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Schwanger mit 50: Wenn die Mama die Oma sein könnte

schwanger mit 50
Saskia
Geschrieben von Saskia

Zu alt oder genau richtig?

Janet Jackson wird mit 50 Jahren zum ersten Mal Mutter. Vermutlich ein Herzenswunsch, der unter dem biologisch-gesundheitlichem Aspekt für die Musikern und ihr ungeborenes Kind mit einigen Risiken verbunden ist. Laut der Website “US Weekly” soll der werdenden Mama derzeit absolute Bettruhe verordnet worden sein. Aber mal ganz abgesehen von den medizinischen Gefahren: Profitiert ein Kind nicht vielleicht sogar von einer älteren Mutter?


Jede biologische Uhr tickt anders

Laut des Statistischen Bundesamtes liegt das Durchschnittsalter der Mutter bei der Geburt eines Kindes bei 31 Jahren. Ab dem 35. Lebensjahr beginnt die biologische Uhr zu ticken und unter Ärzten fällt dann die beunruhigende Bezeichnung: Risikoschwangerschaft. Sofern die werdende Mutter eine gesunde Lebensweise führt und sich an die empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen hält, kann eine Schwangerschaft zwischen dem 35. und bis über das 40. Lebensjahr hinaus ohne Komplikationen verlaufen. Eine Schwangerschaft um die 50 ist allerdings weitaus risikoreicher.

Alter schützt vor Torheit nicht!

Angenommen, der Kinderwunsch hat sich aus gesundheitlichen oder aus Gründen der Lebensplanung nicht eher verwirklichen lassen. Sofern sich das medizinische Risiko minimieren lässt, stellt sich die Frage, ob eine ältere Frau nicht sogar eine bessere Mutter ist? Ein positiver Aspekt ist in jedem Fall, dass sich die werdende Mama ganz bewusst für das Kind entschieden hat und in “jungen” Jahren die Möglichkeit hatte, sich privat sowie beruflich auszuleben. Ein zu großer Beschützerinstinkt und zu viele Ratschläge können dagegen zu Hindernissen für eine eigenständige Entwicklung des Nachwuchses werden. Doch genau genommen lassen sich gute oder schlechte Erziehungsmethoden nicht allein über das Alter der Eltern festmachen und Reife nicht ausschließlich über die Lebensjahre definieren. Und seit wann ist Reife ein Garant dafür, dass ein Kind besser oder schlechter erzogen wird? Viel wichtiger ist dagegen die bedingungslose Liebe, die mit dem Alter der Eltern nichts zu tun hat. Und diese definiert sich über das Beschützen, Zuhören, Ratschläge geben und die körperliche Zuneigung, aber auch über das Loslassen. Wie immer macht es die richtige Mischung. Und die müssen alle Eltern ganz unabhängig von ihrem Geburtsjahr erlernen. Ein Meister fällt ja bekanntlich nie vom Himmel! 😉

Kinder lieben bedingungslos

Für das Kind selbst spielt das Alter der Eltern erst nach einigen Jahren eine größere Rolle. Eltern sollte sich dann bewusst sein, dass sie sich vor dem Kind und der Öffentlichkeit häufiger dafür rechtfertigen müssen. Fragen wie: Wieso seht ihr älter aus, als die Eltern meiner Freunde, oder spöttische Blicke von jüngeren Eltern können zur Tagesordnung gehören. Was dann zählt: Die eigene Courage, Verständnis dem eigenen Kind gegenüber, Blicke und Sprüche von Außenstehenden zu ignorieren und so lange wie eben möglich fit zu bleiben. Schließlich wird euch euer Kind einige Jahre über den Spielplatz jagen, mit euch Fahrradfahren lernen und schlichtweg eine unbeschwerte Kindheit erleben wollen.

Titelbild: © tostphoto

Über den Autor

Saskia

Saskia

Noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von all dem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ...

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