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“Schwangeres” Neugeborenes – Mediziner in Hong Kong staunen

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Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Ein neugeborenes Mädchen in Hong Kong kam mit Zwillingen im Bauch zur Welt. Damit die Gesundheit des kleinen Mädchens nicht gefährdet wird, wurden die beiden Föten von Ärzten operativ entfernt. Die Zwillinge hätten bereits Beine, Arme, einen Brustkorb und innere Organe gehabt. Nur das Gehirn und Herz wären noch nicht entwickelt gewesen und die Föten daher auch nicht lebensfähig gewesen.

Während der Schwangerschaft konnten Ärzte nur eine Wucherung auf der linken Seite des Bauches des neugeborenen Mädchens erkennen. Sie hielten diese Wucherung zuerst für einen Tumor. Unmittelbar nach der Geburt zeigten Ultraschalluntersuchungen jedoch, dass es sich bei den “Wucherungen” eigentlich um zwei kleine Körper handelte.

Doch wie kommt eine “Schwangerschaft” bei einem Neugeborenen zustande?

Das Phänomen heißt in der Medizin “Foetus in Foeto” und kommt nur einmal in 500.000 Geburten vor. Wie es dazu kommt, ist bis heute noch nicht vollständig geklärt. Offenbar war das Neugeborene in einem frühen Entwicklungsstadium mit zwei weiteren Föten “verschmolzen”. Ähnlich wie es bei siamesischen Zwillingen geschieht, nur dass in diesem Fall die Föten nicht von außerhalb miteinander verschmolzen waren, sondern der Embryo seine Geschwister komplett einverleibt hatte. Ärzte gehen davon aus, dass die kleineren Föten im Bauch ihrer großen Schwester zunächst noch langsam weiter wuchsen. Das widerspreche der bisherigen Theorie jedoch, der zu Folge sich Föten zunächst normal entwickelten und nach dem parasitären Einschluss aufhören zu wachsen.

In dem Fall des neugeborenen Mädchens aus Hong Kong wird spekuliert, ob die zahlreichen Abtreibungen der Mutter vor der Geburt ihres Kindes in Zusammenhang mit dem Phänomen Foetus in Foeto stehen.

Das kleine Mädchen durfte acht Tage nach Entfernung der beiden Föten das Krankenhaus verlassen und ist wohl auf.

 

Titelbild: © PhotographyByMK – Fotolia.com

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