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Sex in der Schwangerschaft: Die 5 größten Irrtümer

Sex in der Schwangerschaft
Saskia
Geschrieben von Saskia

Kann Sex dem Ungeborenen schaden?

Schwanger zu sein gehört zu den schönsten Meilensteinen überhaupt. Sex mit dem Partner ist allerdings auch nicht zu verachten! Allerdings nimmt mit dem wachsenden Bauch auch die Angst davor zu, dass Eltern ihrem ungeborenen Baby durch den Liebesakt schaden könnten. Aber keine Panik! Zwar ist es nicht verkehrt, ein wenig vorsichtiger als sonst zu sein. Trotzdem gibt es einige Irrtümer, die sich hartnäckig um das Thema Sex in der Schwangerschaft ranken. Zeit, diese aus eurem Schlafzimmer zu verbannen!


Vor allem der werdende Vater weiß oft nicht so recht, wie er mit seiner schwangeren Partnerin umgehen soll. Die Hormone sind in Aufruhr, eigenartige Hungergelüste und dann soll er sich auch noch beim Sex mit seiner Liebsten zurückhalten. Schließlich kann er mit seinem Penis das Baby verletzen, oder?! Wir klären euch jetzt mal auf! 😉

Sex in der Schwangerschaft: Die 5 größten Irrtümer

1. Sex in der Schwangerschaft löst eine Frühgeburt aus

Gerade Frauen, die zum ersten Mal ein Kind erwarten, befürchten, dass sie in den ersten Monaten ihrer Schwangerschaft durch den Sex eine Frühgeburt auslösen könnten. Natürlich solltet ihr jetzt etwas vorsichtiger sein, und sofern ihr euch unwohl fühlt oder Beschwerden habt, euch nicht verausgaben und einen Arzt aufsuchen. Stress, Morgenübelkeit, Kreislaufprobleme und ähnliche Faktoren solltet ihr immer im Blick haben. Habt ihr aber Lust auf Intimitäten, müsst ihr nicht befürchten, dass ihr eurem Kind damit schadet. Im Gegenteil. Fühlt ihr euch wohl, wird es auch euer Baby spüren! Welche Ursachen dagegen wirklich eine Frühgeburt auslösen können, erfahrt ihr in unserem Beitrag zur Frühgeburtenprävention.

2. Das Baby bekommt etwas vom Sex mit

Bis kurz vor der Geburt ist der Gebärmutterhals verschlossen. Euer Baby kann den Penis eures Partners also weder sehen noch spüren. Eure Bewegungen, die Kontraktionen der Scheidenmuskulatur und euren erhöhten Puls wird es natürlich mehr oder weniger mitbekommen. Allerdings stellt dies in keinster Weise eine Gefahr oder Ähnliches für euer Kind dar.

3. Sex in der Schwangerschaft löst Wehen aus

Dieser Irrtum stimmt nur halb. Es trifft tatsächlich zu, dass das Sperma das Hormon Prostaglandin enthält, das die Muskulatur lockern kann. Allerdings in einem so geringen Maße, dass ihr damit in den ersten Schwangerschaftsmonaten keinen Schaden anrichten könnt. In der späten Schwangerschaft dagegen und vor allem dann, wenn nichts mehr dagegen spricht, dass die Geburt nun beginnen darf, kann das Hormon sehr hilfreich sein. Dann ist es so wirksam, dass es den Muttermund weich macht und sich dieser bei der Geburt schneller öffnen kann.

4. Das Baby kann beim Sex verletzt werden

Keine Sorge! Das Fruchtwasser schützt euer Baby vor Stößen, Kontraktionen und kleineren Erschütterungen. Das gilt nicht nur beim Sex, sondern auch in anderen rasanten Situationen.

5. Sex in der Schwangerschaft tut der Frau weh

Wenn die werdende Mutter gesund ist, bereitet der Sex auch keine Schmerzen. Allerdings kann es vorkommen, dass Sexstellungen, bei denen der Penis tief in die Scheide eindringt, unangenehm für die Frau sind. Dann empfiehlt sich zum Beispiel die Löffelchenstellung oder Stellungen, bei denen die Frau oben ist und sie somit selbst bestimmen kann, wie tief der Penis eindringt. Zudem kann der veränderte Hormonhaushalt oder auch mögliche Morgenübelkeit dafür sorgen, dass die Schwangere weniger Lust auf Sex hat. Für den Mann gilt dann: Verständnis und für die Frau: Setzt euch nicht unter Druck. Ihr könnt stattdessen ausgedehnt kuscheln, euren Mann oral befriedigen und zu guter Letzt kann er ja immer noch selbst Hand anlegen. Ihr befürchtet, dass euch euer Partner mit wachsendem Bauch nicht mehr attraktiv findet? Das Gegenteil ist der Fall. Schließlich ist euer Bauch ein Zeichen seiner Fruchtbarkeit. 😉

Titelbild: © jes2uphoto

Über den Autor

Saskia

Saskia

Noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von all dem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ...

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