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Sonnenbrillen für Kleinkinder: Qualität geht vor!

Sonnenbrille
Saskia
Geschrieben von Saskia

Unsere Checkliste hilft euch beim Kauf.

Sonne macht glücklich! Kein Wunder, denn das Vitamin D und die Wärme kurbeln positive Emotionen kräftig an. Doch wo viel Sonne ist, lauern auch gesundheitliche Risiken. Neben ausreichendem Haut- und Kopfschutz wird bei den Kleinsten ein verlässlicher Schutz für die Augen schnell vernachlässigt. Dabei müssen Sonnenbrillen für Kleinkinder so einiges leisten und aushalten!


Nicht nur in der prallen Sonne seid ihr als Eltern gefordert, euer Kind vor gesundheitsgefährdenden UV-Strahlen zu schützen. Selbst im Schatten gehören hochwertige Sonnenschutzprodukte zum absoluten Muss. Hier haben wir euch bereits einige Tipps gegeben, damit euer Zwerg keine Haut- und andere gesundheitliche Schäden durch die Sonne davonträgt.

Wie ihr sicher wisst, ist der Schutz der Augen mindestens genauso wichtig. Dass ein Sonnenhut oder eine Schirmmütze ausreichend vor den Strahlen und Reflexionen schützen, ist ein Trugschluss und leider könnt ihr Kleinkindern nicht verbieten, gen Sonne zu schauen. Selbst wenn es einiger Versuche bedarf, bis eure Kleinen die Sonnenbrille nicht gleich wieder vom Gesicht ziehen: Nur diese schützt die Augen vor Blendungen, Netzhautverbrennungen, Narbenbildungen und schlussendlich tiefgreifenden Sehbeeinträchtigungen. Übrigens kann auch genau das Gegenteil passieren und die Kleinen wollen die Brille selbst ohne Sonne und in (dunklen) Räumen gar nicht mehr abnehmen. Passiert das häufiger, können sich die Augenreflexe und Pupillen nicht gut entwickeln, die in jungen Jahren noch wesentlich langsamer und sensibler auf wechselnde Lichtverhältnisse reagieren. Viel Freude also beim Überlisten. 😉

Augenschutz bei Neugeborenen und Babys

Bei Neugeborenen und Babys gilt es, die Sonne eh weitestgehend zu meiden. Eine Sonnenbrille ist zwar nicht undenkbar, aber ein schwieriges Unterfangen. Haltet ihr euch an Gewässern auf, die die Sonnenstrahlen reflektieren, dreht den Kinderwagen vom Wasser weg. Achtet darauf, dass ihr entweder einen Sonnenschirm oder ein Sonnensegel am Wagen anbringt und eurem Wurm einen Sonnenhut, eine Schirmmütze oder eine Kappe aufzieht.

Optiker statt Supermarkt

Damit ihr keine Brille erwischt, deren Schutz und Sicherheitsbestimmungen nicht geprüft wurden oder eine Brille kauft, die bei eurem Schatz Druckstellen hinterlässt, investiert in eine qualitativ hochwertige Sonnenbrille vom Optiker. Auch dort gibt es mittlerweile eine große Auswahl an modischen Gestellen. Modelle aus dem Supermarkt und von Straßenmärkten mögen ausgefallen aussehen, aber meist gehen diese schnell zu Bruch, können euren Kindern dabei sogar Verletzungen zufügen und bieten keinen ausreichenden Schutz. Eine Brille rutscht zudem schnell von der Nase. Sucht gemeinsam mit eurem Knirps ein passendes Bändchen aus, damit das Gestell nicht gleich auf den Boden fällt.

Die folgende Checkliste soll euch dabei behilflich sein, eine qualitativ hochwertige Sonnenbrille für Kleinkinder zu finden.

  • Lasst euch von einem guten Optiker beraten, um Schutz- und Sicherheitsmängel sowie Druckstellen zu vermeiden.
  • Investiert nur in eine Sonnenbrille, die mit einem CE-Zeichen gekennzeichnet ist. Nur dann könnt ihr sichergehen, dass diese die Schutz- und Sicherheitsbestimmungen nach europäischer Norm erfüllt.
  • Die Brille sollte außerdem UV-Strahlen bis zu einer Wellenlänge von 400 Nanometern filtern können. Zudem sollte der Schutz in das Glas integriert und nicht aufgesprüht sein, damit sich der Schutz nicht zu schnell abnutzt.
  • Auch der Blendschutz ist wichtig und wird in die Kategorien 0 bis 4 eingeteilt. Während in Mitteleuropa die Kategorie 2 (Lichtdurchlässigkeit liegt zwischen 18 und 43 Prozent) zu empfehlen ist, solltet ihr in den Bergen und am Meer bereits die Kategorie 3 (Lichtdurchlässigkeit zwischen 8 und 18 Prozent) wählen.
  • Damit die Sonnenbrille auch alltagstauglich und zum Beispiel auch beim Überqueren der Ampel keine Farben verfälscht, solltet ihr für eure Kleinen braune Gläser wählen.
  • Die Gläser sollten aus bruchsicherem Kunststoff sein, damit sich eure Kinder beim Toben und Hinfallen nicht verletzen. Liegen Allergien vor, sollte das Gestell entweder aus Kunststoff oder aus Titan und natürlich frei von Nickel sein.

Noch mehr Sonnenschutztipps findet ihr auch im Ratgeber-Bereich der BIG.

Titelbild: © Iryna Tiumentseva

Über den Autor

Saskia

Saskia

Noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von all dem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ...

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