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Schwimmen lernen: Die 6 wichtigsten Tipps

schwimmen lernen
Saskia
Geschrieben von Saskia

Vom Nichtschwimmer zur Wasserratte

Treibt euch der diesjährige Sommer auch ständig an den See oder ins Freibad? Und trotzdem habt ihr es noch nicht geschafft, eurem Nachwuchs das Schwimmen beizubringen? Ihr seid selbst nicht die besten Schwimmer? Damit seid ihr scheinbar nicht allein. Laut einer Forsa-Umfrage aus dem Jahr 2017 können 59 Prozent der befragten zehnjährigen Kinder nicht richtig schwimmen. Allein im vergangenen Jahr sind 404 Menschen in Deutschland ertrunken. Der DLRG betont deshalb, dass Kinder so früh wie möglich schwimmen lernen sollten. Doch wie macht ihr eure Sprösslinge mit dem Element Wasser vertraut? 


Wichtig ist, dass ihr euch nicht ausschließlich darauf verlasst, dass sie in der Schule das Schwimmen lernen. Schulklassen sind in der Regel eh viel zu groß und kaum ein Lehrer schafft es, sich um jeden Nichtschwimmer individuell zu kümmern. Um früh mögliche Angst vor tieferen Gewässern zu verlieren und rechtzeitig ohne Schwimmhilfen schwimmen zu können, solltet ihr bereits weit vor der Einschulung mit euren Kindern üben oder sie in einem Schwimmkurs anmelden.

Schwimmen lernen mit diesen 6 Tipps:

1. Regelmäßiges Planschen

Auch wenn ihr bereits zum Babyschwimmen gegangen seid, bedeutet das nicht, dass eure Kinder keine Angst mehr vor dem Wasser haben. Deshalb solltet ihr auch danach weiterhin regelmäßig mit ihnen planschen gehen und sie mit Schwimmflügeln und Schwimmbrettern vertraut macht. Wichtig ist, dass ihr dabei viel Geduld habt und sie niemals aus den Augen lasst. Mit ersten Spielen im Wasser – versucht euer Kind mal mit dem Rücken aufs Wasser zu legen – macht ihr es ihnen leichter, sich Schritt für Schritt wohler zu fühlen.

2. Schwimmen lernen ab 4 Jahren

Ist euer Nachwuchs zwischen 4 und 6 Jahre alt, sind seine Motorik und sein Gehirn so weit entwickelt, dass er schwimmen lernen kann. Wichtig ist natürlich, dass ihr ihn nicht dazu zwingt. Geht einfach weiterhin regelmäßig mit ihm ins Schwimmbad, ohne ihn unter Druck zu setzen. Bei den meisten Kindern kommt die Motivation dann von ganz alleine. Je nachdem wie gut eure eigenen Schwimmkenntnisse sind, könnt ihr ihm selbst das Schwimmen beibringen oder ihr meldet ihn in einem Schwimmverein an. Letzteres ist oft einfacher, da Schwimmlehrer natürlich am besten wissen, welche Übungen eurem Kind am ehesten helfen. Zudem lassen sich Kinder von den eigenen Eltern bekanntlich nicht so gerne anleiten. Ein toller Nebeneffekt? Euer Knirps lernt neue Spielkameraden kennen, sein Selbstbewusstsein und seine Kommunikation werden trainiert und er bewegt sich regelmäßig.

3. Den passenden Kurs finden

Ist in Zeiten, in denen Schwimmbäder und Schwimmkurse rar sind, leider gar nicht so einfach. Tauscht euch frühzeitig mit anderen Eltern aus. Vielleicht können sie euch bereits einen Kurs in eurer Nähe empfehlen. Allerdings ist es damit nicht getan. Natürlich muss es auch zwischen dem Schwimmlehrer und eurem Kind harmonieren. Ohne Vertrauensbasis und Spaß wird euer Nachwuchs nicht gerne oder sogar mit Angst zum Unterricht gehen. Und das sind eher schlechte Voraussetzungen dafür, dass er schwimmen lernt. Am besten bittet ihr vor der Anmeldung um eine Probestunde und macht zuvor einen sogenannten Wassergewöhnungskurs. Achtet bei der Wahl auch darauf, ob der Lehrer über ein Zertifikat verfügt, da der Begriff “Schwimmlehrer” in Deutschland nicht geschützt ist. Die optimale Kursgröße liegt bei 6 bis 8 Kindern, damit diese individuell betreut werden können. Ein Schwimmkurs dauert gewöhnlich 10-12 “Stunden” (jeweils rund 45 Minuten). Zwar können eure Kinder dadurch schwimmen lernen, allerdings werden sie erst durch regelmäßiges Üben sicher im Wasser und manche Kinder benötigen generell mehr Zeit.

4. Hallen- oder Freibäder statt Spaßbad

Sofern ihr mit euren Kleinen schwimmen lernen wollt, sucht euch ein Frei- oder Hallenbad, das genug Platz bietet und nicht total überfüllt ist. Wellen- und Spaßbäder sind zum Üben eher weniger geeignet. Dort ist es meist sehr unruhig und voll. Bei Meeren und Seen solltet ihr vorsichtig sein, da ihr Strömungen und die Tiefe des Wassers nicht so gut abschätzen könnt. Zudem fällt es euren Kindern oft leichter dort zu schwimmen, wo sie den Grund des Bodens erkennen und sich zum Beispiel vom Beckenrand abstoßen können.

5. Schwimmübungen

Erste Schwimmübungen könnt ihr auch erst mal im Trockenen machen. Wichtig ist, dass ihr dabei Geduld habt, eure Kleinen nicht unter Druck setzt und regelmäßig eure Trockenübungen im Schwimmbad anwendet. Mit welchem Schwimmstil ihr starten wollt, bleibt natürlich euch und eurem Kind überlassen. Laut Experten soll das Kraulen oder Rückenschwimmen zu Beginn aber tatsächlich besser und einfacher zu erlernen sein als das Brustschwimmen. Zudem lernen eure Kinder dann auch gleich, den Kopf während des Schwimmens unter Wasser zu halten und lernen auch das Gleiten schneller (siehe Video). Wollt ihr doch mit dem Brustschwimmen starten, könnt ihr zu Beginn ein Schwimmbrett nutzen. Damit hat euer Kind die Möglichkeit, sich zu allererst nur auf den Brustbeinschlag konzentrieren zu können. Hier findet ihr hilfreiche Lernvideos.

6. Tauchen hilft gegen Angst

Nicht nur die Schwimmübungen helfen eurem Kind, sich im Wasser immer sicherer zu fühlen. Durch erste Tauchübungen lernt es, unter Wasser die Luft an- und die Augen aufzuhalten. Denn selbst wenn es schwimmen kann und beim Spielen und Raufen untergetaucht oder von einer Welle erwischt wird, kann es immer noch in Panik geraten. Hier erfahrt ihr, wie ihr das Tauchen mit euren Kleinen spielerisch üben könnt.

Titelbild: © serpilizmir

Über den Autor

Saskia

Saskia

Noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von all dem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ...

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