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Sicher abheben: 5 Tipps für eine Flugreise mit Baby

Flugreise mit Baby
Saskia
Geschrieben von Saskia

Und wann solltet ihr besser verzichten?

In der Sommerzeit haben Fluggesellschaften Hochsaison. Sofern ihr gerade Eltern geworden seid, müsst ihr auf eine Flugreise mit einem Neugeborenen nicht verzichten. Damit die Reisezeit für euer Baby und euch nicht zur Qual wird, beherzigt folgende 5 Tipps.


Hier haben wir euch bereits einige wichtige Informationen zu Flugreisen mit Kleinkindern gegeben. Neben der Sitzplatz- und Anschnallproblematik gibt es allerdings noch weitere Punkte, die ihr in eure Urlaubsplanung mit einbeziehen solltet.

1. Ab welchem Alter dürfen Babys fliegen?

Offiziell dürft ihr euer Neugeborenes bereits mit wenigen Lebenstagen (in der Regel zwischen acht und 15 Tage) mitnehmen. Informiert euch also vor der Buchung bei der jeweiligen Airline, ab wann euer Nachwuchs mit abheben darf.
Neben dieser offiziellen Erlaubnis gibt es allerdings noch eine weitere, die mindestens ebenso wichtig ist, bevor ihr den Flug bucht. Eure eigene. Und dieser entscheidende Faktor ist ziemlich heikel, denn schließlich wisst ihr zum Zeitpunkt der Buchung noch nicht, wie es eurem Baby am Tag der Reise geht. Während selbst Erwachsene eine starke Erkältung aufgrund des Ohrendrucks beim Flug nicht so einfach wegstecken, kann es für euer Kind noch viel unangenehmer werden. Und selbst wenn euer Baby nur sehr unruhig ist und viel schreit, kann der Flug zusätzlichen unnötigen Stress für euren Wurm und auch für euch bedeuten. Überlegt euch also gut, ob ihr einem Neugeborenen schon eine Flugreise zumuten wollt.

2. Ausweis ist Pflicht!

Viele Eltern denken, dass es ausreicht, den kleinen Wurm im Reisepass der Mutter oder des Vaters mit eintragen zu lassen. Seit 2012 benötigen allerdings schon die Jüngsten einen Reisepass oder Personalausweis, um ins Ausland reisen zu dürfen. Falls nur einer von beiden Erziehungsberechtigten mit Baby ins Flugzeug steigt, empfiehlt das Auswärtige Amt eine beglaubigte Zustimmungserklärung des Elternteils, das nicht mit reist. Erkundigt euch rechtzeitig, welche Einreisebedingungen für euer Ziel gelten.

3. Pre-Boarding ohne Baby

Das Pre-Boarding bedeutet, dass Fluggäste mit Kindern zuerst den Flieger betreten dürfen. Damit habt ihr zwar genug Zeit, um es euch und eurem Schatz so bequem wie möglich zu machen, aber je nachdem wie gut oder schlecht euer Wurm gelaunt ist, kann das Mehr an Wartezeit auch zur Belastungsprobe für Klein und Groß werden. Dieser Situation könnt ihr ganz einfach aus dem Weg gehen. Ein Elternteil wartet mit dem Knirps so lange wie möglich draußen, während der andere Part von euch das Pre-Boarding nutzt, um euer Handgepäck zu verstauen und eure Plätze für euch herzurichten.

4. Druckausgleich durch’s Füttern

Ihr kennt es selbst. Beim Start und vor allem bei der Landung steigt der Ohrendruck. Älteren Kindern könnt ihr dann relativ einfach erklären, dass sie durch häufiges Schlucken, Kaugummikauen, Gähnen oder das Ausatmen mit zugehaltener Nase und geschlossenem Mund einen Druckausgleich herbeiführen können. Ein Baby wird im schlimmsten Falle anfangen zu weinen und unruhig werden. Ihr solltet also auf keinen Fall fliegen, wenn euer Kind stark erkältet ist. Sprecht vorher mit eurem behandelnden Kinderarzt. Auch bei den Kleinsten können im Notfall Nasentropfen gegen angeschwollene Nasenschleimhäute sinnvoll sein. Ansonsten sorgt dafür, dass euer Baby zum Zeitpunkt des Landeanflugs entweder trinkt, nuckelt oder an seinem Schnuller saugt. Damit schluckt es automatisch häufiger und ihr könnt es einfacher beruhigen.

5. Keine 100 Millilitergrenze

Die Sicherheitskontrollen sind streng geworden. Daher müssen alle Flüssigkeiten, die mit ins Handgepäck kommen, in einem wiederverschließbaren Beutel aufbewahrt und die Grenze von 100 Milliliter darf nicht überschritten werden.
Bei sterilisiertem Wasser und Babynahrung gilt diese Regel nicht. Allerdings muss das Wasser in eine Babyflasche abgefüllt werden und die Gesamtmenge darf einen Liter nicht überschreiten. Möglicherweise werdet ihr bei der Sicherheitskontrolle darum gebeten, alle Flüssigkeiten zu probieren.

Weitere und stets aktualisierte Reise- und Sicherheitshinweise zu euren Urlaubszielen erfahrt ihr beim Auswärtigen Amt.

Titelbild: © Mongkol

Über den Autor

Saskia

Saskia

Knapp über 30 und noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von all dem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs dann irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ;)

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