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So findet ihr den richtigen Kinderzahnarzt

Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Das sollte ein guter Kinderzahnarzt können.

Nachdem ihr euren Sprössling auf den ersten Besuch beim Kinderzahnarzt vorbereitet habt, denkt ihr sicher: Jetzt kann gar nichts mehr schiefgehen? Mit Glück läuft es genauso ab und mit Pech sitzt euer Kind dennoch ängstlich und mit verschlossenem Mund auf dem Zahnarztstuhl. Jetzt ist nicht mehr nur eure Geduld gefragt, sondern auch das Einfühlungsvermögen des Zahnarztes. Doch wie findet ihr rechtzeitig heraus, ob der Zahnarzt “der richtige” ist, und worauf gilt es noch zu achten?

Das Negativbeispiel

Eigentlich ist es ganz einfach: Negative Erfahrungen schüren die Angst vor dem Zahnarzt. Mein erster Besuch als ahnungsloses (und noch angstfreies!) Mädchen endete in stundenlanger Weinerei, nachdem mich meine Mutter ohne große Überlegung mit zu der Kieferorthopädin meiner Schwester genommen hat. Leider hatte ich ziemlich schlechte Milchzähne und (ob nun wirklich notwendig oder nicht) bekam ich in meinen jungen Jahren von der “netten Dame” gleich mal eine noch nettere Wurzelbehandlung. Ohne beruhigende Worte, dafür mit einer genervten Zahnhexe 😉 und einer überforderten Mutter. Zum Dank machte ich danach jahrelang nur gezwungen meinen Mund auf, hatte bereits Wochen zuvor Bauchweh und war am Tag des Termins regelrecht krank. Erst der Zahnarzt, bei dem ich nach dieser traumatisierenden Behandlung landete, schaffte es, mir nach jahrelanger Arbeit mit Einfühlungsvermögen und noch mehr Geduld die Angst zu nehmen. So schaffte ich dann als Teenager dann tatsächlich, mich ohne Übelkeitsgefühl auf den eigentlich ganz gemütlichen Stuhl setzen zu können und den Arzt den Rest erledigen zu lassen. 🙂

Dieser Erfahrungswert zeigt euch natürlich, dass es nicht ausreicht, “irgendeinen” Zahnarzt in der Nähe herauszupicken, sondern euren Kindern und ihm die Chance gebt, sich zu beschnuppern. Selbst, wenn er von Bekannten oder sogar von euch selbst in den höchsten Tönen gelobt wird, heißt das noch lange nicht, dass euer Kind sich dort gut aufgehoben und vor allem verstanden fühlt.

Was sollte ein guter Kinderzahnarzt können?

 

  • In den ersten Jahren (zwischen drei und sieben Jahren) solltet ihr einen Kinderzahnarzt für eure Kleinen suchen. Diese sind ganz speziell geschult, verfügen außerdem über spezielle Tipps für die Gesunderhaltung der Kinderzähne und wenden möglicherweise Methoden an, die ein normaler Zahnarzt nicht bietet. Hinzu kommt, dass hier meist etwas mehr Zeit für einen Termin eingeplant und den Kindern viel erklärt wird. Findet sich kein Kinderzahnarzt in eurer Nähe, bieten auch Zahnärzte für Erwachsene einen speziellen Service für Kinder. Das solltet ihr allerdings vorher ausreichend in Erfahrung bringen.
  • Um einen guten Kinderzahnarzt zu finden, fragt ihr am besten bei Freunden und in der Familie nach. Adressen bekommt ihr außerdem bei eurer Krankenkasse.
  • Egal, zu welchem Zahnarzt ihr geht, plant den ersten Termin als reines Kennenlernen und zum Zähne anschauen (ohne Behandlung), nehmt das Kuscheltier eures Kindes mit, das es dann gemeinsam mit dem Zahnarzt untersuchen kann. Bei den Instrumenten sollten Worte wie Bohrer oder Spritze möglichst vermieden werden. Sind sich die beiden dennoch nicht ‘ganz grün’, sucht einen neuen Zahnarzt.
  • Ist die Angst während der kommenden Behandlungen eures Kindes dennoch zu groß, gibt es sogar die Möglichkeit eines kurzen Dämmerschlafes, die Form der Hypnose (die viel mehr einer Traumreise gleicht) oder sogar die Behandlung unter Vollnarkose.
  • Eine weitere Möglichkeit sind kleine Belohnungen, allerdings solltet ihr vermeiden, diese als “Druckmittel” zu verwenden, das eure Kleinen unnötig unter Stress setzt. Probiert es einfach mal aus, sofern ihr denkt, dass es hilfreich sein könnte. Natürlich sollten es keine Süßigkeiten sein. Ein Hörspiel oder ein spannendes Buch ist die bessere Alternative 😉

Bild: © Kzenon – Fotolia.com

 

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