Aufgeregt

Schwanger: Die 6 nervigsten Horrorsprüche erfahrener Eltern

erfahrene Eltern
Saskia
Geschrieben von Saskia

Alles kann, nichts muss!

Endlich schwanger! Die ersten Wochen habt ihr euer kleines Glück für euch behalten. Jetzt sollen es alle wissen? Dann nehmt euch in Acht, denn ab jetzt werden euch erfahrene Eltern in puncto Schwangerschaft, Geburt und Familienleben unerlässliche Tipps geben und ‚beängstigende‘ Geschichten erzählen. Noch wichtiger? Den größten Teil dieser ‚Anekdoten‘ solltet ihr ganz gelassen überhören, denn Panikmache ist jetzt fehl am Platz!


Was Neu-Eltern auf jeden Fall, vielleicht oder auch niemals widerfahren wird … 😉

1. „Du bist als Schwangere meist gut gelaunt? Das Hormon-Chaos wird dich auch noch heimsuchen!“

Diese Aussage wird ab dem Bekanntwerden eurer Schwangerschaft zur Tagesordnung gehören. Natürlich sind die Hormone in Aufruhr, aber das bedeutet noch lange nicht, dass jede Schwangere von der einen auf die andere Sekunde in Tränen ausbricht und monatelang von wechselhaften Gefühlen heimgesucht wird. Genießt euer wachsendes Glück und lasst alles so gelassen wie nur möglich auf euch zukommen.

2. „Die Bauchform verrät das Geschlecht!“

Wer kennt sie nicht; die Floskeln von Rund- und Spitzbäuchen und einen weiteren Mythos: Wenn die werdende Mama nicht vor Schönheit strahlt, bekommt sie ein Mädchen. Das weibliche Geschlecht, so sagt das „Schwangerschaftsorakel“, würde der armen Mama nämlich die Schönheit „klauen“. Ihr ahnt es sicher: Nur weil ihr euch vorübergehend mit dunklem Haarwuchs, Haarausfall, Pigmentstörungen oder ähnlichen (hormonell bedingten) Veränderungen anfreunden müsst, bekommt ihr nicht unbedingt ein Mädchen. Genauso wenig bedeuten ein Spitzbauch oder Sodbrennen, dass ihr einen Jungen zur Welt bringt. Kleiner Tipp am Rande: Diese Gerüchte halten sich hartnäckig, da der Wahrheitsgehalt schließlich immer bei 50 Prozent liegt 😉

3. „Spätestens dann, wenn du deine Füße nicht mehr sehen kannst und rund wie ein Wal bist, wirst du deine Schwangerschaft verfluchen!“

Hört sich fies an, oder? Ist es auch! Noch schlimmer ist allerdings daran, dass Schwangere diese Floskeln ganz schnell verinnerlichen. Zugegeben, Dehnungsstreifen, Gewichtszunahme und Wasseransammlungen tragen nicht zum Wohlbefinden bei und je größer euer Bauch, desto anstrengender wird auch der Alltag. Dennoch solltet ihr versuchen, eure Schwangerschaft und die wachsenden Rundungen mit Stolz anzunehmen. Schließlich gibt es nichts Schöneres, als eine werdende Mama, die ihr Glück nicht nur vor sich her trägt, sondern rundum mit sich zufrieden ist!

4. „Die Geburt ist der absolute Horror!“

Wer hat jemals behauptet, dass eine Geburt ohne Schmerzen verläuft? Klar wird keine Frau direkt nach dem Gebären freudestrahlend das nächste Kreißsaal-Erlebnis heraufbeschwören. Und dennoch kann das Ereignis in positiver Erinnerung bleiben. Auch hier gehört ein wenig Glück dazu, denn eine schnelle Geburt ist leichter zu verkraften, als stundenlang in den Wehen zu liegen. Einige Dinge lassen sich allerdings auch planen, damit die werdende Mama die Zeit so positiv wie möglich in Erinnerung behält. Fragt euch rechtzeitig, wie und wo ihr gebären wollt, wünscht ihr euch eine PDA? Soll und will der werdende Papa dabei sein? Reicht euch die Hebamme eures Vertrauens oder wollt ihr zusätzlich eine Doula an eurer Seite?

5. „Ab jetzt werdet ihr nie wieder durchschlafen können!“

Jeder Mensch hat einen anderen Schlafrhythmus. Und zwar von Geburt an. Während das eine Baby schnell durch schläft und sich „brav“ an seine Essenszeiten hält, schreit das andere Baby viel und laut und stellt die übermüdeten Eltern vor eine große Herausforderung. Also lasst euch nicht einreden, dass ihr nach der Geburt nur noch schlaflose Nächte haben werdet. Es gehört schlicht und ergreifend ein wenig Glück, aber mit der Zeit auch Konsequenz dazu, dass euch euer Wurm ein paar ruhige Stunden in der Nacht gönnt. Gewiss gehören dazu auch viele Nächte, in denen der kleine Schreihals zwischen euch im Bett liegt und euch euren Schlafplatz streitig macht, aber sind wir mal ehrlich: Diese innige Dreisamkeit ist auch unglaublich schön und schneller vorbei, als euch lieb ist.

6. „Ein braves Baby? Dann freut euch auf die Trotzphase!“

Es gibt wohl nichts ungerechteres, als ein „pflegeleichtes“ Kind und Eltern im Bekanntenkreis, die von solch einem braven Knirps nur träumen können 😉 Euer Baby schläft eigentlich ganz gut durch? Dann wird es bestimmt während der Trotzphase zum schwer erziehbaren Teufelchen. Ihr habt auch diese Zeit gut überstanden? Dann sucht euch das böse Erwachen sicher in den ersten Schuljahren heim. Euer Kind wurde bereits eingeschult und ist immer noch kein Problemkind? Zum Glück gibt es ja noch die Pubertät …

Titelbild: ©  elnariz

Über den Autor

Saskia

Saskia

Knapp über 30 und noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von all dem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs dann irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ;)

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