzwischen gibt es auch viele Apps, um Pflanzen und Tiere zu bestimmen. Wenn ihr eine Lupe mitnehmt, können eure Kleinen die Entdeckungen ganz genau beobachten und sich wie kleine Forscher fühlen. Vielleicht dreht ihr den Spieß auch um und lasst eure Kinder euch erzählen – oft wissen die nämlich viel mehr!

Märchenspaziergang

Sucht euch ein Märchen aus und unterteilt es in Kapitel. Zu jedem Kapitel überlegt ihr euch einen kleinen Gegenstand, den ihr auf eurer Route versteckt (wenn ihr den Weg nicht zweimal gehen wollt, kann ein Elternteil auch vorlaufen, während der andere die Kleinen ablenkt). Zum Beispiel für Schneewittchen einen kleinen Spiegel, einen Gartenzwerg, einen Apfel und eine Krone für den Prinz. Unterwegs lasst ihr die Kleinen an den betreffenden Stellen die Gegenstände suchen und lest, wenn sie sie gefunden haben, das Kapitel vor. Wenn eure Kinder sehr märchenfest sind, könnt ihr sie auch nur die Gegenstände suchen und das Märchen erraten lassen.

Bild: MNStudio

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